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Archiv für die Kategorie ‘Geschenke’

Frack und Lack und Claque

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Susanne Schnatmeyer, eine erfolgreiche Bloggerin, hat ihr zweites Nachschlagewerk über textile Redewendungen veröffentlicht. In der neuen Sammlung „Am Rockzipfel“ werden 400 Redensarten rund um Kleidung und Stoff erklärt.

Die meisten Redensarten in diesem hübschen kleinen Nachschlagewerk kennen wir alle. Sprachbilder aus dem Bereich der Kleidung und Stoffe sind allgegenwärtig und geben doch oft Rätsel auf. Wieso ist Jacke wie Hose? Wer nagt am Hungertuch und was haben Manschetten mit Muffensausen zu tun? Dieses Buch geht den Redensarten auf den Grund und stellt damit auch eine  Kulturgeschichte unserer Kleidungsstücke und textilen Gebrauchsgegenstände vor.

Es ist eine umfangreiche Ergänzung zu der ersten Sammlung „Verflixt & Zugenäht“, die 2015 erschienen ist. Auch in ihrem neuen  Buch beschreibt die Autorin genau, sachlich, verständlich und anregend, woher die Redewendungen kommen und was es mit jeder Redewendung auf sich hat. Eine spezielle Sammlung solcher Redewendungen fehlte bisher. Doch Susanne Schnatmeyer hat damit nicht nur eine Lücke in der Reihe der Nachschlagewerke geschlossen, sondern sie erinnert auch daran, welche Wertschätzung Textilherstellung früher gehabt hat.

Es ist wieder ein Buch für die ganze Familie geworden, für alle Generationen, für Mode- und Handarbeitsbegeisterte, Sprachliebhaber, Geschichtsfans, Textilberufe und – das habe ich gerade erfahren – auch für Frühstücksrunden und Kaffeekränzchen. Wer es verschenkt, braucht kein Muffensausen  zu haben, dass er damit Kinkerlitzchen überreicht. (Siehe Seiten 73 und 82).

Weitere Informationen findet man im Blog „Textile Geshichten“ auf einer Extraseite.

Am Rockzipfel  
Redensarten rund um
Kleidung und Stoff

Text + Illustration: Susanne Schnatmeyer
ISBN 978-3-00-052981-8
Auflage 1, November 2016, 160 Seiten, 15 Abbildungen
Maße 19 x 12 x 1,5 cm, Hardcover mit Lesebändchen

Ladenpreis 16 Euro

Erhältlich über:

  • Email an info@textilegeschichten.net (Büchersendung, Versandkosten in Deutschland 1 Euro)
  • Im Onlineshop Machwerk
  • Bestellung im Buchhandel (über das Verzeichnis lieferbarer Bücher kann jede Buchhandlung das Buch ordern)

http://textilegeschichten.net/edition/ Der Link zum Blog der Autorin.

 

 

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Zum dritten Advent

 

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Mir läuft die Zeit davon – Adventskaffee – Keksrezepte zum Aussuchen

Ich schreibe es jetzt einfach hier hin: Ich habe erst ein Weihnachtsgeschenk, sechzehn fehlen mir noch! Ich habe…, aber nein, mehr wird hier nicht verraten. Dafür erzähle ich  jetzt, dass ich meine Freundinnen in der letzten Woche zum Adventskaffe eingeladen hatte und alle haben mir meine Bitte erfüllt, selbst gebackene Kekse mitzubringen.  Noch  besser: Sie haben auch das Rezept dafür aufgeschrieben, so dass wir nun alle unsere Lieblingskekse von dieser Kaffee- und Teestunde nachbacken können. Ich habe mir das von Christa ausgesucht. Es ist schnell gemacht.

Nussmakronen

3 Eier, 200 g Zucker, 250 g gemahlene Haselnüsse, 50 g ganze Haselnüsse

Eier und Zucker schaumig rühren und die geriebenen Nüsse dazu geben. Schon ist der Teig fertig.

Jetzt verteilt man auf dem Backblech – mit Hilfe von zwei Teelöffeln – kleine Teighäufchen und setzt auf jedes eine Haselnuss. Ich habe die Kekse in meinem Ofen mit Heißluft gebacken. Meine Freundin schlägt dafür 150° Ober- und Unterhitze und 25 bis 35 Minuten Backzeit vor. Die Kekse sind fertig, wenn sie sich leicht vom Blech/ Backpapier lösen lassen .Rund dreißig Nusstaler sind die Ausbeute. Auf dem Foto liegen zwei davon auf dem Keksteller mit dem Spekulatius.

