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„Sie sollte ihn herein lassen“

Die Suche nach einem Happy End – Sieben Vorschläge

Die Senioren treffen sich regelmäßig, um ihre Englischkenntnisse aufzufrischen. Die Sieben haben eine Lehrerin engagiert, die für den Gesprächsstoff sorgen soll. Heute soll es weihnachtlich zugehen. Frau G., die Lehrerin, liest ihnen eine weihnachtliche Geschichte vor,  die in Australien spielt.
Erzählt wird von einer Familie, die in die Brüche geht, weil der Vater trinkt und sich weder um seine Frau, noch um seine beiden Töchter kümmert. Eines Tages verläßt die Frau mit den Töchtern das Haus. Ohne Vorwarnung und ohne ihre neue Adresse anzugeben. Der Mann fällt in eine tiefe Krise und entschließt sich, einen Alkoholentzug zu machen. Als er clean ist, versucht er seine Familie zu finden. Doch vergeblich, bis er ein paar Tage vor Weihnachten auf dem Titelbild seiner Zeitung seine Frau sieht, die in Sydney als Sportlerin geehrt worden war. Es dauert nicht lange, und er hat ihre Adresse herausgefunden. Heiligabend klingelt er an ihrer Haustür und als seine Frau ihm öffnet, sagt er nur: “ Entscheide du, ob ich herein kommen darf.“
Hier läßt Frau G. die Geschichte enden und fragt die sieben Senioren, was die Frau tun soll.  Zur Überraschung aller fallen die Urteile ganz unterschiedlich aus. Übersetzt aus dem Englischen klingt das so:
„Nicht hereinlassen. Er wird wieder rückfällig“
„Die Frau weiß gar nicht, das er clean ist. Sie soll ein neues Treffen vereinbaren“.
„Sie sollte ihn herein lassen“.
„Ja, herein lassen und in den Arm nehmen. Schließlich ist Weihnachten.“
„Ach, was, das ist doch nur der Trick, am Weihnachtsabend an die Tür zu klopfen….“
„Richtig. Aber – wenn sie die Tür zu macht, ist auch ihr Weihnachtsfest verdorben.“
Das Ende lassen die Senioren offen, denn die Englisch-Sprechzeit ist um.  Sie wünschen sich „Happy Christmas“  und gehen nach Hause. Schließlich ist ihre Welt in Ordnung.
Ob jemand die richtige Antwort weiß?
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Advent

Pünktlich zum 1. Advent hat sich der Weihnachtsmarkt vor meiner Haustür in ein Lichtermeer verwandelt. Mir gefällt das. Ich mag die dunkle Winterzeit nicht.

Doch gestern hat mich ein evangelischer Pastor auf einen neuen Gedanken gebracht. Wir waren an einem Bratwurststand  ins Gespräch gekommen. Er gestand mir, dass er den Rummel in der Vorweihnachtszeit nicht mag. Für ihn ist die Vorweihnachtszeit eine Fasten- und Bußzeit, so wie sie in der katholischen Kirche begangen wird. Ihn treibt es jetzt um, dass er vor einer Weihnachtsfeier, die sein Club veranstaltet, eine Andacht halten soll. In einer Kirche. Mit Weihnachtslieder singen. Er holt tief Luft: „Hoffentlich verlangen die nicht von mir, dass wir „Stille Nacht, heilige Nacht singen… Das geht doch gar nicht. In der Adventszeit….Und dazu noch ein üppiges Essen.“

Fasten und Büßen – in der Vorweihnachtszeit? Der Pastor könnte in seiner Andacht seine Clubfreunde daran erinnern, dass genau das jetzt in der Vorweihnachtszeit mit den vier Adventssonntagen möglich ist. –  Ob die ihm zuhören?

Totensonntag

Im November stehen zwei Sonntage im Kalender, die zum Erinnern an Verstorbene bestimmt sind. Am 19. November war es der Volkstrauertag, an dem an die Opfer von Kriegen und Gewalt erinnert wurde. Am Totensonntag  (26. November) denken wir an die Toten, die uns nahe gestanden haben. Der Totensonntag ist auch der evangelische Gedenktag für die Verstorbenen. In der katholischen Kirche ist das „Allerheiligen“.

