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Archiv für die Kategorie ‘Hafen’

Ferien – allüberall

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Hurra! Jetzt sind in allen 16 Bundesländern Schulferien. Für mich eine gute Gelegenheit, allen, die zu Besuch nach Bremen kommen, ein paar Ausflugsziele anzubieten.

Mein erster Vorschlag

Ganz viele Open-air-Konzerte besuchen

Eintritt frei

Und das geht so: Vom Freitag, 5. August, bis Sonntag, 7. August, wird in Bremen-Nord das Internationale Festival Maritim  am Vegesacker Hafen, direkt an der Weser, gefeiert. Es findet zum 18. Mal statt.

Auf diesem „deutschlandweit einzigartigen Seamusic-Spektakel“ , wie die Senatspressestelle mitteilt, treten in diesem Jahr rund 32 Bands  und Chöre aus Europa und Übersee bei 170 Konzerten auf neun Open-Air-Bühnen auf. Eine zusätzliche Besonderheit: Eine Partnerstadt gehört  jedesmal zu dem Festival. In diesem Jahr ist Danzig die Partnerstadt. Hintergrund: Die Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag – und auf dieses Ereignis wird während des Festivals immer wieder aufmerksam gemacht (zum Beispiel wird eine Bernsteinausstellung gezeigt).

Der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling ist Schirmherr des Festivals. Sieling: „Ich freue mich auf das Internationale Festival in Vegesack. Die Partnerschaft gilt als historische Wegbereiterin für die späteren deutsch-polnischen Verträge und war ein Beitrag zur Überwindung des Ost-West-Konflikts. “

Die Festplätze am Vegesacker Hafen, in den Fußgängerzonen und an der Weserpromenade sind leicht mit Auto, Bahn, Bus, Fähre und Fahrrad zu erreichen. Der Vegesacker Bahnhof für Zug und Bus liegt direkt am Hafen. Ein großes Parkhaus gibt dort auch.

Mehr Informationen zum Festival gibt es unter: www.festival-maritim.de

Foto: Archiv 2015 Festival Maritim

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Schwimmt ein Schiff aus Knetgummi?

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Das Museum wurde leider Ende 2015 geschlossen. Der Grund: Besuchermangel.

Ausflug in ein kleines Museum am Vegesacker Hafen. Das „Spicarium“. 

In den meisten Bundesländern sind jetzt Osterferien. Auch in Bremen. Eine gute Gelegenheit für Großeltern ihre Ferienkinder zu einem Ausflug einzuladen. Ich habe das schon getan und habe mit meinem Enkelkind ( 7 ) einen Ausflug zum Vegesacker Hafen gemacht. Leider war das Wetter nicht  besonders frühlingshaft. Darum bin ich mit meinem kleinen Besuch in den alten Hafenspeicher gegangen, seit 2011 befindet sich darin ein  Museum mit dem etwas sperrigen Namen „Spicarium“. Im Erdgeschoß wird gezeigt, was Handel und Schiffbau an der Weser über Jahrhunderte verbunden hat. Im Obergeschoß bekommt man einen Überblick über die Zukunftspläne, die es für beide Sparten gibt. Locker ausgedrückt: Man wird in diesem kleinen Museum in einer Erlebnisausstellung gut unterhalten und lernt dabei eine Menge dazu.

Mäuse jagen

Was rasch ins Auge fällt, sind die liebevoll zusammengestellten Mitmachinseln für Kinder. An jeder Station können die jungen Besucher und Besucherinnen zu einem bestimmten Thema spielerisch ihr Wissen vermehren. Und Erwachsene natürlich auch! Gleich am Anfang bin ich mit meiner kleinen Enkelin auf Mäusejagd gegangen. Es sind lauter kleine weiße Mäuse, Flitzer, die einem vor die Füße laufen. Nur fangen kann man sie nicht!

Wie von unsichtbarer Hand geführt standen wir dann vor einem blauen Wasserbecken, wo gefragt wird, warum ein Knetgummiball im Wasser untergeht, aber schwimmt, wenn man ein Gefäß daraus formt. Liegt es am Material oder an der Form? Es dauerte ein bisschen, bis ich endlich das Knetgummi so geformt hatte, dass es wie ein kleines Ruderboot aussah. Mut gemacht hatte mir Christina Voigt, die Museumsleiterin. „Wir haben alle Stationen mit Kindern ausprobiert. Sie sehen, es funktioniert. Als Ruderboot geformt geht das Knetgummi nicht mehr unter.“ Aha, meine Mühe hatte sich also gelohnt. Ich war klüger geworden.  Ich hätte meiner Enkelin nämlich erzählt: “Aus Knetgummit lassen sich keine Schiffe bauen“.

