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Archiv für die Kategorie ‘Hummelstich’

Unkraut in meinem Garten

Haushohe Siegerin: die Ackerwinde  –   Convolvulus arvenis

So, die Freudenfeiern zur Fußballweltmeisterschaft sind  beendet. Die Sieger sind längst zuhause. Jetzt ist dafür die Gelegenheit, hier eine ganz andere Siegerin vorzustellen: die Ackerwinde. Sie  ist die Unkrautsiegerin in meinem Garten! Sie  hat es geschafft, in meinem größten Rhododendronbusch ihre Blüten  bis in seine Spitze zu bringen.  Sie ist die Siegerin, weil in diesem Sommer die Ackerwinde überall in meinem Garten ihre Schlingen ausgebreitet hat. Das habe ich noch nie erlebt!  Da ich aber weiß, dass diese Pflanze gnadenlos ist und alles, was sie in ihre Schlingarme nimmt, am Ende kaputt macht, reiße ich sie aus, wo ich sie sehe.. Doch vermutlich bleibt die Ackerwinde Siegerin, denn sie ist ausdauernd, keimt das ganze Jahr hindurch. Die Einzelblüte blüht  einen Tag lang…Nur  Insekten freuen sich vermutlich über diese Invasion. In der Blüte rechts unten ist gerade eine dicke Hummel eingetaucht, um sich satt zu essen.

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Ärger im Garten

Ein Stich – Drei Arztbesuche –  Kein Dankeschön

Diese Geschichte habe ich zuerst mit der Hand geschrieben. Aus medizinischen Gründen. Der Arzt hat mir geraten, mein linkes Bein hochzulegen und zu kühlen. Warum? Einer meiner Gartenfreunde hat mich gestochen.

Dabei bin ich soooo nett mit ihnen: Brennesseln bleiben stehen, damit Schmetterlinge Nahrung für ihren Nachwuchs finden. Ein beachtlicher Holzstoß ist Unterschlupf für eine Igelfamilie. Die Vogeltränke ist immer gut gefüllt. Und Insekten finden eine Menge Blüten, in denen sie ernten können. Hummeln mag ich besonders gern. Im letzten Jahr hatten sie ihre Nest bei mir im Hanggarten eingerichtet. Immer habe ich aufgepaßt, dass niemand ihrem Flugloch zu nahe kam In diesem Jahr blieb das Nest leer. Und nun dies: Eine Hummel hat mich gestochen! Zuerst hat sie böse gebrummt und mir dann ihren Stachel ins Bein gebohrt. Ich bin beim Unkraut jäten aus Versehen ihrem Nest zu nahe gekommen. Die Hummelkönigin läßt nämlich jedes Jahr neu bauen ( weiß Wikipedia).

Seit dem störe ich niemanden mehr in meinem Garten, denn als nach drei Tagen das Bein um die Stichstelle herum blaurot aussah, bin ich zum Arzt gegangen. Der machte ein sorgenvolles Gesicht, verschrieb mir Penicillin und verordnete mir, das Bein hochzulegen und zu kühlen. Daran habe ich mich natürlich nicht die ganze Zeit gehalten. Wie sonst hätte ich hier in meinem Blog melden können?

Ganz verschwunden ist die Stichwunde nach zwölf Tagen immer noch nicht. Aber der Arzt hat Entwarnung gegeben: keine Thrombose, keine Wundrose und keine Borreliose. Fazit: Glück gehabt. Und das heißt: Glück für alle Beteiligten. Ich kann wieder im Garten arbeiten, und die Hummeln dürfen weiter in meinen Lavendelbüschen schaukeln. Ich habe sie nicht vertrieben!

Eine meiner Gartenfreundinnen bei der Arbeit.

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