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Archiv für Juli, 2016

Ferien – allüberall

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Hurra! Jetzt sind in allen 16 Bundesländern Schulferien. Für mich eine gute Gelegenheit, allen, die zu Besuch nach Bremen kommen, ein paar Ausflugsziele anzubieten.

Mein erster Vorschlag

Ganz viele Open-air-Konzerte besuchen

Eintritt frei

Und das geht so: Vom Freitag, 5. August, bis Sonntag, 7. August, wird in Bremen-Nord das Internationale Festival Maritim  am Vegesacker Hafen, direkt an der Weser, gefeiert. Es findet zum 18. Mal statt.

Auf diesem „deutschlandweit einzigartigen Seamusic-Spektakel“ , wie die Senatspressestelle mitteilt, treten in diesem Jahr rund 32 Bands  und Chöre aus Europa und Übersee bei 170 Konzerten auf neun Open-Air-Bühnen auf. Eine zusätzliche Besonderheit: Eine Partnerstadt gehört  jedesmal zu dem Festival. In diesem Jahr ist Danzig die Partnerstadt. Hintergrund: Die Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag – und auf dieses Ereignis wird während des Festivals immer wieder aufmerksam gemacht (zum Beispiel wird eine Bernsteinausstellung gezeigt).

Der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling ist Schirmherr des Festivals. Sieling: „Ich freue mich auf das Internationale Festival in Vegesack. Die Partnerschaft gilt als historische Wegbereiterin für die späteren deutsch-polnischen Verträge und war ein Beitrag zur Überwindung des Ost-West-Konflikts. “

Die Festplätze am Vegesacker Hafen, in den Fußgängerzonen und an der Weserpromenade sind leicht mit Auto, Bahn, Bus, Fähre und Fahrrad zu erreichen. Der Vegesacker Bahnhof für Zug und Bus liegt direkt am Hafen. Ein großes Parkhaus gibt dort auch.

Mehr Informationen zum Festival gibt es unter: www.festival-maritim.de

Foto: Archiv 2015 Festival Maritim

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Merkwürdige, wundersame Gegenwart

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Jahresausstellung 2016 der Hochschule für Künste Bremen in einem leeren Rathaus

 In Blumenthal, einem fast vergessenen Stadtteil in Bremen, steht das alte Rathaus leer. Warum das so ist,  soll hier nicht erörtert werden. Doch es war ein Glücksfall für die Hochschule für Künste Bremen, denn sie konnte hier in all den leeren Räumen – vom Dach bis in den Keller – an einem Wochenende die Abschlussarbeiten von 29 Absolventen  vorstellen. Ohne räumliche Einschränkungen konnten die Studenten und Studentinnen aus  den Fachbereichen  Degitale Medien und  Integriertes Design zeigen, was sie für beachtenswert halten.

Ich habe mir alles am letzten Tag angesehen und mich dabei gut unterhalten. Obwohl ich längst nicht bei allen Installationen den Hintersinn verstanden habe.  Zum Glück waren Erklärungen nicht immer nötig. So bei der Arbeit von Christopher Hoecker, der aus  verschiedenen Materialien Schuhe gefertigt hatte oder von Carolin Pertsch, die aus Seegras Hocker gebaut hatte. Gar nicht angesehen habe ich mir Charlett Wenigs Arbeit „The BoneProjekt“. Sie hatte Knochen bearbeitet. Keine gute Einladung für mich, darüber nahzudenken. Die deutsche Nazi-Vergangenheit war plötzlich ganz nah. Ich bin schnell weiter gegangen…

Aber hatte  nicht in der Zeitung gestanden,  dass die Petra und Dieter Frese Stiftung Bremen drei Preise  vergeben hatte? Ich fragte herum, doch es dauerte ein bisschen, bis jemand mir die Arbeiten  zeigen konnte.  Notiert war es nirgends.

Den ersten Preis – dotiert mit 4000 Euro – hat Susan Buckow für ihre Arbeit „Komische Gegenwart – eine Sondierung aus der Zukunft“ bekommen. Die Preisrichter lobten die feinen Figuren, die zwischen Illustration, Scherenschnitt und Lasercut in ihrer Filigranität und Ausarbeitung, aber auch in der gesamten Fülle große Freude beim Ansehen und Erkunden machen…Die kleinen Drahtfiguren hingen als Fries an der Wand. Hinter jeder schien sich ein  Rätsel zu verbergen. Auch ich habe mir diese Arbeit gern angesehen, obwohl ich den roten Faden –   Eine Sondierung aus der Zukunft in eine komische Gegenwart – nicht gefunden habe.

