Frauenleben vor 150 Jahren

Plädoyer für die Familie

Am 8. März ist „Internationaler Frauentag – Weltfrauentag“. Ich bin kein Freund ( Freundin!) dieses Aktionstages. Ich bin davon überzeugt, dass mein Frauenleben auch ohne die Unterstützung der Frauenbewegungen einen guten Verlauf hatte. Warum mich der Tag trotzdem kümmert? Er ist für mich ein Datum dafür, mich wieder einmal für das  Frauenleben vor meiner Zeit zu interessieren. Mein Fazit: Ich erkläre den „Frauentag“ zum „Familientag“.

In  diesem Jahr hat mich ein Familienfoto aus dem 19. Jahrhundert zum Nachdenken gebracht (siehe oben). Es zeigt die Urgroßeltern meiner Freundin  mit ihren sechs Kindern. Der Urgroßvater hat die meiste Zeit seines Lebens in den USA  verbracht. Er soll dreizehn Jahre alt gewesen sein, als er sich auf den Weg in die neue Welt machte. Mit 34 Jahren kam er zurück, bewirtschaftete den väterlichen Hof  und heiratete mit 51 Jahren eine 28 Jahre jüngere Frau.

Mit 32 Jahren Witwe – „Alleinerziehend“

Er starb mit 60 Jahren nach einem Schlaganfall, seine Frau war 32 Jahre alt und musste von da an allein für die sechs Kinder sorgen. Sie war eine „Alleinerziehende“, die allerdings niemals auf die Idee gekommen wäre, dafür Geld vom Staat zu fordern. Sie musste einen Hof bewirtschaften und konnte sich auf eine große Familie verlassen, zu der nicht nur Eltern und Geschwister zählten, sondern auch Vettern und Kusinen.

Kredit vom Patenonkel

In dieser großen Familie hat es nie Streit gegeben. Besorgte und freundlicher Zuwendung war dagegen selbstverständlich. Alle Kinder haben ihren Weg gefunden, geheiratet, Kinder groß gezogen und Besitz erworben. Hermann, der Junge rechts neben seiner Mutter, ist ein Beispiel dafür: Er war nicht der Hoferbe, also beschloß seine Mutter (die Familie) ihn zur Berufsausbildung aus dem Haus zu schicken. Er machte eine Lehre in einem Lebensmittelgeschäft in Bremen. Dort lernte er  seine spätere Frau kennen. Mit ihr wollte er sich selbstständig machen. Ein eigenes Geschäft eröffnen. Doch dafür fehlte das Geld. Hermann bekam einen Kredit von seinem Patenonkel. Das Startgeld machte ihn am Ende zum wohlhabenden Mann. Selbstverständlich für ihn war, dass er später auch in der Familie ein Kreditgeber für seine Neffen wurde.

Heute sind solche engen Familienbande nicht mehr selbstverständlich. Frauen , die heute allein für ihre Kinder sorgen müssen, leben in gesellschaftlichen Verhältnisse, in der Fürsorge aus der Familie keine entscheidende Rolle mehr spielt. Dafür wird der Staat aufgefordert, sich um diese „Menschen in Not“ zu kümmern. Reicht das aus? Nein!

Mein Fazit:

Der 8. März soll

in diesem Jahr

kein „Frauentag“ sondern ein „Tag der Familie“ sein.

 Zuwendung für Familien muss von allen kommen.

 

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