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Beiträge mit Schlagwort ‘Sonntag’

Die Woche vor Ostern

Warum die Feiertage? – Meine Antwort für Marie

Marie fragt mich, warum wir Ostern feiern. Das Kind besucht mich manchmal, wenn Papa und Mama überall Unruhe verbreiten. Stress haben. Eine schnelle Antwort fällt mir nicht ein. Doch vor mir liegt die „Bremer Kirchenzeitung“, gerade verteilt durch die Tageszeitung. „Gesegnete Ostern“ steht auf dem Titelblatt. Finde ich jetzt die schnelle Antwort? Nein. Doch dann zieht Marie meine Kinderbibel aus dem Bücherregal. Und ganz am Ende finden wir die Antwort. Zusammen lesen wir, dass Jesus in der großen Stadt Jerusalem Geschichten vom Himmelreich erzählte. Und dass das den Hohen Priestern  nicht gefiel. Sie wollten Jesus töten lassen. Judas, einer von Jesus zwölf Jüngern, wollte den Hohen Priestern verraten, wo sie Jesus leicht festnehmen konnten. Dafür sollte Judas  dreißig Silberstücke bekommen.

Gründonnerstag

Gründonnerstag, der Tag vor Karfreitag, erinnert daran, dass Jesus, einen Tag bevor er ans Kreuz geschlagen wurde, noch einmal mit seinen Jüngern zusammen gegessen hat. „Einer von euch, der hier mit am Tisch sitzt, wird mich verraten“, hat er bei diesem Abendmahl gesagt.

Karfreitag

Nach dem Essen ging Jesus mit drei Jüngern auf den Ölberg, um zu beten. Dort nahmen ihn bewaffnete Männer fest. Judas hatte ihnen  gesagt: „Ich küsse Jesus, dann wisst ihr, wen ihr festnehmen müsst.“ Und so geschah es. Als Jesus vor den Hohen Priestern stand, fragte man ihn, ob er wirklich der Sohn Gottes sei. „Ja, ich bin es“, antwortete Jesus. „Das ist Gotteslästerung,  niemand kann der Sohn Gottes sein“, erklärten die Priester. Dann wurde Jesus zu Pilatus gebracht, der den römischen Kaiser in Jerusalem vertrat. Nur Pilatus durfte jemanden zum Tod verurteilen. Doch Pilatus wollte die Hohen Priester nicht  verärgern und gab den Befehl, Jesus an das Kreuz zu schlagen . So geschah es. Abends war Jesus am Kreuz gestorben. Ein reicher Mann kam und nahm, zusammen mit Freunden, Jesus vom  Kreuz, wickelte in ein weißes Laken und legte ihn in ein Grab.

Ostern

Zwei Tage später, es war Sonntag, machten  sich drei Frauen auf den Weg, um das Grab von Jesus zu besuchen. Doch als sie ankamen, war das Grab leer. Ein Engel stand dort: „Fürchtet euch nicht“, sagte er, “ Jesus ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden.“

Darum ist Ostern  ein Fest, an dem man sich freuen darf. Und lachen darf. Und Witze erzählen darf. Diese Botschaft habe ich dann doch – beim nächsten Blättern – in der Kirchenzeitung gefunden. Jörg Mosig erklärt darin, dass zur Osterfreude früher das Osterlachen gehörte. Auch im Gottesdienst. Dazu erzählte der Pastor lustige Geschichten von der Kanzel.

Das gefällt Marie und mir, und wir fangen an, uns Witze zu erzählen. Marie ist dieser eingefallen:

„Anna fragt: „Papi, Papi, wo ist denn Australien?“ „Keine Ahnung. Deine Mutter hat aufgeräumt.“

Mein Lieblingswitz aus Kindertagen: „Die Mutter ruft: Klein Erna, komm, Füße waschen. Ich brauch die Schüssel für Salat.“

Zusammen angesehen haben wir uns „Die große Ravensburger Kinderbibel“. Erzählt von Thomas Erne, mit Bildern von Ulises Wensell.

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Sonntag ist es wieder soweit: Wir bekommen eine Stunde geschenkt

Die Winterzeit beginnt – Alle Uhren werden umgestellt

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So will es das Gesetz: Am letzten Sonntag im Oktober beginnt in allen Staaten der Europäischen Union die Winterzeit. In der Nacht werden die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Damit sind wir wieder bei der Normalzeit angekommen. Erst am letzten Sonntag im März müssen wir uns wieder auf die Sommerzeit einstellen.

Nicht jedem behagt das. Untersuchungen haben ergeben, dass jeder dritten Frau im Herbst die Zeitumstellung zu schaffen macht. Laut DAK-Umfrage brauchen die Frauen mehrere Tage, um sich daran zu gewöhnen. Bei den Männern ist es nur jeder Fünfte.

Es gab noch andere Zeiten

Dabei können wir froh sein, dass es diese klare Regelung gibt. Früher mussten sich die Menschen  in einem regelrechten Zeitwirrwarr zurechtfinden. Es gab nämlich in Deutschland bis Ende des 19. Jahrhunderts keine einheitliche Uhrzeit. Stattdessen gliederten an vielen Orten  die Kirchen mit ihrem Glockengeläut die Tageszeit.  Das änderte sich erst allmählich, als die Eisenbahn erfunden war und die Industriearbeiter nicht mehr kommen und gehen sollten, wie es ihnen passte.

Ein Arzt protestiert

Nicht jeder ist mit dieser Zeiteinteilung zufrieden. Der Arzt Dr. Hubertus Hilgers hat an den Petitionsausschuss des Bundestages einen Antrag geschickt, in dem er die Abschaffung der Sommerzeit fordert. Im Internet hat er bereits 6125 Unterstützer gefunden, davon 5542 in Deutschland.(Stand am Mittwoch, 23. Oktober, 23.05 Uhr)

Die Atomuhr funkt

 Ich wäre nicht traurig, wenn die Zeitumstellung ausbliebe. Mir macht sie auch zu schaffen. Doch ich weiß schon jetzt, dass ich am Sonntag wieder ganz gespannt durch die Wohnung laufen werde, um zu sehen, ob unsere Funkuhren die neue Zeit anzeigen. Ohne mein Zutun. Ausgelöst durch die Atomuhr in Braunschweig. Ein kleines Wunder.

 

 

 

 

 

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