Hier sollte noch ein Rezept für den Spekulatius folgen. Doch die Zeit läuft mir davon (siehe oben). Das Spekulatiusrezept findet man ganz schnell über Google. Ich habe das von Dr.Oetker genommen. Es stammt aus dem Anleitungsbuch „Backen macht Freude“, das seit 1984 in meinen Bücherschrank steht. Die Kekse sind wunderbar knusprig. Ich rätsle noch, ob das an dem Rezept  oder an meinem Ofen liegt, in dem ich den Spekulatius in drei Etagen mit 3D-Heißluft gebacken habe.

Schluss damit.

Ab jetzt tue ich alles, damit es für mich ein schöner, besinnlicher dritter Adventssonntag wird. Das wünsche ich damit auch meinen Leserinnen und Lesern!

Mein letztes Foto in diesem Jahr

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Ich widme es allen Kindern, die Weihnachten ihre Geschenke für Vater, Mutter, Opa, Oma, Onkel und Tanten selbst gebastelt haben. Schöner, finde ich, kann man gar nicht beschenkt werden.

Das ist mein Beweis: Das Bild gehört in einen Kalender, den Anna (7) ganz allein bemalt und beklebt hat. Zwölf Bilder sind es. Jedem sieht man an, dass Anna es sich nicht leicht gemacht hat. Zu jedem Monat ist ihr ein passendes Thema eingefallen. Im Januar steht zm Beispiel ein fröhlicher Schneemann im Schneegestöber, im August ziert das Blatt eine leckere Eistüte und im Oktober kann man sich über kunterbuntes Laub freuen. Auf dem letzten Blatt für den Monat Dezember, das ich hier zeige, hat sie sich noch einmal viel Mühe gemacht. Der Tannenbaum hängt voller Kugeln, Sterne sind zu sehen, und der Weihnachtsmann freut sich. Warum? Ich glaube, weil er ein Reh gesehen hat. Nur Anna konnte es nicht malen und hat darum einfach Ree dazu geschrieben.

Danke, Anna, für dieses schöne Weihnachtsgeschenk!

Noch eine schöne Weihnachtsgeschichte

Die Schülerfirma „Crazy Factory“ spendet Geld für ein Kinderheim in Peru

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Der kleine Weihnachtsmarkt vor meiner Haustür dauerte nur fünf Tage, doch es war ein guter Test für Schülerinnen und Schülern des 9. und 10. Jahrgangs der Gerhard-Rohlfs-Oberschule, Vegesack. Sie haben nämlich die „Crazy Factory“ gegründet, um schon  in der Schule zu lernen, wie man eine Gechäftsidee unter die Leute bringt. Ihre Idee: Sie stellen schöne kleine Dinge aus Stoff, Filz und Wollle her. Immer auf Lager: Filzseifen, Körnerkatzen und Schlüsselanhänger. Dazu kommen noch Dinge passend zur Jahreszeit und zu Feiertagen. Und das Allerbeste daran: Sie rcyceln, um die Umwelt zu schonen. Aus Alt wird Neu. Das geht zum Beispiel so: Der Direktor spendet sein Oberhemd. Daraus werden dann ein liebes Pferdchen  und aus den Ärmelmanschetten zwei kleine Geschenkbeutel. Aus leeren Schokoladeneinwickelpapieren entstehen  kleine Taschen.

Alles was die Firma einnimmt und – nach Abzug aller Kosten übrig bleibt –  wandert aber nicht in die Taschen der Beteiligten, sondern geht als Spende an ein Kinderheim in Peru. Auf meinem Foto sind Leyla und Merrit zu sehen. Doch sie sind nicht allein. Ganz in  der Nähe ist ihre Lehrerin, Frau Seitz-Michalek. Sie leitet den Kursus. Als ich sie kennenlerne, sehen alle Drei  so fröhlich aus, dass mir ganz von allein der bekannte Spruch „Geben ist seliger als nehmen“ einfällt. Doch was Johann Wolfgang Goethe gesagt haben soll, passt hier noch besser: „Nur der ist froh, der geben mag.“

Aufgelesen und festgehalten

Geschichten aus meinem Alltag – Fünfte Folge

War dieser Trick erlaubt? Lina (10) will auf dem runden Geburtstag ihrer Großmutter eine Rede halten. Sie hat alles aufgeschrieben. „Ganz ohne unsere Hilfe“, erzählt die Mutter. Doch plötzlich hat Lina der Mut verlassen. „Sie will nicht mehr, nichts zu machen“. Ich kann das verstehen, denn in dem Haus ihrer Großmutter sind rund fünfzig Gäste versammelt.