Ein Logbuch für Kinder

Doch dann fand ich auf dem Weg durch die Ausstellung das „Logbuch“, mit dem Kinder spielerisch das „Spicarium“ kennenlernen können.  Die erste Auflage ist schon vergriffen. Jetzt gibt es neue Hefte. So fanden wir  zum Beispiel schnell den Platz, wo Kinder zwischen Seilen hoch klettern können, um durch ein Fernglas zu gucken. Auch das Flaggenalphabet können die Kinder kennenlernen und sogar ihren eigenen Namen mit Buchstabenkärtchen aus dem Flaggenalphabet zusammenstellen.

Mich haben  diese beiden Stationen wieder daran erinnert, wie klug und effektiv alles von Alters her in der Schiffahrt geregelt ist: In der Takelage gibt es Sprossen (Webleinen), in denen man am Mast hoch klettern kann. Mit Flaggen, in bestimmten Reihenfolgen gehisst, konnte man sich über weite Entfernungen verständigen.

Bequem zu erreichen

Das „Spicarium“ ist barrierefrei. Außerdem ist es bequem auf verschiedenen Wegen zu erreichen: Der alte Speicher am Hafen liegt in der Nähe vom Vegesacker Bahnhof. Dort halten Busse aus allen Himmelsrichtungen und Züge aus Bremen und Farge. Außerdem kann man mit dem Fahrrad kommen. Die Wege sind gut ausgeschildert. Parkplätze findet man in der Garage hinter dem Museum.

 

 

 

 

 

Noch einmal: Liebesschlösser

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Ein schönes Symbol für gute Wünsche: Die Liebesschlössersammlung in Warnemünde an der Brücke über die Warnow. Warum ich ausgerechnet auf diese Sammlung gestoßen bin, ist  eine (winzige) Folge der Wiedervereinigung.

Als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel, saßen wir in einer Kneipe am Vegesacker Hafen. Als wir begriffen hatten, was gerade in Berlin passierte, war auch bei uns die Freude riesengroß. Wir fielen uns um den Hals, manche weinten. Der Wirt ließ die Sektkorken knallen und hatte dann eine grandiose Idee: „Ich kenne da einen in Rostock, der Hafenstadt an der Ostsee. Da fahren wir hin“, rief er. „Das müssen wir feiern. Ich bestelle einen Bus.“ Und tatsächlich: Die Freude schlug so hohe Wellen, dass wir mit drei Bussen nach Rostock fuhren. Und als wir auf dem Rostocker Marktplatz ankamen, warteten dort Hunderte von Rostockern, um uns zu begrüßen. Wir waren überwältigt. Die Freude über die Wiedervereinigung war auch in Rostock riesengroß.

Gute Freunde

Wir haben damals ein Ehepaar kennengelernt, mit dem wir bis heute befreundet sind. Neulich haben wir die beiden wieder einmal besucht. Sie wohnen immer noch in der kleinen Wohnung, in die sie uns damals eingeladen hatten. Wir schwelgten ein bisschen in Erinnerungen: „Weißt du noch, wie ich dich gebremst habe, als du viel zu billig unser Geld in eures umgetauscht hast?“ „Und wie ihr uns im Trabbi nach Warnemünde gefahren habt? Auf autofreien Straßen?“  „Und wie du uns zwei Pfund Kaffee geschickt hast, weil du meintest, ihr hättet uns das teure Getränk weggetrunken? Dass Kaffee eine Rarität war, hatte sich bei euch ja längst rumgesprochen.“

In Warnemünde

Wie damals vor 24 Jahren sind wir wieder nach Warnemünde gefahren. Nicht mehr im Trabbi, sondern im komfortablen Opel. In Warnemünde hat sich das Stadtbild kaum geändert. Wie eh und je gehen die Warnemünder am Strand spazieren, sitzen auf der Mole und blicken über die Ostsee. Auf der Brücke über die Warnow habe ich dann die Liebesschlösser gesehen. Eine viel prächtigere Sammlung als in Vegesack ( zum Artikel „Du bist min, ich bin din“).