Wir schmücken die Gräber

In Bremen werden die Gräber zum Totensonntag geschmückt. Für mich ist das einfach, denn das Grab meiner Familie ist an dem Ort, wo ich lebe. Ich habe es neulich besucht und dabei überrascht festgestellt, dass der Friedhof anders aussieht als noch vor zehn Jahren: Zwischen den Gräbern gibt es Rasenflächen, man kann sich anonym beerdigen lassen, dahinter – auf einer Stele – wird der Name der Person genannt. Mancher Grabschmuck sieht heiter und bunt aus. Auch Familienzerwürfnisse sind dokumentiert: Der Name von XX steht auf der Stele für die anonym Bestatteten, gleich dahinter das Grab seiner Familie, ohne seinen Namen.

Asche im Garten

Die leeren Gräberreihen weisen vielleicht schon auf einen neuen Trend hin: In Bremen darf man seine Asche seit dem 1. Januar 2015 auf privatem Grund verstreuen lassen. Der Friedhofzwang ist aufgehoben. Die Angehörigen brauchen dafür allerdings vom Verstorbenen eine schriftliche Verfügung mit Unterschrift. Und Behörden müssen auch noch ihre Erlaubnis dazu geben.
Ich frage mich, warum sich Menschen, die sich diese Art der Bestattung wünschen, den Hinterbliebenen, Familie und Freunde, keinen Ort der Trauer lassen wollen? Oder doch? Ganz privat, im eigenen Garten, lässt man seine Asche mit Füßen treten?

Bestattungssicherung

Der Osnabrücker Bischof Franz Josef Bode mahnte 2014, aus dem Umgang mit Leichen „nicht ein Spiel mit Resten“ zu machen „oder einen Entsorgungsvorgang ähnlich dem Müll“… Ich denke lieber weiter, denn in meinen Unterlagen habe ich einen Brief von einer Versicherung gefunden. In dem Schreiben wird mir empfohlen, eine „Bestattungssicherung“ abzuschließen, „Versicherungssumme bis 20.000 Euro wählbar.“ Vielleicht beantworte ich das Schreiben und bestimme dann, dass von dem Geld ein Shantychor bezahlt wird, der an meinem Sarg singt.

Verbrennen lasse ich mich nicht.

Ich lach mich schlapp…

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Am 17. November war Vorlesetag. Vorlesetag? Das ist der Tag im Jahr, an dem rund um die Uhr vorgelesen wird. Teilnehmen kann jeder, der Spaß am Vorlesen hat. Platz zum Zuhören wird an vielen Orten angeboten. Ich wollte an dieser Stelle eine eigene Geschichte veröffentlichen, für Großeltern, die nicht lange nach etwas zum Vorlesen für ihre Enkel suchen wollen. Doch mir ist nichts eingefallen (und mir wird auch nichts einfallen). Darum bin ich so frei, ändere das Programm und schlage vor: Wir erzählen am Vorlesetag Witze.

Die folgende kleine Sammlung sorgt bestimmt für Heiterkeit. Abgeschrieben habe ich  hier:  ttp://www.programmwechsel.de/lustig/kinder-witze.html

1

Sohn fragt den Vater: „Wo liegen eigentlich die Bermudas?“
Vater: „Da musst du Mutter fragen, die räumt doch immer alles auf!“

2

Großmutter schüttelt missbilligend bei Tisch den Kopf und tadelt ihre Enkelin: „Aber Julia, wie kann man nur mit vollem Mund reden?“
Antwortet Julia: „Alles Übung, Oma.“

3

Der vierjährige Dieter darf mit Papi eine längere Autofahrt mitmachen. Abends zu Hause fragt die Mutter: „Na, ihr Zwei, wie war es denn?“
Der Junge ist total begeistert: „Ganz toll! Wir haben zwei Hornochsen, einen Knallkopp, sechs Armleuchter und einen Vollidioten überholt….“

4

Im Religionsunterricht fragt der Pfarrer den Martin, ob er denn auch  jeden Abend daheim ein Gebet spricht. „Das tut meine Mami immer für mich“, entgegnet der Junge.
„Und was betet sie?“ – „Gott sei Dank, dass er endlich im Bett ist!“

5

Der 5-jährige Sven hat noch nie ein einziges Wort gesprochen. Eines Tages sagte er am Mittagstisch: „Es fehlt Salz in der Suppe“.
Erschrocken bis ins Mark schauen sich die Eltern an. Nachdem der erste Schreck überwunden ist, fragt die Mutter mit zittriger Stimme: „Sven, warum hast du denn die ganze Zeit nichts gesagt? Wir waren ja voller Sorge“.
Darauf Sven: „Warum sollte ich? Bis jetzt war das Essen doch in Ordnung.“

