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Archiv für die Kategorie ‘Weihnachten’

Zum zweiten Advent

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„….Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“

Das soll mein Motto für die Vorweihnachtszeit sein. Wie ich darauf gekommen bin? Durch´s Zeitungslesen, denn dadurch habe ich erfahren. dass Peter Sloterdijk das Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery  neu übersetzt hat. Ein guter Grund, das kleine Buch wieder einmal  in die Hand zu nehmen und nach dem berühmten Satz zu suchen. Gefunden habe ich ihn  im 21. Kapitel, in dem ein Fuchs die Hauptrolle spielt. Er gibt dem kleine Prinzen diesen Rat  mit auf den Weg. Ein 3D-Animationsfilm dazu wird ab dem 10. Dezember in  den Kinos gezeigt.

 

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Noch eine schöne Weihnachtsgeschichte

Die Schülerfirma „Crazy Factory“ spendet Geld für ein Kinderheim in Peru

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Der kleine Weihnachtsmarkt vor meiner Haustür dauerte nur fünf Tage, doch es war ein guter Test für Schülerinnen und Schülern des 9. und 10. Jahrgangs der Gerhard-Rohlfs-Oberschule, Vegesack. Sie haben nämlich die „Crazy Factory“ gegründet, um schon  in der Schule zu lernen, wie man eine Gechäftsidee unter die Leute bringt. Ihre Idee: Sie stellen schöne kleine Dinge aus Stoff, Filz und Wollle her. Immer auf Lager: Filzseifen, Körnerkatzen und Schlüsselanhänger. Dazu kommen noch Dinge passend zur Jahreszeit und zu Feiertagen. Und das Allerbeste daran: Sie rcyceln, um die Umwelt zu schonen. Aus Alt wird Neu. Das geht zum Beispiel so: Der Direktor spendet sein Oberhemd. Daraus werden dann ein liebes Pferdchen  und aus den Ärmelmanschetten zwei kleine Geschenkbeutel. Aus leeren Schokoladeneinwickelpapieren entstehen  kleine Taschen.

Alles was die Firma einnimmt und – nach Abzug aller Kosten übrig bleibt –  wandert aber nicht in die Taschen der Beteiligten, sondern geht als Spende an ein Kinderheim in Peru. Auf meinem Foto sind Leyla und Merrit zu sehen. Doch sie sind nicht allein. Ganz in  der Nähe ist ihre Lehrerin, Frau Seitz-Michalek. Sie leitet den Kursus. Als ich sie kennenlerne, sehen alle Drei  so fröhlich aus, dass mir ganz von allein der bekannte Spruch „Geben ist seliger als nehmen“ einfällt. Doch was Johann Wolfgang Goethe gesagt haben soll, passt hier noch besser: „Nur der ist froh, der geben mag.“

Puppenkleider für artige Mädchen

 Seniorinnen erinnern sich an ihre Kindheit – Ihr schönstes Weihnachtsgeschenk

Die Seniorinnen treffen sich regelmäßig, um ihre Englischkenntnisse aufzufrischen. Sie haben eine Lehrerin engagiert, die für Diskussionsstoff sorgt. Jetzt – vor Weihnachten – liegt das Thema in der Luft. „Was war für Sie das schönste Weihnachtsgeschenk in ihrer Kindheit?“, fragt sie die acht alten Damen. Das Schweigen zieht sich hin.

Dann meldet sich Anna zu Wort: „Das war nach dem Krieg. Meine Eltern hatten kein Geld. Wir waren sieben Kinder. Ich war  drei Jahre alt und wünschte mir ein Dreirad. Für meine Eltern ein unerfüllbarer Wunsch. Doch ich bekam ein Dreirad. Von meiner ältesten Schwester. Sie hatte Geld beim Kartoffellesen verdient. Dafür hat sie mir das Rad gekauft. Ich war selig und sehe mich noch heute meine Runden mit dem Dreirad drehen. Auf der Diele. Und meine Schwester sagt, dass das ihre schönste Freude gewesen wäre.“

Nun fällt auch Dorle etwas ein. „Meine Schwester und ich haben am Nikolaustag unsere Puppen immer nackedei auf die Treppe gesetzt. Meine Mutter versprach nämlich, dass die Puppen zu Weihnachten neue Kleider bekommen würden. Am nächsten Morgen waren die Puppen immer verschwunden. Und meine Mutter hatte ein gutes Faustpfand in der Hand, denn wenn wir in der Vorweihnachtszeit nicht artig waren, drohte sie: Der Weihnachtsmann bringt für eure Puppen keine neuen Kleider, wenn….“.

