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Archiv für Dezember, 2016

Mein Weihnachtsgedicht

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Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,

 Stll erleuchtet jedes Haus,

 Sinnend geh´ ich durch die Gassen,

Alles sieht so festlich aus.

Das ist die erste Strophe des Weinachtsgedichtes von Joseph Freiherr von Eichendorff ( 1788-1857 ). Sie ist mir wieder eingefallen, als ich gestern durch eine Straße ging, in der einige von diesen alten Häusern stehen. Jedem Haus sieht man an, dass seine Bewohner gern darin leben und dass sie Weihnachten feiern. Wie es vor 200 Jahren Eichendorff beschrieben hat.

Damit wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern gesegnete Weihnachten.

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Das war einmal: Ich – auf hohem Fuss unterwegs

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Schöne Schuhe aus meinem Schrank – Wie alt sind sie?

Im FAZ-Magazin wurden kürzlich Schuhe mit hohen und bunten Absätzen als Highlights gezeigt. Nichts Neues für mich. Die waren schon einmal modern. Vor dreißig, vierzig Jahren. Das soll die jungen Blattmacher nicht stören. Was neu aussieht ist für sie auch neu. Wo mit ich jetzt wieder einmal beweisen kann, dass ich richtig alt bin, denn :“Das hat es alles schon einmal gegeben“, musste ich mir als Jüngere früher auch anhören, und ich habe mich auch nicht um diesen Seniorenspruch geschert. Ihre Vergangenheit war meine Gegenwart. Heute ist es eben umgekehrt.

Aber sind meine alten Schuhe nicht schön? Und sie verraten auch etwas: Viel getragen habe ich sie nicht, denn sie sehen fast neu aus. Vielleicht trage ich ein Paar davon auf der nächsten Weihnachtsfeier….

 

 

unterwegsprêt-à-parler

Die Weihnachtssonne

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Schöne Wintersonnenuntergänge mag ich gern. Als dieses Foto entstand, habe ich meinem Enkelkind den Spruch aufgesagt, den meine Großmutter immer parat hatte, wenn die Sonne flammend unterging:

Nun kiek ens, wat is de Himmel so rot!

Dat sünd die Engels, se backt dat Broot.

Und for den Wiehnachtmann sin Stuten

vör all de lütten Leckersnuten. 

Hier sollte eigntlich die Bildunterschrift zu Ende sein. Doch heute morgen stand auf der Titelseite vom Bremer „Weser-Kurier“ der gleiche kleine Vers unter einem Sonnenuntergang-Bild aus Bremen. Dazu noch ein paar interssante Informationen: Solch ein schöner Sonnenuntergang ist im Winterhalbjahr gar nicht so ungewöhnlich, wie der Deutsche Wetterdienst dem Weser-Kurier  erklärte. Der pupurrote Himmel entsteht durch „einen Lichtbrechungseffekt“, wenn sich in der Atmosphäre die Temperaturen der Luftschichten ändern. „…Das kurzwellige blau-grüne Licht wird mehr oder weniger stark herausgefiltert, sodass nur noch ein langwelliger roter Anteil übrig bleibt.“ Der Fotograf für mein Foto stand in Vegesack am Hochufer der Weser. –

 

 

Der Nikolaus sitzt vor der Tür

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So sah es am 6. Dezember in vielen Fußgängerzonen in Bremen aus: Kinder hatten sich ein bisschen als Nikolaus verkleidet und streiften durch  die Geschäfte, um sich ein paar Süßigkeiten in ihre Säckchen legen zu lassen. Sie waren fast überall willkommen. Meist wartete schon jemand, der sich als Nikolaus oder Weihnachtsmann verkleidet hatte, vor der Ladentür. Süßigkeiten gab es aber nur, wenn die kleinen Besucher  ein Gedicht aufgesagt hatten. Ich weiß nicht, ob es diesen Brauch auch in anderen Städten gibt. Ich kenne ihn schon aus Kindertagen. Doch damals liefen wir von Haus zu Haus und wurden mit Äpfeln und Nüssen beschenkt, denn es war Nachkriegszeit und Lebensmittel waren knapp. Äpfel und Nüsse gab es auch nur, weil unsere Nachbarn Gärten hatten. In den Städten konnte am Nikolaustag vermutlich gar nichts verschenkt werden.

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