seniorenfreundlich – norddeutsch – weiblich – alt und jung

Ja, so habe ich mich entschieden: Ich mache hier eine Schreibpause. Begründen kann ich das ganz gut. Denn ich frage mich: Wenn interessiert immer weiter, was einer 75+jährigen in ihrem Alltag passiert? Über manches, was über meinen Tag hinausgeht, habe ich in den letzten Jahren (ganz genau: seit 2009) geschrieben. Nun warte ich mal ab, was die „neuen“ Omis und Opas in ihren Blogs schreiben. Ich bin ab heute in Alltagsteilzeit.

Das steht gerade jetzt auf meinem Tagesplan:

Das Gulasch von gestern mit einer Dose Mockturtle verlängern.

Eine neue Frisur ausprobieren.

Protokoll  der letzten Vorstandssitzung schreiben.

Hustenbonbons suchen.

Die Beine hochlegen.

Sich über den Garten freuen. Es blüht überall und die Vögel singen!

Gartenstühle sauber schrubben. (Auf Montag verschoben).

Mittwoch kommt Besuch.

Wann ist Ostern?

Die Kinder anrufen?  Sonntag. 11.30 Uhr. Ist das nicht zu früh?

Mittagsschlaf.

O, das Leben geht weiter! Gerade segelt auf der Weser eine Jacht vorbei.

Es ist Sonntag, 2. April 2017, 15.28 Uhr. Heiter bis wolkig.

Jetzt ist Frühling !                                               Seit 20. März um 11.29 Uhr.

Woher ich das so genau weiß? Das haben die Astronomen ausgerechnet. Über Google haben sie mich belehrt, dass sich die Neigung der Erdachse im Jahresverlauf zur Sonne hin verändert und dass dadurch die Jahreszeiten entstehen. So – mehr möchte ich eigentlich gar nicht wissen. Doch weil die Vorstellung so hübsch ist, dass bei uns der Frühling auf die Minute genau beginnt, habe ich das Ergebnis der wissenschaftlichen Berechnung  übernommen und zitiere nun auch noch, wie das Datum berechnet wurde: Der Frühling in der Nordhalbkugel beginnt dann, wenn die Sonne über dem Äquator exakt im Zenit steht….…. In diesem Jahr ist das am 20. März um 11.29 Uhr der Fall.

Mein Foto zeigt ein Stück Blütenwiese im Vegesacker Stadtgarten, der direkt an der Weser liegt.

 

Ein starker Frühlingsbote               Im März                            Mein Lieblingsfoto

Weil ich im Herbst nicht alles Laub vom Beet gefegt habe, mussten sich diese kleinen Schneeglöckchen mächtig anstrengen, um ihre Blüten hervorzutreiben. Ich mag dieses Foto sehr. Es zeigt mir, wie unbekümmert die Natur sein kann.

Eine schöne Beschreibung der kleinen Pflanze habe ich in dem Schulbuch „Schmeils Leitfaden der Pflanzenkunde“ gefunden. Es ist ein „Hilfsbuch für den Unterricht an höheren Lehranstalten. Nach den Richtlinien für die Lehrpläne der höheren Schulen Preußens bearbeitet.“ – Erschienen 1929. Darin heißt es :

Das Schneeglöckchen bringt wie die Tulpe alljährig nur eine einzelne Blüte hervor, die aber verhältnismäßig lange, bei schlechtem Wetter sogar wochenlang, erhalten bleibt… Gegen Abend schließt sie sich, und an kalten, unfreundlichen Tagen öffnet sie sich überhaupt nicht…

Google hat mich noch mit ein paar Neuigkeiten versorgt. Das Schneeglöckchen hat inzwischen viele Liebhaber gefunden:  Es wurden  neue Sorten gezüchtet, es steht unter Naturschutz, und es werden Feste gefeiert, bei denen das Schneeglöckchen im Mittelpunkt steht. Das letzte Fest hat am 4. und 5. März in Hamburg stattgefunden.

Weil auf meinen Foto (oben) alle Blüten geschlossen sind, habe ich mir ein paar Schneeglöckchen ins Wohnzimmer gestellt und siehe da: In der Wohnzimmerwärme haben sich die kleinen Blüten geöffnet. Die Kätzchen vom Korkenzieherhasel waren schon aufgeblüht.