Ilses Geschichte muss auch noch erzählt werden: „Ich war wohl drei Jahre alt. Ich hatte zu Weihnachten einen Bilderbaukasten bekommen. Quadratische Blöcke, mit verschiedenen Bildern, die wie ein Puzzle zusammengesetzt werden mussten. Ein schönes Geschenk. Mitten im Krieg. Das konnte ich natürlich nicht ahnen. Ich fand den Baukasten nämlich erst spannend, als sich mein Onkel – Soldat im Weihnachtsurlaub –   zu mir unter den Weihnachtsbaum setzte, und die Blöcke so aufeinander schichtete,  dass ein Brunnen entstand. Jetzt fehlte nur noch Wasser. Auch dafür hatte er eine Lösung: Er ließ Lametta vom Baum in den Brunnen rieseln, das wie Wasser im Sonnenschein glitzerte. Ich habe dieses schöne Spiel bis heute nicht vergessen.“

Leider ist mein Englisch immer noch nicht so gut, dass ich flüssig sprechen und schreiben kann, darum habe ich diese kleine Geschichte nicht in Englisch geschrieben, wie es doch eigentlich passend gewesen wäre. Dieser Gedanke hat mich aber nicht in Ruhe gelassen, und ich  habe den Google-Übersetze in Anspruch genommen. Ich finde, er hat seine Sache gut gemacht. Hier das Ergebnis:

Dolldresses for brave Girls.  Seniors remember their childhood – The best Christmas presents

The seniors meet regularly to refresh their knowledge of English . They have hired a teacher who provides material for discussion . Now – before Christmas – is the theme in the air. “ What was the best Christmas present in her childhood ? “ She asks the eight old ladies .

Then Anna speaks up : „That was after the war , my parents had no money , we were seven children. I was three years old and wished me a tricycle, for my parents an impossible request , but I got a tricycle from . . . my oldest sister.  She was earning. She  bought me the tricyclel . I was blessed . And my sister says that it would have been her greatest joy . “

Now also Dorle thinks of something . “ My sister and I have our dolls set on St. Nicholas always nacked on the stairs. My mother promised  that the dolls would get for Christmas new clothes. The next morning the dolls were gone forever . And my mother had a good bargaining chip in the hand , because if we were not nice during the festive season , she threatened that Santa does not bring any new clothes for our dolls if …. “ .

Margaret’s story must also be told :
„I was probably three years old, I had received for Christmas  picture modular square blocks , with different images that had to be assembled like a jigsaw puzzle. I found the kit in fact only exciting, as my uncle –  a soldier in the Christmas holiday –   puts bloks and piled one another so that a fountain was formed. „Now we need water“, he said and put pieces from the  tinsel on the tree  into the fountain , which sparkled like water in sunshine. I have not forgotten the beautiful game. „

Fröhliche Weihnachten – vorbei…

Alle Geschenke sind auspackt…

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Ich  sehe dem neuen Jahr entgegen. Mit ein paar Schmerzen im Bein, aber immer noch schwimmfähig!

 

Auch Josef und Maria machten sich auf den Weg

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Wann wird die Krippe aufgestellt?