Richtig gefreut habe ich mich, dass Alexander Pfeiffenberger und Zora Hünermann  für ihren Animationsilm „Talk Time“ mit dem zweiten Platz, dotiert mit 3.250 Euro, ausgezeichnet wurden. In der Jury-Begründung heißt es dazu: Die Arbeit … entpuppt sich hinter der naiv wirkenden Oberfläche als durchdachte, unterhaltsame und smart inszenierte Analyse unserer Zeit, in der Antworten auf komplexe Probleme unserer Gesellschaft immer öfter nicht Lösung, sondern Knock-out bedeuten und Systeme obsolet werden… Für mich war dieser Film ein schöner,  heitere Abschluss meines Besuches.

Der dritte Preis  und 2750 Euro wurde Charlett Wenig  für ihre Arbeit „The BoneProject“ zugesprochen. Wie schon  erwähnt, habe ich mir diese Knochen-Arbeit nicht angesehen. Aber die Jury hat gute Gründe gefunden, diese Abschlussarbeit auszuzeichnen. In der Begründung heißt es: Die Arbeit „The BoneProject“ von Charlett Wenig ist eine herausragende interdisziplinäre Forschungsarbeit, die erfolgreich Theorie und Praxis vereint. Durch die gestalterische und intensive Auseinandersetzung mit der Verarbeitung von Tierknochen wurden neue Materialien experimentell entwickelt und zukünftige Anwendungsbereiche erforscht. …. Vor allem begeisterte der bodenständige, stetige und neugierige Forschungsgeist der Arbeit.

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Die Preisträger: Zwei Ausschnitte aus der Arbeit „Komische Gegenwart – Eine Sondierung aus der Zukunft“ von Susan Buckow. Dazu das Bühnenbild zu dem Film „Talk Time“ von Zora Hünermann und Alexander Pfeiffenberger.

 

Alltag in meiner Umgebung

Von Tag zu Tag – Fußball EM 2016 – Rabatt beim cker

Brot und Spiele.  Wer jetzt in Bremen in Beckmann´s Bäckerland Brot einkauft, bekommt einen besonderen Rabat: Für jedes Tor, das unsere Nationalmannschaft während der Europameisterschaft in Frankreich schießt, reduziert sich der Brotpreis  beim Bäcker Beckmann um 20 Cent. Zu meiner Überraschung habe ich daher gestern statt 3,90 € nur 3,30 € bezahlt. Und wenn ich schnell an diesem Wochenende das ganze Brot aufesse, reduziert sich der Preis Montag weiter. Wie heißt es so schön in seiner Homepage: 

Daumen drücken – jubeln – sparen !

Tor für Bäcker Beckmann !

Zuviel des Guten. Ich habe am Wochenende noch mehr eingekauft. Fünf Teile beim Marken-Discounter Netto. Dafür habe ich 3,09  bezahlt. Bekommen habe ich dafür:

250 Gramm Kerrygold Butter, einen Liter Frischmilch, 200 Gramm  saure Sahne, 250 Gramm Schmand und 200 Gramm Schlagsahne. Alles Milcherzeugnisse.

Das sind keine fairen Preise mehr! Mir ist es egal, wie der Milchpreis entstanden ist, ich finde es einfach unfair, wie man mit den Milchbauern  umgeht. Rund 3400 Höfe, knapp 5 Prozent, so wurde auf dem Deutschen Bauerntag letzte Woche in Hannover berichtet, haben im letzten Jahr ihren landwirtschaftlichen Betrieb aufgegeben.

Tagesspruch: Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Zu weit geflogen. Die beiden Jungen spielen im Park Fußball. Nah an meinem Garten. Irgendwann  klingelt es. Die beiden Jungen stehen vor der Tür. „Mein Ball ist in ihren Garten geflogen. Dürfen wir ihn suchen?“. Natürlich. Ich gucke mit, doch wir finden ihn nicht. „Du kannst mir ja deine Adresse geben“, schlage ich vor. „Ich melde mich, wenn ich den Ball finde.“ „Meine Eltern sind geschieden,“ erklärt der kleine Ballbesitzer, „ich sage ihnen die Adresse von meinem Vater. Da bin ich heute.“

Wie viel Kummer sich wohl hinter dieser Adresse verbirgt?

Jürgen. Die Einladung kam schon vor sechs Wochen: Am 7. Juli will Jürgen mit uns seinen 70. Geburtstag feiern. Am 7. Juli spielt bei der Fußball-EM Deutschland gegen Frankreich. Du lieber Himmel, was für ein Konflikt! Ich bin gespannt, wie Jürgen ihn lösen wird. Vielleicht kommt er aber auch gar nicht auf die Idee, seine Geburtstagsfeier dem Spiel im Halbfinale anzupassen, denn Jürgen ist ein Bildungsbürger. Fußball interessiert ihn nicht.

 

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