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Archiv für die Kategorie ‘Sommer’

In Bremen haben die Schulferien begonnen

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Erster Ferientag  in Bremen und Niedersachsen ist der letzte Tag im Juli. Am 10. September ist die schöne Zeit vorbei. Als Urlaubsfoto habe ich den Neptunbrunnen auf dem Domshof in  Bremen ausgesucht. Wie man sieht, kann man dort gut seine Zeit vertreiben. Und nachdenken. Neptun? Wer war das noch? Der Gott der Meere. Und weiter? Ich habe es nachgelesen:  Der Sage nach stürmt er mit Pferd und Wagen über die Wellen und kann mit seinem Dreizack, dem Zepter seiner Macht, Stürme erzeugen, Felsen sprengen, aber auch genauso schnell alles zur Ruhe bringen. Wer etwas über die Bilderfolge wissen möchte, kann das auf einer Bronzeplatte am Brunnen nachlesen. Der Brunnen wurde 1991  aufgestellt, von Waldemar Otto entworfen und gestaltet.  Die Bremer haben sich übrigens schon früh ein Bild von diesem Meeresgott gemacht, denn im Renaissance-Fries über  den Rathausarkaden findet man ihn auch  mit seinem Dreizack in der Hand.

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Unkraut in meinem Garten

Haushohe Siegerin: die Ackerwinde  –   Convolvulus arvenis

So, die Freudenfeiern zur Fußballweltmeisterschaft sind  beendet. Die Sieger sind längst zuhause. Jetzt ist dafür die Gelegenheit, hier eine ganz andere Siegerin vorzustellen: die Ackerwinde. Sie  ist die Unkrautsiegerin in meinem Garten! Sie  hat es geschafft, in meinem größten Rhododendronbusch ihre Blüten  bis in seine Spitze zu bringen.  Sie ist die Siegerin, weil in diesem Sommer die Ackerwinde überall in meinem Garten ihre Schlingen ausgebreitet hat. Das habe ich noch nie erlebt!  Da ich aber weiß, dass diese Pflanze gnadenlos ist und alles, was sie in ihre Schlingarme nimmt, am Ende kaputt macht, reiße ich sie aus, wo ich sie sehe.. Doch vermutlich bleibt die Ackerwinde Siegerin, denn sie ist ausdauernd, keimt das ganze Jahr hindurch. Die Einzelblüte blüht  einen Tag lang…Nur  Insekten freuen sich vermutlich über diese Invasion. In der Blüte rechts unten ist gerade eine dicke Hummel eingetaucht, um sich satt zu essen.

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Hurra! Hurra! Hurra!

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Geschafft! Deutschland ist Fußballweltmeister!

Weser-Herbst-Regatta 2013

Von Bremen-Vegesack nach Bremerhaven und zurück – Mit über 80 Segelbooten

Die Weser-Herbst-Regatta hat dieses Jahr am 24. und 25. August stattgefunden. Wir waren wieder mit unserem Motorboot dabei. Nicht auf der Regattabahn, sondern brav am Rand, als Begleitboot für Notfälle. Fazit: Keine besonderenVorkommen an beiden Tagen, aber eine Menge Gewinner.

Diesmal mussten alle Teilnehmer früh aufstehen. Um  5 Uhr gibt es Frühstück im Bootshaus des Vegesacker Wassersportvereins in Grohn, denn um sieben Uhr soll der erste Start vor Farge sein. Grund ist die Tide. Wer segelt, weiß, was das bedeutet:  Ablaufendes Wasser nutzt man, um nach Bremerhaven zu kommen und auflaufendes, um in Richtung Bremen zu fahren.

Wir sind schon einen Abend früher an Bord gegangen und haben dort geschlafen. Als wir um fünf Uhr aufstehen, ist der Himmel noch nachtblau, nur der Mond leuchtet. Doch im Bootshaus muss der Teufel los gewesen sein, denn als wir zum Frühstück kommen, ist der Tisch leer. Alles aufgegessen. Margot sitzt müde in der Ecke. Sie ist schon um zwei Uhr aufgestanden. Sie schüttelt nur den Kopf. „Das mache ich nun schon so viele Jahre. Aber Leute mit so viel Hunger hatte ich noch nie hier.“ Dann macht sie uns noch schnell einen Kaffee.

Wir fahren um sechs Uhr aus dem Grohner Hafen in die Lesum und Weser. Jetzt ist es hell. Der Mond steht aber immer noch am Himmel.

7.30 Uhr. Der Start vor Farge ist um eine halbe Stunde verschoben worden.
8.00 Uhr. Alle Boote sind unterwegs. Wir auch.
9.00 Uhr. Eine Jolle vor uns kentert. Doch die beiden Segler brauchen nicht lange, dann haben sie ihr Boot wieder aufgerichtet und segeln weiter.
10.30 Uhr. Mein Skipper an Bord rüstet seine Kamera auf und läßt mich ans Ruder. Was er eingefangen hat, folgt jetzt.

Nach dem Start

Nach dem Start

Der blaue Wimpel ist unser Ausweis: Wir gehören dazu.