Ach, so, das will ich auch noch erzähen: Bremen-Vegesack und Warnemünde sind Partnerstädte geworden. In Vegesack gibt es jetzt sogar einen Warnemünder Weg.

Alles Folgen der Wiedervereinigung.

Du bist mîn, ich bin dîn….

Brücken voller Liebesschlösser – An der Brücke über dem Vegesacker Hafen hängen sie auch

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Was vermutlich in Italien begann, macht seit 2008 auch in Deutschland die Runde: Verliebte schließen ein Schloss an ein Brückengeländer und lassen  dann den Schlüssel ins Wasser fallen. Ein Symbol für immer währende Liebe. Wenn alles stimmt, was ich im Internet über die Liebesschlösser gelesen habe, wurden im Sommer 2008 die ersten Schlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln angebracht. Und jetzt hängen sie auch an der Klappbrücke über dem Vegesacker Hafen!

Mir ist dabei wieder das kleine mittelalterliche Gedicht aus dem 12. Jahrhundert eingefallen, das am Schluss eines lateinischen Liebesbriefes einer Nonne steht und in einer Tegernseer Briefsammlung gefunden wurde. Ich war fünfzehn, als wir es im Deutschunterricht gelesen haben. Ich konnte es sofort auswendig, denn ich war zum ersten Mal unsterblich verliebt und dieser kleine Liebesgruß drückte genau das aus, was ich empfand. So schnell und mühelos habe ich übrigens nie wieder ein Gedicht behalten. Natürlich steht es auch in meinem Bücherregal, in „Deutsche Lyrik des Mittelalters“, 1955 im Manesse Verlag erschienen. Genau so habe ich es behalten:

Dû bist mîn, ich bin dîn:

des solt dû gewis sîn.

 dû bist beslozzen

 in mînem herzen:

verlorn ist daz slüzzelîn:

dû muost  immer drinne sîn.

Übersetzung:

Du bist mein, ich bin dein:

dessen sollst du gewiss sein.

Du bist verschlossen in meinem Herzen:

verloren ist das Schlüsselein: du musst für immer drinnen sein.

Weser-Herbst-Regatta 2013

Von Bremen-Vegesack nach Bremerhaven und zurück – Mit über 80 Segelbooten

Die Weser-Herbst-Regatta hat dieses Jahr am 24. und 25. August stattgefunden. Wir waren wieder mit unserem Motorboot dabei. Nicht auf der Regattabahn, sondern brav am Rand, als Begleitboot für Notfälle. Fazit: Keine besonderenVorkommen an beiden Tagen, aber eine Menge Gewinner.

Diesmal mussten alle Teilnehmer früh aufstehen. Um  5 Uhr gibt es Frühstück im Bootshaus des Vegesacker Wassersportvereins in Grohn, denn um sieben Uhr soll der erste Start vor Farge sein. Grund ist die Tide. Wer segelt, weiß, was das bedeutet:  Ablaufendes Wasser nutzt man, um nach Bremerhaven zu kommen und auflaufendes, um in Richtung Bremen zu fahren.

Wir sind schon einen Abend früher an Bord gegangen und haben dort geschlafen. Als wir um fünf Uhr aufstehen, ist der Himmel noch nachtblau, nur der Mond leuchtet. Doch im Bootshaus muss der Teufel los gewesen sein, denn als wir zum Frühstück kommen, ist der Tisch leer. Alles aufgegessen. Margot sitzt müde in der Ecke. Sie ist schon um zwei Uhr aufgestanden. Sie schüttelt nur den Kopf. „Das mache ich nun schon so viele Jahre. Aber Leute mit so viel Hunger hatte ich noch nie hier.“ Dann macht sie uns noch schnell einen Kaffee.

Wir fahren um sechs Uhr aus dem Grohner Hafen in die Lesum und Weser. Jetzt ist es hell. Der Mond steht aber immer noch am Himmel.

7.30 Uhr. Der Start vor Farge ist um eine halbe Stunde verschoben worden.
8.00 Uhr. Alle Boote sind unterwegs. Wir auch.
9.00 Uhr. Eine Jolle vor uns kentert. Doch die beiden Segler brauchen nicht lange, dann haben sie ihr Boot wieder aufgerichtet und segeln weiter.
10.30 Uhr. Mein Skipper an Bord rüstet seine Kamera auf und läßt mich ans Ruder. Was er eingefangen hat, folgt jetzt.

