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Archiv für Mai, 2015

Luxus-Yacht vor meiner Haustür

Milliardäre lassen ihre Traumschiffe an der Weser bauen

Im Wirtschaftsteil der FAZ konnte man es vor ein paar Tagen lesen: Bei der Bremer Werft Lürssen ist gerade eine der größten Yachten der Welt fertig geworden. Wie die FAZ berichtet, ist die „Quantum Blue“ mehr als einhundert Meter lang. Das hätte ich mir vielleicht auch noch ausrechnen können, denn die „Qauntum Blue“ lag bis vor ein paar Tagen  gegenüber der Vegesacker Uferpromenade, und von dort konnte ich sie mir genau ansehen. Mehr aber auch nicht. Denn Informationen zum Schiff bekommt man von der Werft nicht. Vor Jahren, als ich noch als Redakteurin vor Ort gearbeitet habe, hat man mich inständig gebeten, doch nichts über ein damals gebautes Luxusschiff zu berichten, denn das könnte der Auftraggeber übel nehmen „.  Ich habe die Bitte erfüllt und bis heute alle Kollegen vor Ort auch. Darum habe ich den vierspaltigen Artikel in  der FAZ auch mit großem  Interesse gelesen.

Auf den vier Decks können mehr als ein Dutzend Gäste in prachtvollen Suiten wohnen, heißt es in dem Artikel, und sie werden natürlich von viel Personal verwöhnt. Wer von Bord möchte, kann sich vom Hubschrauber abholen lassen, denn der kann auf dem Deck landen.Für wen das Schiff gebaut wird, hat die Lürssen-Werft  nicht verraten. Verschwiegenheit ist in diesem Geschäft immer noch oberstes Gebot. Doch die FAZ weiß: Reiche Russen, Scheichs aus Saudi-Arabien und texanische Ölmilliardäre sind meistens die Auftraggeber und die geben für ein Schiff von der Weser gerne einen dreistelligen Millionenbetrag aus.

Die Informationen hat unser Berichterstatter auf der Jahrespressekonferenz des deutschen Werftenverbands VSM bekommen. Ob man da die Pressevertreter mit Absicht  ein bisschen in die Irre geführt hat? Denn dort wurde wohl berichtet :…sicher ist nur, dass das Schiff im Frühjahr zu seiner Jungfernfahrt ins Mittelmeer aufgebrochen ist und seither über die Gewässer dieser Erde schippert…“

Fehlanzeige: Die „Quantum Blue“ hat gestern erst abgelegt. Zum Glück konnte ich dieses Foto noch machen.

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Dank AIS konnte ich auf dem PC das Ablegemanöver verfolgen.

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Ein warmes Plätzchen im kühlen Mai

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Diese drei Chiwawas  haben es gut, denn ihr Frauchen hat für die Pause im Biergarten für sie eine  mit Fell gefütterte Tasche  mitgebracht. Mir hat das so gut gefallen, das ich davon  ein Foto zur Erinnerung gemacht habe.

Wer sind diese Hunde, habe ich mich gefragt? Die Drei gehören zu der mexikanischen Hunderasse Chihuahua, gesprochen Chiwawa. Ihr Temperament wird so beschrieben: lebendig,  hingebungsvoll, konzentriert, aufgeweckt und tapfer. Ich finde, dass man ihnen das  ansieht!

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Frohe Pfingsten !

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Mein Pfingstsonntag 2015 in Bremen: Die Sonne scheint. Die Kirchenglocken läuten. Im Garten blühen Rosen, Rhododendren, Goldregen, Lilien, Storchenschnabel und – immer noch – Vergissmeinnicht.

Wahlbeteiligung so niedrig wie noch nie

Itgb015051020kIn den Papierkorb damit: Wahlpropaganda und die beiden Wahlhefte, die jeder Bremer ausfüllen musste. Zum Ausprobieren hatte man ihm zwei Musterhefte und eine Leseanleitung   vorher nach Hause geschickt.

Ist das Bremer Wahlrecht fortschrittlich?- Ich konnte fünf Stimmen verteilen – Mir war das zu kompliziert

Jetzt wird wieder gerätselt und vermutet, warum die Wahlbeteiligung in Bremen am letzten Sonntag so niedrig wie noch nie war. Mich hat das auch überrascht, denn ich musste in meinem Wahllokal vor den Kabinen Schlange stehen. Doch ich vermute jetzt, dass das Warten vor den Kabinen einfach damit zusammenhing, dass wir zwei umfangreiche Hefte mit je fünf  Kreuzen ausfüllen sollten. Zur Auswahl standen 11 Parteien und 359 Personen. Jeder Wahlberechtigte hatte fünf Stimmen zur freien Verfügung. Er konnte weniger vergeben, aber keine mehr, denn das hätte seine Wahl ungültig gemacht. Weil die Verantwortlichen sich dachten, dass uns Wählern einiges zugemutet wurde, haben sie uns vorweg zwei Musterhefte geschickt und dazu eine Lernhilfe mit bunten Bildchen und in einfachem Deutsch (zum Beispiel stand dort Muster-Stimm-Zettel statt Musterstimmzettel). Auch der Weser-Kurier hat seinen Lesern mit einem Sonderdruck Hilfestellung gegeben.

Ich habe mich so entschieden: Ein Kreuz hat Björn bekommen, weil er mich darum gebeten hat. „Ich weiß, Sie sind nicht für meine Partei. Aber geben Sie mir doch eine Stimme!“ Habe ich, Björn. Aber, was meinst Du, wie lange ich nach Deinem Namen in der Liste gesucht habe, denn im Wahlheft  waren die Kandidaten nicht nach dem Alphabet aufgeführt, sondern nach ihrem Listenplatz, doch jeder  Listenplatz, ob ein oder zweistellig, hatte zwei Ziffern davor(für die Liste). So sah das zum Beispiel aus bei der SPD, Liste 1, für den Kandidaten mit dem Listenplatz 50:

0150 Mustermann, Alex.

Bei der CDU, Liste 3, für die Kandidatin mit dem Listenplatz 8:

0308 Musterfrau, Silvia.

Meine übrigen Kreuze habe ich dann verschwenderisch über die Seiten verteilt. Und auch nachgezählt. Denn einen ungültiges Wahlheft wollte ich nicht abliefern .

Das amtliche Wahlergebnis soll frühestens am Mittwoch vorliegen. Ausgewertet werden die Wahlhefte im Team: Der Erste liest vor, der Zweite tippt alles in den Computer und der Dritte passt auf, dass kein Fehler gemacht wird.

Meine Muttertagsblume

Die kleinen blauen Vergissmeinnicht in meinem Garten  lassen mich an meine Mutter denken. Jedes Jahr wieder. Sie hat mir 1980, als ich meinen Garten in Besitz nahm, eine Handvoll davon aus ihrem Garten geschenkt. “Die fehlen bei dir”, erklärte sie mir. Ich gab ihnen einen schönen Platz, und nun, nach dreiunddreißig Jahren, tauchen sie überall auf. Die Vergissmeinnicht sind meine Muttertagsblumen. In diesem Jahr haben sie ein großes Beet ganz allein gefüllt,  dazwischen leuchteten bis vor ein paar Tagen noch rote Tulpen und gelbe Narzissen, doch nun sind die verblüht. Aber die Vergissmeinnicht leuchten immer noch in ihrem schönsten Blau!

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