Jedes Jahr vor Weihnachten wird in meiner Familie gefragt, wann die Krippe aufgestellt werden soll. Heiligabend? Oder schon am ersten Adventssonntag? In meiner Kinderzeit stand die Krippe immer erst am Heiligabend unter dem Tannenbaum. In einer anderen Familie wird sie schon am 1. Advent aufgestellt. Aber nicht vollständig. Josef und Maria stehen weit weg. Jeden Tag werden sie ein bisschen weiter geschoben. Dazu liest die Mutter ihren Kindern ein Stück aus der Weihnachtsgeschichte vor oder singt mit ihnen. Diese Idee hat meine Tochter aufgegriffen. Doch als sie von ihren Kindern vor ein paar Tagen gefragt wurde, warum Maria kein bisschen schwanger aussieht, hat sie Maria noch einmal gekauft: diesmal sitzt sie auf einem Esel, noch vor der Krippe. Nun stimmt das Bild für die Kinder:

Da machte sich auch auf Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazaret, in das jüdische Land, zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum, dass er von dem Hause und Geschlecht Davids war. Auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe. Die war schwanger….

Dieser Sonnenuntergang ist etwas Besonderes

tgb012121348kHeute, am  13. Dezember 2012,  ist die Sonne in Bremen schon um 16.07 Uhr untergegangen. So früh wie im ganzen Jahr nicht. Wieso nicht am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres?  Diese Frage ist im „Weser-Kuier“, der Tageszeitung für Bremen und Niedersachsen, passend zum Datum  beantwortet worden.

Ich habe mir das gemerkt:

Heute ist die Sonne um 8.31 Uhr aufgegangen, am 21. Dezember, zum Winteranfang, wird sie sechs Minuten später aufgehen und drei Minuten später untergehen. Das alles hängt mit der Umlaufgeschwindigkeit der Erde um die Sonne zusammen. Für mich war das ein guter Grund, um heute Nachmittag einen Spaziergang an der Weser zu machen, genau um 16.07 Uhr ist dann dieses Foto  entstanden.

 

Ein kleines Herz verschenken

Bastelvorschlag zu Weihnachten / „Für Knaben und Mädchen „

In meinem Bücherschrank steht ein Lese- und Bastelbuch, das über 100 Jahre alt ist. Leider ohne Erscheinungsdatum. Aber wenn mich nicht alles täuscht, ist es 1896 erschienen und hat da schon sein vierzigjähriges Jubiläum gefeiert. tgb012120907kEs trägt den Titel „Herzblättchens Zeitvertreib“, herausgegeben von Thekla Gumpert. Versprochen werden „Unterhaltungen für kleine Knaben und Mädchen zur Herzensbildung und Entwicklung der Begriffe“.

Zu meinem Erstaunen gibt es darüber auch schon einen Wikipedia-Eintrag. Danach war dieses Buch sehr erfolgreich und sehr modern. Weil ich gerade auf der Suche nach einem Bastelvorschlag zur Vorweihnachtszeit war, habe ich es noch einmal durchgeblättert und tatsächlich ein paar Vorschläge gefunden. Sie heißen „Beschäftigungstafeln“ und stammen von Marie Brückner. Auf einer schlägt sie vor, für Schokoladenplätzchen oder Bonbons eine Schachtel anzufertigen. Sie verspricht: „Sie ist nicht schwer herzustellen, wie du gleich sehen wirst“.tgb012120906k

Das soll das Kind tun: Zuerst aus Kartonpapier ein Herz ausschneiden (a). Dann einen 1 ½ Zentimeter breiten Kartonstreifen abmessen, so dass er einmal um das Herz passt (b). Den Streifen mit überwendlichen Stichen an das Herz nähen (c). „Nun hast du schon die Grundform der Schachtel. Das ging doch schnell, nicht wahr? Ganz ebenso, nur ein klein wenig größer, stellst du den Deckel her“, ermuntert Marie Brückner ihre kleinen Leser und Leserinnen.

Danach sollen sie gekrepptes Seidenpapier von außen nach innen über den Rand schlagen und von innen fest drücken. „Du kannst es bei (d) hergestellt sehen„. Damit die unregelmäßigen Ränder verdeckt sind, legt man ein Schreibpapier hinein. Dann schlägt sie vor, den Deckel noch mit einem Röschen aus Seidenpapier oder mit einem Bildchen zu schmücken. „So ist das kleine Werk fertig, und du kannst dein eigenes kleines Herz verschenken!“, heißt es am Ende der Anleitung.