Vorne am Eingang steht ein Tablett mit lauter bunten Armbändern. „Sammelst du die,“ frage ich Lina. „Nein, die kann man kaufen. Habe ich alle selbst gehäkelt.“  „Diese Loom Bandz sind der Renner“, hatte kürzlich in unserer Tageszeitung gestanden. Lina verkauft sie für Stück ein Euro. Mir kommt eine Idee. „Lina, ich kaufe drei. Hälst du dann auch die Rede für deine Großmutter?“ Lina zögert, nickt dann ein bisschen gequält, aber unser Geschäft kommt zustande. Wie gut. Es ist eine kurze Rede, in der aber all die Liebe, die die Großmutter diesem Kind schenkt, zum  Ausdruck kommt. Der schönste Satz für mich: „Danke, dass ich bei dir mein eigenes Zimmer habe.“

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 Das sind die drei Loom Bandz, die nun mir gehören.

 

Handy suchen: Bei meiner Nachbarin ist die  Enkelin (16) mit ihrer Freundin zu Besuch. Ferienbesuch. Zusammen teilen sie sich das ehemalige zehn Quadratmeter große Kinderzimmer. Die beiden sind mit einem stattlichen Koffer angereist. Ich muss das so ausführlich schildern, damit man sich vorstellen kann, dass in diesem Zimmer viel Zeug gestapelt ist. Gestern war das Handy der Freundin verschwunden.  Natürlich versetzte das Beide in Unruhe. Unglücklicherweise war es stumm gestellt. Anrufen nützte also nichts. Zwei Mahlzeiten schmeckten ihnen nicht, denn alles Suchen zwischen Betten, Wäschestapeln, Taschen, Schuhen usw.. blieb vergebens. Endlich hatte der Großvater eine Idee. Er holte sein Metallsuchgerät aus der Werkstatt, spazierte damit durch das Zimmer und – siehe da – das Suchgerät piepste. Das Hany war geortet. Es lag unter einem Handtuchstapel.

Soljanka. Mein liebstes Fahrziel sind  Orte in den neuen Bundesländer. Auch die Autobahnrastätten suche ich danach aus.  Auf der A 2 ist es Gudow.  Gudow liegt gleich hinter der ehemaligen Zonengrenze. Dort habe ich vor 25 Jahren zum ersten Mal in meinen Leben Soljanka gegegesen. Diese Suppe, mit ihrem feinen säuerlichen Geschmack, hat mir sofort gut gefallen. Jahrelang habe ich sie in der Raststätte bestellt. Doch neulich die Enttäuschung. „Die haben wir nicht mehr. Die gibt es nur noch privat. Das Rezeopt? Sie können alles reintun. Nur keinen Leberkäse.“ Bei Chefkoch.de werden in einem Rezept diese Zutaten vorgeschlagen: Wurst, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Gewürzgurken, Gurkenwasser und Brühe. Nur kein Leberkäse.

 

 

 

„Meine Mutter Sie nie vergessen“

 
Trickbetrüger unterwegs – Was meine Freundin erlebt  hat   
 
Im Bremer „Weser-Kurier“ (Mittwoch, 4. März 2014) wird  von Trickbetrügern berichtet, die einem alten Ehepaar (93) völlig überteuerte Lederjacken verkaufen wollten. Nur weil ein Bankangestellter,  bei dem der Ehemann einen hohen Geldbetrag für den Kauf abheben wollte, misstrauisch wurde  und die Polizei rief, wurden die beiden Betrüger festgenommen. Mich erinnert das an einen Fall, den  meine Freundin und ihr Mann (beide 70+ ) vor fast vier Jahren hier in Bremen erlebt haben. Sie haben am Ende zwar kein Geld verloren, sind aber sicher, dass sie einen Trickbetrüger in ihr Haus gelassen haben. “ Was im „Weser-Kurier“ beschrieben wird, ist bei uns ganz ähnlich abgelaufen“, erklären sie. Bei ihnen führte ein Trickbetrüger dieses Stück auf:

