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Archiv für Januar, 2018

Voll dagegen: meine drei Unwörter

Ich bin zwar nicht mehr im Beruf, muss mir also keine Blabla-Wörter mehr anhören, doch inzwischen gibt es auch für mich Wörter, die mich gehörig stören, wenn ich unterwegs bin, Zeitung lese oder vor dem Fernseher sitze.

Mein erstes Unwort 

konkret

Was ich gegen das Wort konkret habe? Konkret eigentlich gar nichts. Ich finde es überflüssig. Konkret: Es ist überflüssig, weil es sich abgenutzt hat. Ursprünglich benutzte man konkret, wenn man konkret – ganz genau – etwas erläutern wollte. “ Was erwartet mich an diesem Abend?“, reicht als Frage. Wieso schiebt man noch  konkret dazwischen?

 

Mein zweites Unwort

narrativ

Dieses Wort macht mich wütend, denn es gehört nicht zu meinem Wortschatz. Ich weiß nicht einmal, was es aussagen soll. Die beste Erklärung habe ich im englischen Oxford Wörterbuch für Schule und Beruf  gefunden: Narrative/  Erzählung , Schilderung,  „The novel contains too much dialogue and not enough narrartive. Der Roman enthält zu viele Dialoge und zu wenige Erzählpassagen“. Was lerne ich daraus? Ich äußere mich auch narrativ, denn ich rede gern in einem erzählerischen Stil, der leider nicht gleich von allen verstanden wird.

Ab jetzt gehört narrativ zu meinem Wortschatz. Ich werde es aber sparsam, vielleicht  gar nicht verwenden. Und meine Zuhörer weiter narrativ unterhalten

Mein drittes Unwort

Schönen Tag noch…

Schönen Tag noch….wünschen mir meist Leute, die ich gar nicht kenne: die Kassiererin im Supermarkt, der Eisverkäufer, der junge Mann, dem ich den Weg zum Bahnhof gezeigt habe. Was wissen die denn, wie für mich ein schöner Tag aussieht? Und was soll ich ihnen antworten? Danke, wünsche ich Ihnen auch?  Früher hat das niemand gesagt. Dafür hieß es „Aus Wiedersehen“. Passt das nicht viel besser? Meistens. An dieser Stelle gerade nicht. Schönen Tag noch!

 

 

 

 

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Januar 2018 – Blick auf die Weser

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Der „Vegesacker Balkon“ .   Blick vom Bremer Steilufer nach Niedersachsen.                   53° 10´15,1″ N / 8° 36´ 50,2″ E

 

Tausendmal zitiert ….

1. Januar 2018

Weihnachten ist vorbei. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle noch einmal an das Fest erinnern. Mit diesem Satz vom ehemaligen Bundespräsident Richard von Weizsäcker:

Die Weihnachtsbotschaft stützt sich nicht auf Angst, sondern auf Vertrauen, auf Hoffnung und Liebe. In der Liebe ist mehr Kraft als in irgendeiner anderen Macht. Jeder Mensch kann sie erfahren, sie einem anderen zugänglich machen. Sie ist der Frieden.

Als Quelle wird eine seiner Weihnachtsansprachen genannt. Ich habe das Zitat nicht gefunden. Trotzdem hat sich die Suche gelohnt, denn Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat gute Reden gehalten. Ich habe ihm damals bloß nicht zugehört. ..
Ich habe das Zitat beim Zeitungsblättern zwischen den Jahren gefunden. Es drückt für mich alles aus, was das Weihnachtsfest so außergewöhnlich macht. Meine Freundin gehörte in diesem Jahr sicher zu den Gewinnerinnen, denn sie feierte das Fest in Mitten ihrer ganzen Familie. Das waren 21 große und kleine Personen!

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