Ein Schachtelsatz, den Heinrich v. Kleist an seine Schwester Ulrike geschrieben hat.

Ein Brief mit Schachtelsatz, den Heinrich v. Kleist an seine Schwester  geschrieben hat.

Am Sonnabend,  25. Februar, ist der „Tag der Schachtelsätze“. Noch nie davon gehört? Ich bis heute auch nicht, doch Google hat mich schlau gemacht. Und das ist dabei herausgekommen:

Der Tag der Schachtelsätze“ gehört meiner Ansicht nach zu den kuriosen Gedenktagen, die sich Leute einfach ausgedacht haben. Diese ungewöhnlichen Gedenktage sind daher auch nicht sehr bekannt. So hätte ich am 22. Februar an den „Sei bescheiden Tag“ erinnern können. Auch der „Tag der Muttersprache“ hat schon stattgefunden. Und nun  der „Tag der Schachtelsätze“.  Was ein Schachtelsatz ist? Alltagstauglich ausgedrückt: Es ist ein Satz mit vielen Einschüben, die durch Kommata und Semikola unterbrochen werden. Misslungen ist so ein Satz, wenn man am Ende nicht mehr weiß, wie der Satz anfing. Gute Beispiele dafür liefern juristische Texte. Aber auch in der Literatur findet man diese Satzform. Ein Meister darin ist Heinrich v. Kleist. Im ersten Absatz seiner Erzählung „Michael Kohlhaas“ habe ich diesen einen (!) Satz gefunden:

Er (Michael Kohlhaas)  besaß in einem Dorf, das noch von ihm den Namen führt, einen Meier-Hof, auf welchem er sich durch sein Gewerbe ruhig ernährte; die Kinder, die ihm sein Weib schenkte, erzog er in der Furcht Gottes, zur Arbeitssamkeit und Treue;  nicht einer war unter seinen Nachbarn, der sich nicht seiner Wohltätigkeit, oder seiner Gerechtigkeit erfreut hätte; kurz, die Welt würde sein Andenken haben segnen müssen, wenn er in einer Tugend nicht ausgeschweift hätte….

Ich habe gar nicht erst versucht, selbst einen Bandwurmsatz zu formulieren. Das wollte ich auch nie lernen. Warum? Aus Sicherheitsgründen,  denn ich konnte zwar immer gut Aufsätze schreiben, nur gab es oft eine schlechte Note – wegen der vielen Fehler. Also lernte ich schon früh, mich kurz zu fassen. Mein Wortschatz ist allerdings ansehnlich, denn ich brauche manchmal Ersatzwörter; zum Beispiel, wenn ich nicht sicher bin, wie man ein bisschen schreibt. In solch einem Fall hilft mir dann ein wenig ( ein wenig) aus der Patsche.

Für mich war die Vorbereitung auf den „Tag der Schachtelsätze sehr unterhaltsam. Meine Heinrich v.Kleist-Ausgabe ist wieder staubfrei, und ich habe diesen ganzen Artikel gern geschrieben.

Hier findet man mehr zum Thema: http://www.kleiner-kalender.de/event/tag-der-schachtelsaetze/60924.html

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Ja, ich kann es kaum glauben: An meinem Haus ist gerade  ein Karnevalsumzug vorbeigekommen, und ich hätte dieses bunte Ereignis fast verschlafen ( Mittagsschlaf, lang). Doch die bunte Schar trommelte  Samba-Musik  und marschierte auch nicht besonders schnell, so dass ich dem Zug – rasch aufgestanden –   gut folgen konnte. Organisiert hatte alles die Initiative Bremer Karneval e.V.. In diesem Jahr mit dem Motto „Wunderwelten“ . In Vegesack  fand der erste Umzug statt.

Zum großen Umzug am 18. Februar, der am Bremer Marktplatz beginnt, haben sich über hundert Samba-Gruppen aus Deutschland und über seine Grenzen hinaus angemeldet. In Vegesack konnte man auch – schön verkleidet – allein mitlaufen. Ob  die beiden Stelzenläufer zur Samba-Gruppe gehörten oder nicht, weiß ich nicht. Ich habe sie bewundert: ihre schönen Kostüme und ihre Stelzenlauf-Akrobatik.