Der blaue Wimpel ist unser Ausweis: Wir gehören dazu.

 In der Schleuse in Bremerhaven.

In der Schleuse in Bremerhaven.

Ich habe des Atem eingehalten.

Hart am Wind.
Im Trapez.

Im Trapez.

Wer erreicht als erster das Ziel?

Wer erreicht als erster das Ziel?

Geschichten aus meinem Alltag, neue Folge

Dreimal dazu gelernt: Jetzt kenne ich Josta, Arganöl und Chili

Josta. Die Nachbarin ist verreist. Jedes Jahr im Juli fährt sie von Bremen nach Bayern, um ihrer Mutter beim Marmeladenkochen aus Josta zu helfen. Die Nachbarin ist 63, die Mutter 83. Beide schwärmen von Josta, einer dunklen Beere, die leicht nach Stachelbeere schmeckt. Ich hatte den Namen noch nie gehört. Jetzt weiß ich, dass Josta eine Kreuzung aus schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere ist.

Arganöl. Ich hüte ein und soll für zwei Kinder kochen. Sie haben sich Schweinebraten mit Soße, Kartoffeln und Bohnen gewünscht. Als ich loslegen will, stelle ich fest, dass im Kühlschrank dieser Familie keine Margarine zum Fleischanbraten vorhanden ist. Ich suche nach Öl, finde aber auch das nicht. Ganz zum Schluss entdecke ich eine kleine Flasche mit der Aufschrift „Organic Argan Oil“, dazu arabische Schriftzeichen. Das Öl duftet angenehm. Das Schweinefleisch lässt sich gut damit braten und schmeckt anschließend wunderbar. Habe ich überhaupt schon einmal einen so guten Schweinebraten gegessen?
Später erfahre ist, dass Arganöl eine Delikatesse ist. Eine kulinarische Wunderdroge. Das Öl wird aus Argannüssen gewonnen. Die Argonbäume wachsen nur im Südwesten von Marokko. Daher ist das Öl teuer und kostet in Deutschland pro Liter um die 100 Euro. Selten war ich so verschwenderisch.
PS. Ich darf trotzdem zum Einhüten wiederkommen.

Chili. Ich habe Augustäpfel geschenkt bekommen und will daraus ein Chutney kochen. Im Rezept steht, dass auch eine rote Chilischote hineingehört, um das Chutney scharf zu machen. Im Supermarkt finde ich ein kleines Päckchen mit gelben und roten Habanero-Chili. Frisch. Was ich noch nicht weiß ist, dass das die schärfste Chili-Sorte auf dem Markt ist, etwa dreißig bis fünfzig Mal schärfer als Jalapeno-Chili (die man mit einer Füllung aus Käse zu Bier oder Wein reicht).
Ich habe eine Frucht in die Apfelmasse geschnitten, mir anschließend beim Probieren höllisch den Mund „verbrannt“ und die ganze Masse weggekippt. Zu feurig scharf. Ungenießbar. Nun weiß ich, dass es mindestens acht verschiedene Chilisorten gibt, alle unterschiedlich scharf.
Morgen koche ich ein neues Chutney. Wieder mit Habanero-Chili. Aber nur mit einem kleinen Stück!

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Die kleinen Chili-Biester. Sie sind sechs Zentimeter lang. Nur auf dem Frühstücksteller sehen sie groß aus.

32° im Schatten!

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Kalenderblatt. Ausgedacht von meiner Enkelin (11).

Sommerferien in Bremen und Niedersachsen

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Vom 27. Juni bis 7. August bleiben in Bremen und Niedersachsen die Schulen geschlossen. Es sind Sommerferien. Nun können Lehrer und Schüler ihre freie Zeit nach Herzenslust genießen.

Der Weser-Kurier hat nachgezählt: Knapp 65 000 Jungen und Mädchen haben heute, 26. Juni, in Bremen das Schuljahr beendet und Zeugnisse bekommen.

Mein Foto zeigt den Strand einer Nordseeinsel.

Geschichten aus meinem Alltag, neue Folge

Frecher Fuchs – Schönes Rot

 

 

 

Sechs Hühner ohne Kopf

In Bremen. Das gibt es heute wieder: Am Stadtrand von Bremen hält eine Familie sechs Hühner im Garten. Mit allem, was das Federvieh gern hat: freien Auslauf und einen Stall zum Übernachten. Die Hühner haben Familienanschluss, denn ihr Stall wird abends erst abgeschlossen, wenn alle Tiere eingekehrt sind. Leider hat die Familie neulich vergessen, die Stalltür abzuriegeln. Am nächsten Morgen die böse Überraschung: Ein Fuchs hatte allen Hühnern den Kopf abgebissen.

In Berlin. Diese Geschichte habe ich meiner Freundin in Berlin erzählt. „Das ist noch gar nichts“, stellt sie fest. „Bei uns war ein Fuchs nachts zweimal in der Küche. Er hat sich durch die Katzenklappe eingeschlichen und hat versucht, mit seinen Zähnen die Katzenfutterdosen zu öffnen.“

Meine Freundin wohnt am Rand vom Grunewald. Dort laufen nicht nur Füchse sondern auch Wildschweine herum. Der Kater geht jetzt durch die Haustür. Seine Klappe wurde zugenagelt.

