Aus meinem Alltag – neue Folge

Moderne Landschaft

Blick in die Osterstader Marsch, zwischen Elbe und Weser.

Sonntag, 2. September – 12 Uhr mittags.

Dazu noch ein paar Mitteilungen aus meinem Alltag.

*STERNCHEN-FRAU. Ich bin schon seit Jahren Mitglied in einem Schreibclub. Die Frauen sind ganz klar in der Überzahl. Nun haben wir einen neuen Leiter. Er ist nicht von uns gewählt worden, sondern war eines Tages da…. Dieser Mann  hat schönen frischen Wind mitgebracht. Doch eine Sache gefällt mir nicht: Seine Nachrichten beginnen immer mit Liebe Mitstreiter*innen! Wenn ich mich richtig informiert habe, soll das Sternchen darauf hinweisen, dass es eine Geschlechtervielfalt gibt. Doch muss ich daran jeden Tag erinnert werden? Kann es nicht weiter einfach heißen: Lieber Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen?

Ich hätte auch nichts dagegen, wenn die Mitteilung nur mit Liebe Mitarbeiter beginnen würde, ich würde mich trotzdem angesprochen fühlen…. Doch das verrät, dass ich alt bin, jüngere Frauen wollen keine Mitarbeiter sein, sondern Mitarbeiterinnen. Das akzeptiere ich. Doch eine *Sternchen-Frau möchte ich nicht sein. Gelernt habe ich nämlich  durch das Internet, dass es seit zwei, drei Jahren bestimmten Feministinnen nicht mehr  allein um Emanzipation geht, sondern sie wollen, dass wir die verschiedenen sexuellen Bedürfnisse des Menschen anerkennen (wieviel das sind, weiß man nicht genau). Dazu soll das Sternchen* dienen. Mir sagt das * nur, dass der Alltag komplizierter ist als ich bisher gedacht habe. Doch muss ich daran beim Schreiben immer denken? Nun warte ich ab, was der „Duden“ dazu sagt. Doch der wartet auch noch ab!

Eine kleine neue Korrektur habe ich gerade beim Zeitungslesen gefunden: Man schreibt nicht mehr die Reihenfolge Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sondern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Top! Das gefällt mir! Aber nur, weil ich darüber lachen kann.

FIT BIS  IOO. Ich bin seit rund zwanzig Jahren Mitglied in einem Fitnessclub. Alles, was angeboten wird, nutze ich. Weil ich – meinem Alter entsprechend – eine Greisin bin, dachte ich: Nun probierst du mal den Kursus „Fit bis 100“ … Das habe ich heute gemacht. Mein Befinden: Lob von der Trainerin: Tänzerisch gut drauf…Es tut nichts weh. Gestolpert und umgefallen bin ich auch nicht. Doch am besten war, dass laute Schlagermusik gespielt wurde. Dazu bewegten sich meine Beine und Arme ganz ohne Mühe. Mein Fazit: Ich gehe wieder hin. Richtig ganz laute Tanzmusik darf bei mir zuhause nämlich nicht gespielt werden! Hüpfen darf ich auch nicht so doll, weil sonst der Fußboden schwankt…!

SOMMERLICH FESTLICH. Ich bin zu einer Goldenen Hochzeitsfeier eingeladen. Das freut mich. Auf der schriftlichen Einladung steht als Wunsch: Abendkleidung: bitte sommerlich festlich. Und nun? Ich habe alle Schrankecken leer geräumt und zur Auswahl gefunden:

Rock mit Schleppe,

Hose mit Seitenschlitzen,

Seidenkleid mit weitem Rock (rund 20 Jahre alt),

Rock in Schwarz,

Shirt, bunt, ganz neu (Herbstmode!).

Vier passende Schuhpaare, aber super unbequem.

Was ich anziehe? Drei Tage Bedenkzeit habe ich noch.


 

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2 Gedanken zu “Aus meinem Alltag – neue Folge

    1. Das ist natürlich eine gute Idee. Aber in meiner Umgebung gibt es keine Läden, die bei mir viel Lust auf etwas Neues auslösen. Ich war wieder mit meiner schwarzen Schlitzhose unterwegs, mit dem bunten, neuen Oberteil. Meine Freundin, in einem zwanzig Jahre alten Kostüm, hat ein Kompliment bekommen. Ich nicht. Kleine Brise

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