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Keine Bildunterschrift. Erklärt wird das Foto im Absatz „Scherbengericht“.

„Und jetzt wie meine Oma“. Die Enkelin feiert ihren zehnten Geburtstag, und zehn Mädchen feiern mit. Ich darf dabei sein und einspringen, wenn Hilfe gebraucht wird. Doch die Mädchenrunde amüsiert sich ganz allein. Als  alle am Kaffeetisch sitzen, geht der Spaß schon los: „Jetzt essen wir alle wie die Schweine“, schlägt eine vor und schon beugen sich alle über ihren Kuchenteller und verschlingen laut schmatzend ihr Tortenstück.

„Und jetzt wie meine Oma!“, ruft ein Mädchen in die Runde und fängt an am Kuchen zu mäkeln: „Der schmeckt ja seltsam. Haste wieder ne Kuchenmischung genommen, Annemarie?“ Auch den anderen fallen jetzt Sprüche ein, die ihre Großmütter von sich geben. „Viel zu matschig…Ist das auch Bio?…Sind da Nüsse drin? Ich bin allergisch gegen Nüsse… .“ Ich stehle mich leise davon. Den Kuchen hatte ich gebacken. Aus einer Backmischung.

Zeitvertreib im Zug. Ich sitze im Großraumwagen. Hinter mir hat ein älteres Paar Platz genommen. Er sieht ein bisschen wie Karl Marx aus, sie wie eine biedere Hausfrau (gibt es die eigentlich noch?). Bei Tempo 240 Kilometer pro Stunde liest er ihr Gedichte vor. Eins erkenne ich wieder: Ich ging im Walde / so für mich hin…von Goethe. Sie guckt in ihren Rucksack. Er langweilt sie. Ist das ein Wunder? Immerhin sind fast 250 Jahre vergangen als Goethe seine ersten Gedichte schrieb. Ich finde, etwas anderes ist ein Wunder: Es gibt immer wieder Menschen, die Goethes Gedichte lesen. Gäbe es sie nicht, wäre Goethe längst vergessen.

Bestimmt kein  Scherbengericht. Zu meinem Garten gehört ein Hanggrundstück. An seinem Rand stand über 200 Jahre eine Bäckerei. Sie wurde abgerissen. Alle Spuren sind getilgt. Nein, nicht ganz, denn ich finde immer wieder alte Scherben von Schüsseln, Tassen und Tellern am Hang, hinter den ehemaligen Gebäuden. Hier muss also die Müllhalde meiner Vorfahren gewesen sein, denn es sind auch Scherben von Geschirr dabei, das sich noch immer in Familienbesitz befindet.

 

In Athen wurde das Scherbengericht  507 v. Chr. als Maßregel eingeführt. Die Athener konnten auf einer Scherbe einritzen, welche Bürger für zehn Jahre aus der Stadt verbannt werden sollten.

Kein Scherbengericht am hohen Ufer? Vielleicht  haben meine Ur(ur)-großmütter ja hin und wieder doch mit  Tellern geworfen, weil sie die ganze mehlbestaubte Männergesellschaft im Haus satt hatten?

 

Das Rollenbild. Ich soll meine Freundin auf einer Versammlung vertreten, an der ich nur mit ihrer Vollmacht teilnehmen kann. Die Kontrolle findet am Saaleingang statt. Vor mir steht ein Herr, der einen Extrawunsch erfüllt haben möchte. Alle Kontrolldamen sind mit ihm beschäftigt. Ich stehe und warte. Ich stehe und warte. Schließlich kommt der Chef und übernimmt die Verhandlung. Die Kontrolldamen wenden sich erschöpft ab. Ich stehe und warte nicht mehr. „Kann mich jetzt jemand bedienen?“, frage ich. „Oh, selbstverständlich“, rufen die Kontrolldamen. „Wir dachten, Sie wären zusammen mit dem Herrn gekommen“. „Ja, ja, das alte Rollenbild“, sage ich. „Ja, ja“, sagen die jungen Frauen und lachen.

Schöne Langeweile. Es ist ein fürchterlicher Tag. Es stürmt und regnet. Doch zum Glück gibt es das Internet und Telefon. Ich suche mir Gesellschaft in diesen Milieus.