Mein Herzblättchen will sich noch überlegen, ob es diese Schachtel bastelt. „Nur, wenn du den Rand annähst“, hat es zur Bedingung gemacht.

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Die Beschäftigungstafel

Weihnachten vor der Tür

Die Suche nach einem Happy End . Sieben Vorschläge

Die Senioren treffen sich regelmäßig, um ihre Englischkenntnisse aufzufrischen. Die Sieben haben eine Lehrerin engagiert, die für den Gesprächsstoff sorgen soll. Heute soll es weihnachtlich zugehen. Frau G., die Lehrerin, liest ihnen eine weihnachtliche Geschichte vor,  die in Australien spielt.

Erzählt wird von einer Familie, die in die Brüche geht, weil der Vater trinkt und sich weder um seine Frau, noch um seine beiden Töchter kümmert. Eines Tages verläßt die Frau mit den Töchtern das Haus. Ohne Vorwarnung und ohne ihre neue Adresse anzugeben. Der Mann fällt in eine tiefe Krise und entschließt sich, einen Alkoholentzug zu machen. Als er clean ist, versucht er seine Familie zu finden. Doch vergeblich, bis er ein paar Tage vor Weihnachten auf dem Titelbild seiner Zeitung seine Frau sieht, die in Sydney als Sportlerin geehrt worden war. Es dauert nicht lange, und er hat ihre Adresse herausgefunden. Heiligabend klingelt er an ihrer Haustür und als seine Frau ihm öffnet, sagt er nur: “ Entscheide du, ob ich herein kommen darf.“

Hier läßt Frau G. die Geschichte enden und fragt die sieben Senioren, was die Frau tun soll.  Zur Überraschung aller fallen die Urteile ganz unterschiedlich aus. Übersetzt aus dem Englischen klingt das so:

 „Nicht hereinlassen. Er wird wieder rückfällig“

 „Die Frau weiß gar nicht, das er clean ist. Sie soll ein neues Treffen vereinbaren“.

 „Sie sollte ihn herein lassen“.

 „Ja, herein lassen und in den Arm nehmen. Schließlich ist Weihnachten.“

 „Ach, was, das ist doch nur der Trick, am Weihnachtsabend an die Tür zu klopfen….“

„Richtig. Aber – wenn sie die Tür zu macht, ist auch ihr Weihnachtsfest verdorben.“

Das Ende lassen die Senioren offen, denn die Englisch-Sprechzeit ist um.  Sie wünschen sich „Happy Christmas“  und gehen nach Hause. Schließlich ist ihre Welt in Ordnung.

Ob jemand die richtige Antwort weiß?

Mein 1. Advent

  Die Kinder schmücken das Haus  .  Ein Engel verliert seinen Arm

Es ist 1. Advent. Ich bin allein zu Haus. Ein guter Grund, um die Kinder anzurufen. Womit sie wohl beschäftigt sind? Die fünfjährige Enkelin meldet sich. „Ist Mama da?“, frage ich. „Nein“. Ein langes Schweigen folgt. Ich frage: „Was macht ihr denn?“ Lange Pause. „Wir schmücken das Haus“. 

Später ruft die Mutter an. „Na,  ist das Haus schön geschmückt?“, frage ich. „Hör bloß auf“, stöhnt meine Tochter. „Die haben den ganzen Fernseher mit Kugeln zugehängt. Die Palme fällt gleich um, so viel Schmuck hängt an ihr. Aber eins ist süß: Sie haben auch die Engelkapelle aufgestellt. Dabei ist dem einen Engel der Arm abgefallen. Sie haben den Engel trotzdem aufgestellt und den Arm neben ihn gelegt. Alle drei haben mich so rührend schuldbewusst angesehen, dass ich gar nicht böse werden konnte. “

Der Arm ist ab. Gespielt wird trotzdem.

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