6

Mami, möchtest du ein Eis?“ — „Nein.“ — „Gut. Jetzt frag du mich!“

7

Peter: „Mami, ist der stille Ozean wirklich ganz still?“ Mutter: „Peter, kannst Du nicht mal was vernünftiges fragen?“
Peter: „Hm, wann ist das tote Meer gestorben?“

8

Vater ganz stolz zum Sohn: „Du Kind, warum hast du eigentlich mein Bild in dein Schulheft geklebt?“  Kind: „Weil die Lehrerin sehen wollte, welcher Dummkopf mir bei den Hausaufgaben hilft.“

9

Eine Oma zeigt dem Busfahrer ihre Fahrkarte. „Das ist eine Kinderfahrkarte.“ Sagt die Dame: „Da können Sie mal sehen, wie lange ich auf Ihren Bus gewartet habe.“

10

Mein Lieblingswitz

Zum Schluß mein  Lieblingswitz aus Kindertagen: Die Mutter ruft: „Klein Erna, rauf kommen, Füße waschen. Ich brauch die Schüssel für Salat“.

„Den Witz versteht heute kein Kind mehr“, bemerken meine Töchter. „Man wäscht sich nicht mehr in einer Schüssel mit Wasser. Das ist bald 100 Jahre her. Nur die Salatschüssel gibt es immer noch.“

Wasser genug

Am 29. Oktober hat die Winterzeit bei uns mit einer Sturmflut begonnen. Bei mir, vor dem Garten, ist an diesem Tag die Weser über die Ufer gelaufen. Der Schreck ist mir dabei nicht in die Glieder gefahren, denn Sturmfluten sind hier nicht ungewöhnlich. Da sich bis Bremen der Wasserstand der Weser durch Ebbe und Flut regelt, läuft nach einigen Stunden – bei Ebbe – alles Wasser wieder in die Weser zurück. Darum sind auch an diesem Tag im Wirtshaus „Grauer Esel“, das direkt am Hafen steht, die Lichter nicht ausgegangen. Dort kann man nämlich „die Schotten dicht machen“, so dicht, dass durch Fenster und Türen kein Wasser eindringen kann. Und dies muss auch noch erzählt werden: Hier haben die Bremer Stadtmusikanten – Esel, Hund Katze, Hahn – bis an ihr Lebensende gewohnt. Der Esel ist als letzter gestorben. Zu Erinnerung trägt das Lokal seinen Namen, und er steht  – in Bronze gegossen – vor der Tür. Am letzten Sonntag wieder einmal bis zum Hals im Wasser.

Ein Feiertag extra

Lutherstadt Wittenberg. Im Hintergrund die Stadtkirche. An deren Tür schlug Martin Luther 1517 seine 95 Thesen an. 

Vor 500 Jahren , am 31. Oktober, veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen zur Kritik an der Kirche. Das ist lange her, trotzdem hat er gerade bei mir für Aufregung gesorgt. Meine  Freundin hat nämlich  angerufen und mir erklärt,  dass unser Treffen zum Einkaufen am Dienstag, 31. Oktober, ausfallen muss. Der Grund: Dienstag ist ein Feiertag. Warum? Weil das der Reformationstag ist. Aber im Bundesland Bremen ist der Reformationstag kein gesetzlicher Feiertag. Richtig. Aber der 31. Oktober ist in diesem Jahr bundesweit zum ersten Mal ein gesetzlicher Feiertag.  In Bremen also auch. Ich Schlafmütze.

Das neue Programm: Wir treffen uns im Restaurant zum Essen und zitieren Martin Luther: Für die Toten Wein, für die Lebenden Wasser: Das ist eine Vorschrift nur für Fische. Nicht für Frauen.