In Meyers Konversations – Lexikon von 1894.  Zwei Seiten Wissen über den Fuchs, unter anderem dies: …..er ist körperlich und geistig ungemein begabt, unverschämt frech, äußerst vorsichtig, berechnend, erfinderisch und entschlossen, von großem Gedächtnis und Ortssinn…, und wo er es irgend vermag, tötet er viel mehr, als er fressen kann…

 

Schönes Rot für mich?

Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen mir und meiner knallroten Sommerjacke. Zugegeben, nach ein paar Tagen habe ich mich gefragt, ob das schöne  Rot nicht doch zu rot für mich ist? Von meiner Tochter bekam ich diese Antwort: „Doch, die kannst du anziehen. Aber kombiniere richtig, damit du nicht wie ein Feuerwehrmann aussiehst.“

Bin ich ein Feuerwehrmann?

Ob sie ganz ehrlich war? Heute verkündet nämlich eine Journalistin in unserer Tageszeitung: „Gift-grün oder grell-gelb – Neonfarben aus den Achtzigerjahren sind zurück…“

Ich kann mich daran nicht erinnern.  Aber eine Angela Ahrens (70, mein Alter), die damals die Mode mitgemacht hat, heute es aber nicht mehr tun mag. „Aber klasse ist das“, versichert sie der Journalistin.

Klasse, ich trage sie.

Doch nun habe ich auf einem Foto gesehen, dass die jüngste Tochter vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama bei ihrer Ankunft diese Woche in Berlin neongrüne Schuhe getragen hat, zu einem pepitagemusterten Kleid und neongelber Kette. Mutter und Schwester trugen Schwarz und Grau.

Vielleicht verschenke ich meine Jacke doch lieber an meine Enkelin?

Oder nicht? 

Hier hat sich noch jemand Gedanken gemacht:

http://www.sueddeutsche.de/stil/fashionspiesser-zu-neonfarben-comeback-der-gluehwuermchen-1.1676844

Nachricht aus meinem Garten

Auf dem Silbertablett serviert

Das ist meine Miniernte aus meinem Garten. Aber sie ist wertvoll, denn sie zeigt,  dass meine Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) noch vermehrungsfähig ist. Die Blüten haben nicht nur ihre ganze Pracht entfaltet, sondern auch reichen Samen zur Vermehrung im nächsten Jahr geliefert.Die Samen hat mir meine Freundin Katrin geschenkt. Der Samen, den ich im letzten Jahr gekauft hatte, brachte nämlich nur Blüten hervor, aber nicht ein einziges Samenkorn. Das ist so gewollt, hatte mich jemand belehrt. So werden die Kunden zum Neukauf gezwungen. Mal ehrlich: Ist das nicht gemein?

Geschichten aus meinem Alltag, neue Folge

Padel – ein neuer Sport  –    Dein Mom – eine Witzfigur

Padel – nicht  Paddel. Ich habe in Trier eine neue Sportart kennengelernt. Sie findet nicht auf dem Wasser statt, sondern in einem Käfig. Das klingt jetzt ein bisschen unfreundlich, ist aber nicht so gemeint. Denn es ist ein Käfig, der von hohen Glaswänden und Gittern umschlossen ist, und in dem vier Spieler sich um einen Ball schlagen, der – schwierig – auch von der Glaswand zurückprallen kann. Kurz gesagt: Padel ähnelt dem Tennis, und ist für Senioren nur bedingt geeignet.

Der neue Platz wurde gerade vom Tennisclub Tier eingeweiht. Er ist der erste im Bundesland Rheinland-Pfalz. Sonst gibt es in Deutschland nur noch in Berlin, Cuxhaven, Frankfurt und Bernau am Bodensee Padel-Plätze. Das habe ich über Google erfahren. Dass dieser Sport noch ziemlich unbekannt ist, hat Google auch gezeigt: Auswahl und Anzahl der Informationen waren mäßig.

                                                      Hier wird Padel gespielt.

Alles zum Lachen. Ich sitze mit meinen Enkeln am Tisch. Sie erzählen mir Witze. Dein-Mum-Sprüche“, sagen sie. Und die gehen so:

„Dein Mum ist so blöd, die versucht bei Apple Obst einzukaufen“.

„Was ist der Unterschied zwischen dein Mum und einem Elefanten?“ – „Der Elefant wiegt ein Kilo weniger.“

„Dein Mum wirft Weißbrot ins Klo, um die WC-Ente zu füttern“.

Ich lache mit ihnen um die Wette. Als ihnen nichts mehr einfällt, frage ich, warum die Mum immer fett und blöd ist? Keine Ahnung! Dafür haben sie einen Tip: „Google mal „dein-mum-sprüche“. Mache ich. Mehr zum Lachen habe ich allerdings nicht gefunden. Doch eine Erinnerung taucht auf: So hörten sich unsere Ostfriesenwitze an. Sie waren auch verletzend und blöd.

 

 

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