Als unser Freund eines Abends im Mai 2010 nach Hause  kommt und die Tür aufschließen will, springt ein junger Mann aus einem Auto mit italienischen Kennzeichen, kommt auf ihn zu und ruft fröhlich: „Ich auf Sie warten. Ich Sie besuchen. Meine Mutter Antonia – sie Putzhilfe vor 15 Jahren in Ihre Haus. Sie immer anständig. Meine Mutter Sie nie vergessen. Ich Sie sollen Geschenk machen .. “

Ein leichtes Spiel

Unser Freund findet die Geschichte nicht  unglaubwürdig, denn seine Eltern hatten einen Betrieb mit viel Personal. In dem Haus lebt er heute noch. Aber an eine Antonia kann er sich nicht erinnern. Doch er will nicht unhöflich sein und ruft ins Haus : „Wir haben Besuch aus Italien. Rate mal, wer das ist ?“

Meine Freundin taucht auf. Der junge Mann steht längst im Hausflur und erzählt ihr noch einmal seine Geschichte. Mit einer kleinen Variante: Antonia war nicht vor 15 Jahren, sondern schon vor 20 Jahren Putzhilfe im Haus. Auch meine Freundin rührt die Geschichte, doch statt sich zu erinnern, dass schon 30 Jahre kein Personal mehr im Haus ist, schämt sie sich, dass auch sie sich nicht an Antonia erinnern kann. Wo soll ihre Vergesslichkeit bloß noch hinführen ?

Auch ihr Mann ärgert sich über seine vermeintliche Vergesslichkeit. Um den Schein zu wahren, lächeln beide tapfer weiter.

Die Geschenke

Der junge Mann spielt jetzt den zweiten Teil aus dem „Drehbuch“.  Er öffnet seine Tasche und nimmt eine Plastiktüte heraus. „Geheimnis. Das ist für Sie Geschenk. Oder sind Sie beleidigt für Geschenk ?“, fragt er meine Freundin. Sie packt eine verknautschte Handtasche aus.

In der Zwischenzeit hat ihr Mann eine Lederjacke angezogen. Beste Flohmarktware. „Geschenk für  Sie. Oder sind Sie beleidigt?“

Das Finale

Tatsächlich wollen beide kein Geschenk annehmen. Nun folgt das Finale, das auch zum beschriebenen Betrügertrick im „Weser-Kurier“ gehört :

Der junge Mann jammert, dass sein Onkel plötzlich gestorben sei. Er konnte nichts auf der Messe verkaufen und es wäre großartig, wenn er für die Geschenke das Geld für eine Tankfüllung nach Hause, an den Gardasee, bekommen würde.

Am Ende

Doch endlich haben meine Freundin und ihr Mann ihre Fassung wieder gefunden. “ Nein“, sagt meine Freundin, “ solche Geschenke sind bei uns nicht üblich“ und packt dem jungen Mann einfach alles wieder in seine Tasche. “ Auf Wiedersehen“, sagt ihr Mann und hält die Haustür auf. Der junge Mann verlässt eilig das Haus. Für ihn ist hier das Drehbuch zu Ende.

Doch meine Freundin beschäftigt die Geschichte noch lange.  Wie konnten sie und ihr Mann nur so vertrauensselig sein ? Gehören sie nun auch schon zu den arglosen, dummen Alten ? Über die sie gestern noch den Kopf geschüttelt haben ?

„Wir müssen besser aufpassen“, sagt sich unser Freund. „Uns kriegen die nicht“, sagt sich meine Freundin und schließt seit dem die Haustür immer zweimal ab.

Im „Weser-Kurier“-Artikel wird die Bremer Polizei zitiert, die bestätigt, dass oftmals älteren Menschen eine persönliche Vorbeziehung eingeredet wird. Die Täter geben sich als ehemalige Schüler, Kollegen oder Nachbarn aus, befinden sich angeblich in einer Notlage und bieten fast wertloses Zeug an. Genauso wie meine Freundin und ihr Mann es erlebt haben.