Erst einmal ist mein Lieblingsversandhaus an der Reihe. Dort kann man rund um die Uhr (tatsächlich!) kostenlos (!) anrufen, und immer meldet sich am anderen Ende der Leitung eine freundliche Stimme. Heute will ich wissen, ob die angegebene Jeansgröße für mich richtig ist. „Wie stramm soll die Hose denn sitzen?“, fragt die junge Männerstimme. „Omamäßig“, antworte ich. „Bei uns sind alle Kundinnen jung und schön“, antwortet er. „Omamäßig führen wir nicht“. Was für ein schöner Satz. Ich gebe tapfer meine Omamaße an. Zwei Tage später wird die Hose geliefert und tatsächlich: Sie sitzt wie angegossen.

Altersbeschwerden. Mein Körper zwickt und zwackt. Der Weg zum Arzt ist weit. Ich mache es mir lieber bequem,  rufe Google auf und lasse nach „Altersbeschwerden“ suchen. Das Resultat weckt Heiterkeit, denn das bietet man mir zur Auswahl an:

Altersbeschwerden beim Hund

Altersbeschwerden bei Katzen

Altersbeschwerden beim Mann

Ich habe meine gute Laune wieder. Kein Extraplatz für Frauen. Wehe, es verlangt  hier jemand nach der Frauenquote!

Zweimal aufgestanden

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Hier landete der Hubschrauber in der Neujahrsnacht.

Das erste Mal. Ich habe Silvester und Neujahr auf einem Schiff gefeiert und  verschlafen. Ich bin dabei zwischen Kiel und Oslo hin und her gefahren. In der Neujahrsnacht bin ich plötzlich aufgewacht, weil das Schiff einen Höllenlärm machte: Es hatte den Rückwärtsgang eingelegt. Das konnte ich durch das große Bullauge in meiner Heckkabine sehen. Du lieber Himmel? Rammen wir jetzt ein Schiff oder fahren gegen eine Insel? Ich suchte nach meiner Rettungsweste. Fand sie aber nicht. Mist, wir sollten uns doch am Fernseher über die Rettungsmaßnahmen informieren. Hatte ich aber nicht….Am dunklen Nachthimmel tauchte plötzlich ein Hubschrauber auf. Ein Hubschrauberdeck hatten wir an Bord. Es lärmte noch einmal über dem Schiff. Dann hatte ich den Eindruck, dass der Hubschrauber landete und kurz darauf wieder startete. Ich kroch wieder in  meine Koje, mit dem festen Vorsatz, mich morgen um die Rettungsvorschriften zu kümmern.

Was war in dieser Nacht passiert? Am nächsten Morgen erfuhr ich, dass ein Passagier krank geworden war,  und der Hubschrauber hatte ihn zum Krankenhaus geflogen. Für mich war das ein guter Start in das neue Jahr, denn es hat mich daran erinnert, dass sich in unserer Gesellschaft Menschen bereit halten, um zu helfen, wenn jemand in Not ist.

Das zweite Mal. Ich habe zu Weihnachten eine Karte zum Neujahrskonzert in der Philharmonie in  Luxemburg  bekommen.  Ich habe mich darüber sehr gefreut, denn mir gefällt das großartige Philharmonie-Gebäude sehr und das Programm paßte auch zu meiner Stimmung, denn es begann mit einer Ouvertüre von Rossini und endete mit dem Johann Strauss Walzer An der schönen blauen  Donau. Warum ich das hier erzähle, kommt jetzt:

Konzertanfang sollte um 20 Uhr sein. Doch Gustavo Gimeno hob nicht den Taktstock, stattdessen erhob sich das Publikum. „Ist das eine Rettungsübung?“, dachte ich sofort und stand auch auf,  doch meine Nachbarin flüsterte mir zu: „Der Großherzog von Luxemburg  hat Platz genommen“.

So ein kleines Land mit soviel Tradition! Diesmal kam mir mein Aufstehen ein bisschen überflüssig vor. Oder fehlt mir als Deutsche etwas? Sollte ich mir vielleicht unseren alten Kaiser Wilhelm ( nicht den letzten, den ersten) zurück wünschen?

Zweimal bin ich zu Anfang dieses Jahres aufgestanden und zwei Mal gab es gute Gründe. Über den letzten Grund denke ich noch ein bisschen weiter nach.

