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Beiträge mit Schlagwort ‘Ferien’

50 Meter über Bremen – Riesig!

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Ich bin mit meinen Enkelkindern im Riesenrad gefahren. Es ist wirklich ein riesiges Rad, das einen fünfzig Meter in die Höhe trägt. Zweimal im Jahr kann man in Bremen dieses Vergnügen haben: Zum Freimarkt im Herbst und zur Osterwiese, die  eine Woche vor Karfreitag beginnt und dann sechzehn Tage für Spaß und Unterhaltung sorgt. In diesem Jahr waren die Buden und Karussells nicht immer geöffnet, denn auch in Bremen hat der Sturm gewütet Mir ist die Rundreise übrigens gut bekommen. Meinen Enkelkindern auch. Billig war das Vergnügen  nicht, fünf Euro pro Person kostete der Platz  in der Gondel. Die Fotos hat meine Enkelin mit ihrem Smartphone  gemacht.

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Blick aus der Gondel über die Osterwiese.

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32° im Schatten!

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Kalenderblatt. Ausgedacht von meiner Enkelin (11).

Ein Lied und drei Regenwürmer

Geschichte zum Vorlesen    –    Für Kinder auf Besuch  –

Jetzt ist Ferienzeit. In den Fußgängerzonen und Einkaufszentren sieht man Großeltern mit ihren Enkelkindern zuhauf. Auch ich habe Besuch. Meine beiden Kindergartenkinder lassen sich gern von mir Geschichten erzählen. Und ich denke mir gerne welche aus. Inzwischen habe ich schon eine ganze Serie in meinem Archiv. In den Geschichten dreht sich alles um die kleine Ente Schnabelfix. Chili-Ente ist ihre Freundin und Bodo-Ente der freche Bruder. Für Ordnung sorgen Mimi die Kuh und Schwan Manfred. 

Um diese Drei dreht sich in dieser Geschichte alles. Gemalt haben sie meine zwei großen Ferienkinder.

KleeblattEin Lied und drei Regenwürmer

Mimi, die Kuh, steht auf ihrer Weide und langweilt sich. Sie ist satt bis oben hin, und sie sieht niemanden weit und breit, mit dem sie sich ein bisschen unterhalten könnte. Doch dann hört sie die kleine Ente Schnabelfix und Cilli-Ente schnattern. “Muh”, macht Mimi, die Kuh, und das soll heißen: “Kommt mal”.

Zusammen singen

Die beiden kleinen Enten watscheln aufgeregt um die große Kuh herum. „Willst du mit uns spielen?”, fragen sie
“Mm”;  macht Mimi, die Kuh. “Das geht wohl nicht. Dafür bin ich zu groß. Aber ich weiß etwas: Wir singen zusammen.” “Au, ja”, freuen sich die beiden kleinen Enten, “wir singen ‚Alle meine Entchen‘ zusammen.” “Muh”, macht Mimi, die Kuh. Hört sich das wie ein Lied an? “Muh”, macht Mimi, die Kuh, noch einmal, doch der Ton wird nicht besser. “Ist nicht schlimm”, sagt die kleine Ente Schnabelfix, “dann singen Cilli und ich, und du schlägst mit deinem Schwanz den Takt dazu”. Und schon geht das Konzert los.

“Alle meine Entchen schwimmen auf dem See ,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen unter Wasser,
Schwänzchen in die Höh”,

klingt es über die Weide. Doch plötzlich ist da noch jemand, der singt

“Alle meine Schlendchen schlendern auf dem See…”.

Der freche Bruder

“Das ist Bodo”, sagt die kleine Ente Schnabelfix. “Der will uns ärgern, darum singt er falsch.” Und tatsächlich, da kommt Bodo-Ente angewatschelt und singt frech und falsch:  

                                      Pöttchen  unter Wasser, Kränzchen in die Höh.”

“Komm hier mal her”, sagt Mimi, die Kuh streng. “Deine Schwestern singen das schöne Enten-Lied, und du störst dabei. Das tut man nicht.” Bodo-Ente watschelt um Mimi herum und singt ein bisschen leiser:                                                                                                                                                                                                   “Schlendchen, Entchen, Blötchen…”

Im Geheimen muss Mimi die Kuh, ein bisschen lachen, denn so lustige Wörter hat sie noch nie gehört. Doch dann sagt sie: “Bodo-Ente, wenn du schön mitsingst, dann bekommst du zur Belohnung einen dicken, fetten Regenwurm”. Regenwürmer mag Bodo-Ente für sein Leben gern und darum singt er nun laut und richtig mit:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh.

Als das Lied fertig ist, hebt Mimi, die Kuh, ihren rechten Fuß und tatsächlich ringeln sich darunter drei Regenwürmer, für jede Ente einen.

Dann fliegt Bodo-Ente davon. Hoch oben in der Luft singt er:

Alle meine Schwendchen schlendern auf dem See, schlendern auf dem See, Pöttchen unter Wasser, Kränzchen in die Höh”.

“Na warte,”sagt Mimi, die Kuh, “beim nächsten Mal bekommst du nur einen halben Regenwurm”.

„Ritzi liegt am Badestrand….“

Nordseeinsel Spiekeroog: der Badestrand.

Ich sitze mit meiner kleinen Enkelin  im Strandkorb. Mit ihren Eltern zusammen verbringe ich ein paar Urlaubstage auf Spiekeroog. Wir beide sehen zu, wie die Flutwellen immer näher kommen. Anna ist drei Jahre alt. Sie fragt noch nicht viel, aber sie kann gut zuhören und merkt sich eine Menge. Gedankenverloren läßt sie ihre kleinen Beine hin und her pendeln und singt vor sich hin:

Ritzi liegt am Badestrand.

Hat sich den Arsch verbrannt.

Will Fische seh´n.

Mag untergehen.

Kauft sich ´ne Pistole.

Schießt sich alleine tot.

Ist ´n Vollidiot.

Ich lache und schüttel den Kopf. „Wer hat Dir das denn beigebracht?“ „Jacob, mein Freund . In Spielkreis.“ Vergnügt blickt sie zu mir hoch. Dann setzt sie noch einmal an:

„Verliebt, verlobt, verheiratet, geschieden. Wieviel Kinder willst Du kriegen?“

Ich bin froh, dass ich nicht antworten muss, denn Anna rutscht aus dem Strandkorb und läuft Papa und Mama entgegen. Ihre Welt ist in Ordnung.

Mir fallen meine alten Kinderreime ein. Mit Hingabe habe ich gesungen: „Fuchs, du hast die Gans gestohlen. Gib sie wieder her. Sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr….“ Und ein bisschen Sehnsucht schwang immer mit, wenn „Dornröschen war ein schönes Kind“ im Kreis gesungen wurde, denn am Ende kam der Königssohn und feierte mit Dornröschen das Hochzeitsfest.

 

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