Puppenkleider für artige Mädchen

 Seniorinnen erinnern sich an ihre Kindheit – Ihr schönstes Weihnachtsgeschenk

Die Seniorinnen treffen sich regelmäßig, um ihre Englischkenntnisse aufzufrischen. Sie haben eine Lehrerin engagiert, die für Diskussionsstoff sorgt. Jetzt – vor Weihnachten – liegt das Thema in der Luft. „Was war für Sie das schönste Weihnachtsgeschenk in ihrer Kindheit?“, fragt sie die acht alten Damen. Das Schweigen zieht sich hin.

Dann meldet sich Anna zu Wort: „Das war nach dem Krieg. Meine Eltern hatten kein Geld. Wir waren sieben Kinder. Ich war  drei Jahre alt und wünschte mir ein Dreirad. Für meine Eltern ein unerfüllbarer Wunsch. Doch ich bekam ein Dreirad. Von meiner ältesten Schwester. Sie hatte Geld beim Kartoffellesen verdient. Dafür hat sie mir das Rad gekauft. Ich war selig und sehe mich noch heute meine Runden mit dem Dreirad drehen. Auf der Diele. Und meine Schwester sagt, dass das ihre schönste Freude gewesen wäre.“

Nun fällt auch Dorle etwas ein. „Meine Schwester und ich haben am Nikolaustag unsere Puppen immer nackedei auf die Treppe gesetzt. Meine Mutter versprach nämlich, dass die Puppen zu Weihnachten neue Kleider bekommen würden. Am nächsten Morgen waren die Puppen immer verschwunden. Und meine Mutter hatte ein gutes Faustpfand in der Hand, denn wenn wir in der Vorweihnachtszeit nicht artig waren, drohte sie: Der Weihnachtsmann bringt für eure Puppen keine neuen Kleider, wenn….“.

Ilses Geschichte muss auch noch erzählt werden: „Ich war wohl drei Jahre alt. Ich hatte zu Weihnachten einen Bilderbaukasten bekommen. Quadratische Blöcke, mit verschiedenen Bildern, die wie ein Puzzle zusammengesetzt werden mussten. Ein schönes Geschenk. Mitten im Krieg. Das konnte ich natürlich nicht ahnen. Ich fand den Baukasten nämlich erst spannend, als sich mein Onkel – Soldat im Weihnachtsurlaub –   zu mir unter den Weihnachtsbaum setzte, und die Blöcke so aufeinander schichtete,  dass ein Brunnen entstand. Jetzt fehlte nur noch Wasser. Auch dafür hatte er eine Lösung: Er ließ Lametta vom Baum in den Brunnen rieseln, das wie Wasser im Sonnenschein glitzerte. Ich habe dieses schöne Spiel bis heute nicht vergessen.“

Leider ist mein Englisch immer noch nicht so gut, dass ich flüssig sprechen und schreiben kann, darum habe ich diese kleine Geschichte nicht in Englisch geschrieben, wie es doch eigentlich passend gewesen wäre. Dieser Gedanke hat mich aber nicht in Ruhe gelassen, und ich  habe den Google-Übersetze in Anspruch genommen. Ich finde, er hat seine Sache gut gemacht. Hier das Ergebnis:

Dolldresses for brave Girls.  Seniors remember their childhood – The best Christmas presents

The seniors meet regularly to refresh their knowledge of English . They have hired a teacher who provides material for discussion . Now – before Christmas – is the theme in the air. “ What was the best Christmas present in her childhood ? “ She asks the eight old ladies .

Then Anna speaks up : „That was after the war , my parents had no money , we were seven children. I was three years old and wished me a tricycle, for my parents an impossible request , but I got a tricycle from . . . my oldest sister.  She was earning. She  bought me the tricyclel . I was blessed . And my sister says that it would have been her greatest joy . “

Now also Dorle thinks of something . “ My sister and I have our dolls set on St. Nicholas always nacked on the stairs. My mother promised  that the dolls would get for Christmas new clothes. The next morning the dolls were gone forever . And my mother had a good bargaining chip in the hand , because if we were not nice during the festive season , she threatened that Santa does not bring any new clothes for our dolls if …. “ .

