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Archiv für die Kategorie ‘Kino’

Zum zweiten Advent

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„….Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“

Das soll mein Motto für die Vorweihnachtszeit sein. Wie ich darauf gekommen bin? Durch´s Zeitungslesen, denn dadurch habe ich erfahren. dass Peter Sloterdijk das Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery  neu übersetzt hat. Ein guter Grund, das kleine Buch wieder einmal  in die Hand zu nehmen und nach dem berühmten Satz zu suchen. Gefunden habe ich ihn  im 21. Kapitel, in dem ein Fuchs die Hauptrolle spielt. Er gibt dem kleine Prinzen diesen Rat  mit auf den Weg. Ein 3D-Animationsfilm dazu wird ab dem 10. Dezember in  den Kinos gezeigt.

 

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Ich und die Welt da draußen

Zum Lachen

Den französischen Film „Ziemlich beste Freunde“ haben inzwischen Millionen von Besuchern gesehen, und ich gehöre dazu. Seit 2. November letzten Jahres läuft er in Frankreich und Belgien und seit dem 5. Januar in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Den musst du sehen“, hatten die Kinder gesagt. „Er ist so lustig“.

Und tatsächlich: Was der bis zum Hals querschnittgelähmte Millionär und sein junger Pfleger zusammen erleben, sieht man mit Vergnügen. In diesem Film darf man über einen Behinderten lachen, weil man es mit ihm zusammen tut. Gefallen hat mir auch, dass es der junge Krankenpfleger ist , der den Behinderten mit seiner Lebensfreude ansteckt. Einer Lebensfreude, die bei beiden verschüttet war und  durch ihr Zusammenleben wieder geweckt wird.( Der Krankenpfleger war bis zu seiner Einstellung ein Kleinkrimineller, ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft).

Und wie schön, dass das Thema Freundschaft  zum Thema der Journalisten geworden ist: Die „Zeit“ untersucht in dieser Woche den Wert der Freundschaft und beruft sich dabei auf diesen Film.

Geschichten aus meinem Alltag, neue Folge

Die Rede ist von Kindern, einem Greis und Fortschritt im Kino

Generationenkonflikt. Im Zug zwischen Bremen und Verden: 160 Kinder erobern die Abteile. Rückzugsmöglichkeiten für Erwachsene: keine. Als ein paar Zehnjährige die Fenster öffnen, weil es ihnen zu warm ist, protestieren die Erwachsenen: „Es zieht. Schließt die Fenster bitte wieder.“ „Das gibt’s doch nicht“, ein Junge schüttelt den Kopf. „Uns ist heiß, und wir dürfen kein Fenster aufmachen?!“

„Dann zieht doch erst einmal eure Jacken aus und nehmt die Schals ab“, schlagen die Erwachsenen vor. Zwei schließen ihr Fenster. Der Empört-euch-Junge aber nicht.

„Das gibt’s doch nicht“, sagen die Erwachsenen. Doch das gibt es.

Markus. Markus ist ein guter Bekannter. Er ist viel mehr als achtzig Jahre alt. Auf der Straße erkennt er mich sofort, und ihm fällt sogar mein Name ein. Neulich haben wir uns wieder getroffen. Wir tauschten die letzten Neuigkeiten aus. Aber unser Smalltalk zog sich hin. Schließlich landeten wir bei der Ärztefrage: gut oder schlecht? Die Hautärztin? „Geh mir los mit der“, tönte Markus. „Dieses Weib…“ „Markus“, flüsterte ich in sein Hörgeräteohr, „nicht so laut, wir sind auf der Straße.“ „Wieso, das kann jeder hören. Dieses Weib. Ich sollte mich nackt ausziehen. Und hinterher hat sie gesagt, ich wäre gesund“, empörte er sich..

Ich verabschiedete mich. „Ich kann nicht mehr stehen“, sagte ich. Das verstand Markus und schob sich mit seinem Rollator davon.

Hannah Marie. Sie ist mitten in der Pubertät. Sich und ihren Eltern macht sie das Leben schwer. Hannah Marie erlebt das alles zum ersten Mal. Ihre Eltern und ich wissen,  wie  weh das  tut. Wie kann ich ihnen helfen?

Wie immer, wenn ich nicht weiter weiß, fange ich an zu lesen. Und ziemlich schnell finde ich eine Antwort in einem Magazin. Dort bekommt eine Großmutter den Rat:“ …unterstützen Sie die Eltern. Sagen Sie, dass sie gute Eltern sind… Eltern“, so wird erklärt, “ werden von ihren pubertierenden Kindern stark in Frage gestellt. Mama und Papa sind nicht mehr die Besten, sondern nerven…“

Ich glaube, das ist ein guter Rat. Aber wie helfe ich Hannah Marie? Ich werde sie ganz fest in die Arme nehmen, wenn sie wieder einmal aus der Rolle fällt., damit sie merkt, wie lieb ich sie habe.

Kinovergnügen. Wir haben uns für einen Kinobesuch entschieden. Weit draußen in der Provinz. Und was beschert uns das? Einen Kinosaal mit nie gekanntem Ausblick auf die Leinwand! Obwohl wir fast ganz vorne sitzen, bedeckt der große Mann vor mir kein Stück von der Leinwand. Das gab‘ s für mich (1,59 Meter groß) noch nie. Das Geheimnis: In diesem Kino sitzt man auf Hochpolstersesseln. Was für ein toller Fortschritt! Und dazu auch noch gestochen scharfe Bilder! Was für ein Fortschritt!

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