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Mein perfektes Steak

Langweiliger Tag      Scharfer Pfeffer      Heiße Teller

Der Tag droht langweilig zu werden: keine Freunde in Sicht, keine Einladung, keine Lust auf Theater, Spaziergang ober Shopping. Darum kommt wieder einmal meine Eigenrettung zum Zuge. Ich stelle mich selbst in Frage. Diesmal sollen es meine Kochkünste sein. Ich werde heute meine Steaks nach dem Rezept von Professor Gerd Klöck braten.

 Mein Rezept bis heute: in der Pfanne Margarine heiß werden lassen, gewürzte Steaks von beiden Seiten anbraten und dann? Herausnehmen. Aber wann? Bei mir  immer Glückssache. Ein Ende damit. Der Professor soll es richten.

Und das geht so:

Gutes Fleisch kaufen. Nicht direkt vom Kühlschrank in die Pfanne legen, sondern vorher herausnehmen und etwas ruhen lassen. Mit Küchenpapier abtupfen und in heißem Fett von beiden Seiten anbraten.

Dafür nimmt man eine schwere Pfanne und läßt darin Butterschmalz und Öl heiß werden. Je nach Dicke (pro Zentimeter eine Minute) auf jeder Seite braten lassen. Mit weniger Hitze jede Seite noch zwei bis drei Minuten braten lassen. Das Steak ist durchgebraten, wenn es sich nicht mehr eindrücken läßt.

Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer,  am besten am Ende der Bratzeit. Pfeffer, so der Professor, soll nicht mit braten, weil er bitter wird. Dann nimmt man die Steaks aus der Pfanne, wickelt sie in Alufolie und schiebt sie auf vorgewärmte Teller in den vorgewärmten Backofen.

Was habe ich gelernt?

Am bestenist die Idee, das Fleisch in Alufolie gewickelt im warmen Ofen ruhen zu lassen. So kann man ohne Hast die Beilagen auf den Tisch bringen. Und ich habe mich über das gut gebratene Fleisch auf dem warmen Teller gefreut. Das mache ich weiter so.

Das Zwischenergebnis und die Utensilien. Der Hingucker: Frische Petersilie aus eiskaltem Garten.

Der Pfeffer ist tatsächlich richtig scharf, wenn man ihn erst zum Schluß auf das Fleisch streut. Auch das werde ich übernehmen.

Die Fettmischung hat mir nicht gefallen. Viel zu viel Spritzerei. Ich werde weiter mit Margarine braten.

Die Garprobe kenne ich. Nur um die Zeitvorgaben habe ich mich nie gekümmert. Ich werde in Zukunft besser mit meinem Herdwecker zusammenarbeiten. Und ich werde die Steaks auch nicht mehr direkt vom Kühlschrank in die Pfanne tun.

Und das muß auch noch gesagt werden:

Gerd Klöck ist Professor für Biologie und Chemie an der Hochschule Bremen. Das Rezept habe ich  in der Bremer Tageszeitung „Weser-Kurier“ gefunden. Aufgeschrieben hat es  Jürgen Beermann.

Mein Sonntagsessen am 12. Februar 2012

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