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In diesem kleinen Buch steht manches, was Martin Luther gesagt hat.

Mein erster Artikel im neuen Jahr sollte eigentlich ein Rückblick auf 2016  sein.  Doch dann ist mir eingefallen, dass wir in diesem Jahr daran erinnern, dass vor 500 Jahren die Reformation begann. Martin Luther verschickte im Oktober 1617 an die zuständigen Bischöfe seine 95 Thesen zur Ablassfrage und setzte damit eine öffentliche Auseinandersetzung in Gang, die schließlich zur Spaltung der Kirche führte. Doch ich verbinde noch mehr mit seinem Namen: Martin Luther hat sich in mein ganzes Leben eingemischt! Er war es nämlich, der vor 500 Jahren festlegte, wie  Protestanten leben sollen, und weil  meine Vorfahren  seiner Lehre folgten, bin ich auch mit seinen Leitbildern aufgewachsen:

Protestanten sollen fleißig sein. Bin ich, wenn ich im Garten arbeite. Wir sollen sparsam sein. Bin ich, wenn ich wieder einmal mit einem Sonderangebot nach Hause komme.  Wir sollen uns bilden. Mache ich. Bücher dazu stehen im Schrank und Google kenne ich auch. Luther liebte die Musik. Ich bin ihr zugetan, denn ich besuche Oper und Konzert  für mein Leben gern.

Sonst noch was? Ein  paar Luther-Zitate fehlen noch. Aber woher nehmen?

Ich habe vor ein paar Jahren das kleine Reclam-Buch „Luther zum Vergnügen“ in einer Buchhandlung gefunden, und es ist zum freundlichen Begleiter für mich geworden. Diese Zitate über Frauen habe ich darin gefunden:

Bei der Frau finden sich viele gute Eigenschaften zugleich: der Segen des Herrn, Nachkommen, die Vertrautheit mit den Dingen, welche alle so groß sind, dass sie einen Menschen erdrücken könnten…

Es ist kein Rock, der einer Frau oder Jungfrau so übel ansteht, als wenn sie klug sein will.

Wieso beschäftige ich mich eigentlich mit diesem Mann? – – Weil es diese Sorte Mann immer noch gibt und weil sie immer noch von Frauen geliebt werden.

Hier mache ich erst einmal Schluss. Mit diesem Zitat:

Man dient Gott auch durch Nichtstun, ja durch nichts mehr als durch Nichtstun.

Haben Sie in diesem Punkt wirklich Recht, Herr Luther?

Mein Weihnachtsgedicht

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Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,

 Stll erleuchtet jedes Haus,

 Sinnend geh´ ich durch die Gassen,

Alles sieht so festlich aus.

Das ist die erste Strophe des Weinachtsgedichtes von Joseph Freiherr von Eichendorff ( 1788-1857 ). Sie ist mir wieder eingefallen, als ich gestern durch eine Straße ging, in der einige von diesen alten Häusern stehen. Jedem Haus sieht man an, dass seine Bewohner gern darin leben und dass sie Weihnachten feiern. Wie es vor 200 Jahren Eichendorff beschrieben hat.

Damit wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern gesegnete Weihnachten.

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Schöne Schuhe aus meinem Schrank – Wie alt sind sie?

Im FAZ-Magazin wurden kürzlich Schuhe mit hohen und bunten Absätzen als Highlights gezeigt. Nichts Neues für mich. Die waren schon einmal modern. Vor dreißig, vierzig Jahren. Das soll die jungen Blattmacher nicht stören. Was neu aussieht ist für sie auch neu. Wo mit ich jetzt wieder einmal beweisen kann, dass ich richtig alt bin, denn :“Das hat es alles schon einmal gegeben“, musste ich mir als Jüngere früher auch anhören, und ich habe mich auch nicht um diesen Seniorenspruch geschert. Ihre Vergangenheit war meine Gegenwart. Heute ist es eben umgekehrt.

Aber sind meine alten Schuhe nicht schön? Und sie verraten auch etwas: Viel getragen habe ich sie nicht, denn sie sehen fast neu aus. Vielleicht trage ich ein Paar davon auf der nächsten Weihnachtsfeier….

 

 

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