Wer noch ein  bisschen mehr von Luther lesen möchte, findet in meinem Blog u.a. etwas an dieser Stelle:

https://kleinebrise.wordpress.com/2017/01/14/mit-martin-luther-ins-neue-jahr/

Vor 50 Jahren in Bremen

Bremen nach 1968 – Eine Ausstellung – Ich erinnere mich

Im Bremer Focke-Museum kann man jetzt in einer Sonderausstellung nachvollziehen,  was in der Stadt zwischen 1968 und 1983 passierte: Es war die Zeit als Bremens wirtschaftlicher Absturz begann,  als Schüler auf der Straße protestierten, Frauen sich gegen den § 218 wehrten, die Werft AG-Weser geschlossen wurde und Stadtplaner und Architekten Hochhausburgen bauten. Wer die Ausstellung besucht, wird auf vielfältige Art angesprochen: Bei Älteren werden Erinnerungen wach. Jüngere staunen, wie bewegt Bremen vor rund fünfzig Jahren war.

Beteiligte erzählen

Der Raum, in dem die Ausstellung gezeigt wird, ist schwarz und dunkel. Das meiste Licht kommt von Fernsehern, die verstreut auf Tischen stehen. Über Kopfhörer erzählen Beteiligte von damals, an was sie sich erinnern. Joachim Barloschky gehört dazu. Er war als 16jähriger an den Schülerunruhen beteiligt und erinnert sich an Hermann Rademann, einen der Wortführer bei den Schülerprotesten gegen die Fahrpreiserhöhung bei der Straßenbahn.

Schülerprotest

Hermann Rademann, mein Bruder, war der Grund dafür, warum ich die Ausstellung besucht habe: Ich wollte wissen, ob er, im Rückblick auf die Schülerproteste, noch eine Rolle spielt. Auf einem Foto vom Januar 1968, das der Weser-Kurier zur Besprechung der Ausstellung, jetzt am 2. September, veröffentlichte, steht er noch zusammen mit Bürgermeisterin Annemarie Mevissen auf einer Holzkiste. Beide mit einem Mikrofon in der Hand und sein Name steht darunter. Im Ausstellungskatalog fehlt sein Name in der Bildunterschrift… Um es kurz zu machen: Nach fast fünfzig Jahren spielt Hermann Rademann in dieser Rückschau keine große Rolle mehr.

Ein Mensch

In dem dunklen Ausstellungsraum kommen meine Erinnerungen zurück: An den Bruder. An den kleinen Jungen, der mit seinem Charme alle einnahm. An den Wortführer der Schüler bei den Bremer Straßenbahnunruhen im Januar 1968, an seine Krankheit, seine Einsamkeit und seinen Freitod 1988. Neben hämischen Nachrufen (u.a. Barbara Debus in der taz)  gab es damals auch tröstende. Ulrich Reineking schrieb im „Bremer Anzeiger“: Ein Mensch (..) war Hermann Rademann (..).Die Welt, die es umdrehen wollte, hat ihn besiegt, aber nicht widerlegt… Ein Freund schrieb nach seinem Tod:…Hermann war von uns  allen derjenige, der am besten die Wünsche und Hoffnungen der Menschen verstanden hat…Hermann hat vor 10000 Menschen auf der Domsheide innerhalb  von Sekunden die richtigen Entscheidungen getroffen und die richtigen Worte gefunden, um die Dinge zu einem erfolgreichen Ende zu bringen…Viele von uns sind an der Zeit zerbrochen…Aber man muss auch die andere Seite sehen: Wir haben etwas ganz Besonderes und sehr viel Schönes und Aufregendes erlebt…“

Ja, so kann es einem in dieser Ausstellung ergehen: Erinnerungen kommen zurück, Altes wird zurechtgerückt, Blickwinkel ändern sich. Vielleich werde ich die Ausstellung noch einmal besuchen und dann verstehen, warum mich damals der Frauenprotest nicht interessiert hat, das Programm „Kunst im öffentlichen Raum“  dafür um so mehr und das bis heute!

Die Ausstellung läuft bis zum 1. Juli 2018. Dazu wird ein Rahmenprogramm angeboten. Alle aktuellen Informationen bekommt man unter http://www.focke-museum.de  .

Allein im Krankenhaus

 

Zwei Krankenhausaufenthalte haben mich gerade das Fürchten gelehrt. Das betrifft nicht die ärztliche Versorgung, mit der ich zufrieden war, sondern die Betreuung für mich im Bett.