Nach dem Start

Nach dem Start

Der blaue Wimpel ist unser Ausweis: Wir gehören dazu.

Der blaue Wimpel ist unser Ausweis: Wir gehören dazu.

 In der Schleuse in Bremerhaven.

In der Schleuse in Bremerhaven.

Ich habe des Atem eingehalten.

Hart am Wind.
Im Trapez.

Im Trapez.

Wer erreicht als erster das Ziel?

Wer erreicht als erster das Ziel?

Mitternacht im Sonnenschein

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Ich war in Norwegen. Bis zum Nordkap hat uns das Kreuzfahrtschiff gebracht. Dort habe ich vom hohen Schieferfelsen aus die Mitternachtssonne erlebt. Vom 14. Mai bis 29. Juli bleibt  die Sonne ununterbrochen über dem Horizont. Und obwohl ich vorher Fotos  mit Sonnenbildern vom Kap gesehen hatte, machte ich diesmal  wieder einmal  die Erfahrung, dass ich manchmal etwas selbst erlebt haben muss, um Schönheit zu verstehen. Und das war dieser Moment: Die Uhren zeigten Mitternacht an, aber am Nordkap war alles in gleißendes Sonnenlicht getaucht. Und es leuchtete immer noch, als wir längst auf dem Schiff im Hafen von Honnigsvag zurück waren und ich meine  Kabinentür öffnete : Der kleine Raum glänzte im Sonnenschein. Es war zwei Uhr in der Nacht.

Das Feuerwerk zum Jahresanfang

An der Ostsee, in Warnemünde, feiert man seit 14 Jahren den Neujahrstag mit einem Feuerwerk. Am späten Nachmittag  wird der Leuchtturm an der Hafenmole zum Mittelpunkt eines Licht- und Tonspektakels aus Lasershow, buntem Himmelsregen, Musik und schönen Worten. In diesem Jahr war ich leider nicht dabei, aber meine Freundin hat das Spektakel von einem Balkon aus verfolgt, und dieses Foto zeigt ihren schönsten Augenblick!

Wie ich mich mühsam weiterbilde

  1 Frage    3 Antworten     2 Bildunterschriften

Das  Foto zum 1. Februar 2012 (unter diesem Artikel) sollte ein Rätselfoto werden. Die Frage dazu: Das Schiff ist auf dem Weg zum südlichsten Seehafen Deutschlands. Zu welcher Stadt gehört der Hafen? Antwort: Bremen.

Weil man sein Wissen besser hin und wieder überprüft, gebe ich bei Google  die Frage ein ( in voller Länge!) und was bekomme ich als erste Antwort? Papenburg gehört der südlichste Seehafen Deutschlands! Danach wird Bremen angeboten und  – ich traue meinen Augen nicht – Duisburg nimmt diese Ortsangabe ebenfalls für sich in Anspruch.

 Na gut, ihr Papenburger, dann will ich jetzt wissen, was euer Seehafen bietet. Gut für mich, denn ich finde fast nichts. Nur eine Firma am Papenburger Hafen verspricht an der Kaje 5,50 Meter Tiefgang. Ach du liebes bisschen. Bremen bietet das Doppelte. Was stimmt: Beide Städte liegen auf dem 53. Breitengrad.

Und Duisburg? Dort liegt der größte Binnenhafen Europas, zugleich der westlichste Seehafen Deutschlands. Respekt. Das wußte ich noch nicht. Vom südlichsten Seehafen ist  nicht die Rede.

Richtig ist, das weiß ich nun: Zu Bremen gehört der südlichste Seehafen Deutschlands mit der größten Tiefe.

So kann ein kleiner Fehler bei Google Weiterbildung beflügeln und dazu führen, dass eine Bildunterschrift im Papierkorb landet.

Ein kalter Wintertag an der Weser

1. Februar 2012. Das Thermometer ist auf minus 6 Grad Celsius gerutscht. Ein kalter Ostwind weht über das Wasser. Der Massengutfrachter Weser Stahl  fährt in Richtung  Bremen. Er kommt regelmäßig und bringt Eisenerz für die Stahlwerke Bremen.

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