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Beiträge mit Schlagwort ‘Ostern’

Fröhliche Ostern

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Überraschung im Garten

Seit rund zehn Jahren steht diese Kamelie in meinem Garten. Sie hat jedes Jahr geblüht, aber noch nie so schön und auch noch nie passend zum Osterfest. Ich habe sie geschenkt bekommen, weil ich ein paar Jahre lang in  einer Kita Kindern Geschichten aus der Bibel, dem Alten Testament, erzählt habe. Die Kita gehörte zur katholischen Kirche, die Leiterin war Protestantin. Gelebte Ökumene also .Die  waren immer bunt gemischt. Viele Jungen und Mädchen waren dabei, deren Vornamen ich noch nie gehört hatte. Auch muslimische Kinder saßen mit am Tisch. Anschließend haben alle ein  Bild zu der Geschichte gemalt. Nach sechs Wochen erhielt jedes Kind eine Mappe mit seinen Bildern und meinen Geschichten dazu.

Ich habe die Geschichten in meinen Worten erzählt und dazu Bilder gezeigt, damit das Geschehen anschaulich wurde. Fröhliche freie Kunst entwickelte sich zum Beispiel, als ich die Paradies- und Schöpfungsgeschichte erzählt habe: Die Kinder malten den dunklen Anfang oder füllten  ihr Blatt mit gelbem Sonnenschein, „denn die Sonne ist die größte…“ Heitere Stimmung herrschte, als ich die Geschichte von er Arche Noah erzählte. Auf einem Bild dazu schaute  eine Giraffe aus der Luke, auf ihrem Kopf saß eine kleine Ente.

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Die Woche vor Ostern

Warum die Feiertage? – Meine Antwort für Marie

Marie fragt mich, warum wir Ostern feiern. Das Kind besucht mich manchmal, wenn Papa und Mama überall Unruhe verbreiten. Stress haben. Eine schnelle Antwort fällt mir nicht ein. Doch vor mir liegt die „Bremer Kirchenzeitung“, gerade verteilt durch die Tageszeitung. „Gesegnete Ostern“ steht auf dem Titelblatt. Finde ich jetzt die schnelle Antwort? Nein. Doch dann zieht Marie meine Kinderbibel aus dem Bücherregal. Und ganz am Ende finden wir die Antwort. Zusammen lesen wir, dass Jesus in der großen Stadt Jerusalem Geschichten vom Himmelreich erzählte. Und dass das den Hohen Priestern  nicht gefiel. Sie wollten Jesus töten lassen. Judas, einer von Jesus zwölf Jüngern, wollte den Hohen Priestern verraten, wo sie Jesus leicht festnehmen konnten. Dafür sollte Judas  dreißig Silberstücke bekommen.

Gründonnerstag

Gründonnerstag, der Tag vor Karfreitag, erinnert daran, dass Jesus, einen Tag bevor er ans Kreuz geschlagen wurde, noch einmal mit seinen Jüngern zusammen gegessen hat. „Einer von euch, der hier mit am Tisch sitzt, wird mich verraten“, hat er bei diesem Abendmahl gesagt.

Karfreitag

Nach dem Essen ging Jesus mit drei Jüngern auf den Ölberg, um zu beten. Dort nahmen ihn bewaffnete Männer fest. Judas hatte ihnen  gesagt: „Ich küsse Jesus, dann wisst ihr, wen ihr festnehmen müsst.“ Und so geschah es. Als Jesus vor den Hohen Priestern stand, fragte man ihn, ob er wirklich der Sohn Gottes sei. „Ja, ich bin es“, antwortete Jesus. „Das ist Gotteslästerung,  niemand kann der Sohn Gottes sein“, erklärten die Priester. Dann wurde Jesus zu Pilatus gebracht, der den römischen Kaiser in Jerusalem vertrat. Nur Pilatus durfte jemanden zum Tod verurteilen. Doch Pilatus wollte die Hohen Priester nicht  verärgern und gab den Befehl, Jesus an das Kreuz zu schlagen . So geschah es. Abends war Jesus am Kreuz gestorben. Ein reicher Mann kam und nahm, zusammen mit Freunden, Jesus vom  Kreuz, wickelte in ein weißes Laken und legte ihn in ein Grab.

Ostern

Zwei Tage später, es war Sonntag, machten  sich drei Frauen auf den Weg, um das Grab von Jesus zu besuchen. Doch als sie ankamen, war das Grab leer. Ein Engel stand dort: „Fürchtet euch nicht“, sagte er, “ Jesus ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden.“

Darum ist Ostern  ein Fest, an dem man sich freuen darf. Und lachen darf. Und Witze erzählen darf. Diese Botschaft habe ich dann doch – beim nächsten Blättern – in der Kirchenzeitung gefunden. Jörg Mosig erklärt darin, dass zur Osterfreude früher das Osterlachen gehörte. Auch im Gottesdienst. Dazu erzählte der Pastor lustige Geschichten von der Kanzel.

Das gefällt Marie und mir, und wir fangen an, uns Witze zu erzählen. Marie ist dieser eingefallen:

„Anna fragt: „Papi, Papi, wo ist denn Australien?“ „Keine Ahnung. Deine Mutter hat aufgeräumt.“

Mein Lieblingswitz aus Kindertagen: „Die Mutter ruft: Klein Erna, komm, Füße waschen. Ich brauch die Schüssel für Salat.“

Zusammen angesehen haben wir uns „Die große Ravensburger Kinderbibel“. Erzählt von Thomas Erne, mit Bildern von Ulises Wensell.

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