Das war die tägliche Vorstellung:

Es zeigt sich keine freundliche Krankenschwester, die sich nach meinem Befinden erkundigt, sondern es kommt eine gelehrte Person mit einem Computer herein gefahren, die kompetent den Ärzten assistiert, mich aber wie ein Stück Holz behandelt. Niemand hilft beim Waschen, Betten werden nicht mehr aufgeschüttelt, das Essen wird im Pappkarton auf den Tisch gestellt. Meine Zusatzversicherung ( für ein Einzelzimmer), für die ich rund vierzig Jahre gezahlt habe, hilft mir nicht. Ich liege in einem Zweibettzimmer. Zum Glück mit einer netten alten Dame. Wir vertragen uns gut. Vorgesehen war das nicht, denn ich hatte einen Termin im Krankenhaus für meine Behandlung. Das Einzelzimmer war bestellt, doch – leider, leider, leider – auf der Station wusste man nichts von meiner Ankunft. Daher meine Aufnahme in einem Zweibettzimmer.

Es wird gestreikt

Das Pflegepersonal streikt. Es will mehr Zeit für die Patienten haben.  
Meine Frage: Was wollt ihr denn mit der Mehr-Zeit anfangen? Wirklich wieder Betten aufschütteln und Essen austeilen?
Mein Vorschlag: Lasst euch ruhig weiter zu (Arzt)Assistenten ausbilden. Empathie ist dafür nicht so wichtig. Aber sorgt dafür, dass es wieder eine Ausbildung zur guten alten Krankenschwester gibt, für die ein einfacher Schulabschluss genügt. Wer Freundlichkeit und Zuversicht ausstrahlt, kann Kranken auch guttun. Einfühlung und Zuwendung bekommt man nicht durch hohe Schulabschlüsse zensiert. Lasst die gute alte Krankenschwester wieder arbeiten. Sie war ein Segen für die Kranken.

 

Ich habe es übrigens auch ein bisschen lustig gehabt. Zwei Tage habe ich auf der Normalstation in einem Vier-Bett-Zimmer geschlafen. Wir waren eine fröhliche Gang, mit Herz-Schmerz-Problemen –  und fast ohne Krankenschwestern. Und ganz ohne Chefarztbesuch.

Jetzt mal eine Denkpause

Ja, so habe ich mich entschieden: Ich mache hier eine Schreibpause. Begründen kann ich das ganz gut. Denn ich frage mich: Wenn interessiert immer weiter, was einer 75+jährigen in ihrem Alltag passiert? Über manches, was über meinen Tag hinausgeht, habe ich in den letzten Jahren (ganz genau: seit 2009) geschrieben. Nun warte ich mal ab, was die „neuen“ Omis und Opas in ihren Blogs schreiben. Ich bin ab heute in Alltagsteilzeit.

Das steht gerade jetzt auf meinem Tagesplan:

Das Gulasch von gestern mit einer Dose Mockturtle verlängern.

Eine neue Frisur ausprobieren.

Protokoll  der letzten Vorstandssitzung schreiben.

Hustenbonbons suchen.

Die Beine hochlegen.

Sich über den Garten freuen. Es blüht überall und die Vögel singen!

Gartenstühle sauber schrubben. (Auf Montag verschoben).

Mittwoch kommt Besuch.

Wann ist Ostern?

Die Kinder anrufen?  Sonntag. 11.30 Uhr. Ist das nicht zu früh?

Mittagsschlaf.

O, das Leben geht weiter! Gerade segelt auf der Weser eine Jacht vorbei.

Es ist Sonntag, 2. April 2017, 15.28 Uhr. Heiter bis wolkig.

Es blüht so gelb und weiß…..

Jetzt ist Frühling !                                               Seit 20. März um 11.29 Uhr.

Woher ich das so genau weiß? Das haben die Astronomen ausgerechnet. Über Google haben sie mich belehrt, dass sich die Neigung der Erdachse im Jahresverlauf zur Sonne hin verändert und dass dadurch die Jahreszeiten entstehen. So – mehr möchte ich eigentlich gar nicht wissen. Doch weil die Vorstellung so hübsch ist, dass bei uns der Frühling auf die Minute genau beginnt, habe ich das Ergebnis der wissenschaftlichen Berechnung  übernommen und zitiere nun auch noch, wie das Datum berechnet wurde: Der Frühling in der Nordhalbkugel beginnt dann, wenn die Sonne über dem Äquator exakt im Zenit steht….…. In diesem Jahr ist das am 20. März um 11.29 Uhr der Fall.

Mein Foto zeigt ein Stück Blütenwiese im Vegesacker Stadtgarten, der direkt an der Weser liegt.

 

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