Margaret’s story must also be told :
„I was probably three years old, I had received for Christmas  picture modular square blocks , with different images that had to be assembled like a jigsaw puzzle. I found the kit in fact only exciting, as my uncle –  a soldier in the Christmas holiday –   puts bloks and piled one another so that a fountain was formed. „Now we need water“, he said and put pieces from the  tinsel on the tree  into the fountain , which sparkled like water in sunshine. I have not forgotten the beautiful game. „

Kuchen in der Flasche

Überraschungsgeschenk für die faule Großmutter / Zum Nachmachen 

Ich habe von Anna ein schönes Geburtstagsgeschenk bekommen. Sie weiß, dass ich für mich allein keinen Kuchen backe, weil ich nicht gern Zutaten abwiege, und darum hat sie mir die Zutaten für einen Topfkuchen in ein Glas gefüllt. Wie das Foto zeigt, sorgfältig Schicht für Schicht. Ich mußte nur noch alles in eine Schüssel umfüllen, Eier, weiche Butter und Milch hinzufügen, mit meiner Küchenmaschine „vermixen“,.in eine Kuchenform füllen und eine Stunde backen lassen.

Ganz allein hat sie das Geschenk übrigens nicht fertig bekommen. Ihre Mutter hat ein bisschen geholfen und aus ihrem Backbuch ein Nußkuchenrezept heraus gesucht.

Danke, Anna.

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Mein Nuss (ß) kuchen   –   ganz einfach und schnell gemacht.

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Fröhliche Weihnachten – vorbei…

Alle Geschenke sind auspackt…

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Ich  sehe dem neuen Jahr entgegen. Mit ein paar Schmerzen im Bein, aber immer noch schwimmfähig!

 

Ein kleines Herz verschenken

Bastelvorschlag zu Weihnachten / „Für Knaben und Mädchen „

In meinem Bücherschrank steht ein Lese- und Bastelbuch, das über 100 Jahre alt ist. Leider ohne Erscheinungsdatum. Aber wenn mich nicht alles täuscht, ist es 1896 erschienen und hat da schon sein vierzigjähriges Jubiläum gefeiert. tgb012120907kEs trägt den Titel „Herzblättchens Zeitvertreib“, herausgegeben von Thekla Gumpert. Versprochen werden „Unterhaltungen für kleine Knaben und Mädchen zur Herzensbildung und Entwicklung der Begriffe“.

Zu meinem Erstaunen gibt es darüber auch schon einen Wikipedia-Eintrag. Danach war dieses Buch sehr erfolgreich und sehr modern. Weil ich gerade auf der Suche nach einem Bastelvorschlag zur Vorweihnachtszeit war, habe ich es noch einmal durchgeblättert und tatsächlich ein paar Vorschläge gefunden. Sie heißen „Beschäftigungstafeln“ und stammen von Marie Brückner. Auf einer schlägt sie vor, für Schokoladenplätzchen oder Bonbons eine Schachtel anzufertigen. Sie verspricht: „Sie ist nicht schwer herzustellen, wie du gleich sehen wirst“.tgb012120906k

Das soll das Kind tun: Zuerst aus Kartonpapier ein Herz ausschneiden (a). Dann einen 1 ½ Zentimeter breiten Kartonstreifen abmessen, so dass er einmal um das Herz passt (b). Den Streifen mit überwendlichen Stichen an das Herz nähen (c). „Nun hast du schon die Grundform der Schachtel. Das ging doch schnell, nicht wahr? Ganz ebenso, nur ein klein wenig größer, stellst du den Deckel her“, ermuntert Marie Brückner ihre kleinen Leser und Leserinnen.

Danach sollen sie gekrepptes Seidenpapier von außen nach innen über den Rand schlagen und von innen fest drücken. „Du kannst es bei (d) hergestellt sehen„. Damit die unregelmäßigen Ränder verdeckt sind, legt man ein Schreibpapier hinein. Dann schlägt sie vor, den Deckel noch mit einem Röschen aus Seidenpapier oder mit einem Bildchen zu schmücken. „So ist das kleine Werk fertig, und du kannst dein eigenes kleines Herz verschenken!“, heißt es am Ende der Anleitung.

Mein Herzblättchen will sich noch überlegen, ob es diese Schachtel bastelt. „Nur, wenn du den Rand annähst“, hat es zur Bedingung gemacht.

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Die Beschäftigungstafel

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