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Archiv für April, 2015

„Comfort Doppel-/Zweibettzimmer“

Überraschung für mich am späten Abend: Ich schlafe in einem „geräumigen Designzimmer“

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Jeder, der gern (ein bisschen) komfortabel reist, weiß, wie ein normales Hotelzimmer aussieht. Er erwartet ein ordentliches Bett, ein kleines Badezimmer, einen Schrank, einen Nachtisch mit Lampe. Doch als ich kürzlich die Tür zu diesem Zimmer öffnete, wollte ich meinen Augen nicht trauen , denn vor dem Bett (die Ecke links im Foto) stand ein Waschtisch mit zwei Becken. Die Lampen konnte man wechselseitig zum Waschen drehen oder zum Lesen im Bett einschalten . Dusche und WC waren durch zwei Milchglastüren getrennt, direkt hinter dem Waschtisch. Wer gerade vor dem Waschtisch stand, musste seinem Partner Platz machen, wenn er die Türen öffnen wollte. Einen Schrank gab  es nicht. Dafür aber einen Garderobenhaken mit fünf Bügeln und einen großen Spiegel, der mich von Kopf bis Fuß schön schlank aussehen lies.

Ist dieses Zimmer nicht ein schöner Beweis dafür, dass man immer mal wieder auf Reisen gehen soll. Vor Überraschungen ist man nie sicher. Dieses Zimmer werde ich so schnell nicht  vergessen!

Noch etwas: Die Anführungszeichen im Titel markieren Beschreibungen aus dem Hotelprospekt.

Genau im Trend

Hotels ohne Badezimmer sind gar nicht so ungewöhnlich, wie ich gerade gelesen habe. Jennifer Wiebking beschreibt in  einem Magazin der Frankfurter Allgemeinen , dass  diese Raum-in-Raum-Lösung Designer schon eine Weile beschäftigt. Ihre  Vermutung: Mehr Betten bringen mehr Geld, also spart man am Raum und setzt die Waschbecken neben die Betten. Man könnte sogar noch weiter sparen und Gemeinschaftsduschen anbieten, schlägt sie vor. Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, dass vor fünfzig Jahren kein  Zimmer eine eigene Toilette hatte. Toiletten lagen am Hotelflur.

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Ich habe still zugehört

Senioren unterhalten sich manchmal laut und ungezwungen. Hin und wieder sorgt das bei mir für Heiterkeit. Dazu zwei Hörstücke, die ich kürzlich notiert habe.

Im frühlingsfrischen Park sitzen drei Seniorinnen  zusammen auf einer Parkbank. Sie unterhalten sich über Sport und die Folgen: „Der ist jeden Tag gelaufen, und dann haben sie ihn nach Hause getragen…Tod.“ “ Ja, so isses….Kennt ihr den, der das Joggen erfunden hat? Wisst Ihr, wo der ist? Schon zwanzig Jahre unter der Erde…“

Später im Restaurant

Am Nebentisch unterhalten sich zwei Senioren über alte Freunde.

„Das war doch der mit….“

„Der lebt nicht mehr.“

„Der Name fängt mit A an…“

„Der lebt nicht mehr.“

„Mit A fängt der an…“

„Der lebt nicht mehr.“

„Ich weiß es genau. Mit A…“ „Der lebt nicht mehr.“

„War das der, der immer nur blaue Krawatten trug?“ „Der lebt nicht mehr.“

„Ja, stimmt. Der ist verstorben.“

50 Meter über Bremen – Riesig!

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Ich bin mit meinen Enkelkindern im Riesenrad gefahren. Es ist wirklich ein riesiges Rad, das einen fünfzig Meter in die Höhe trägt. Zweimal im Jahr kann man in Bremen dieses Vergnügen haben: Zum Freimarkt im Herbst und zur Osterwiese, die  eine Woche vor Karfreitag beginnt und dann sechzehn Tage für Spaß und Unterhaltung sorgt. In diesem Jahr waren die Buden und Karussells nicht immer geöffnet, denn auch in Bremen hat der Sturm gewütet Mir ist die Rundreise übrigens gut bekommen. Meinen Enkelkindern auch. Billig war das Vergnügen  nicht, fünf Euro pro Person kostete der Platz  in der Gondel. Die Fotos hat meine Enkelin mit ihrem Smartphone  gemacht.

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Blick aus der Gondel über die Osterwiese.

Fröhliche Ostern

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Überraschung im Garten

Seit rund zehn Jahren steht diese Kamelie in meinem Garten. Sie hat jedes Jahr geblüht, aber noch nie so schön und auch noch nie passend zum Osterfest. Ich habe sie geschenkt bekommen, weil ich ein paar Jahre lang in  einer Kita Kindern Geschichten aus der Bibel, dem Alten Testament, erzählt habe. Die Kita gehörte zur katholischen Kirche, die Leiterin war Protestantin. Gelebte Ökumene also .Die  waren immer bunt gemischt. Viele Jungen und Mädchen waren dabei, deren Vornamen ich noch nie gehört hatte. Auch muslimische Kinder saßen mit am Tisch. Anschließend haben alle ein  Bild zu der Geschichte gemalt. Nach sechs Wochen erhielt jedes Kind eine Mappe mit seinen Bildern und meinen Geschichten dazu.

Ich habe die Geschichten in meinen Worten erzählt und dazu Bilder gezeigt, damit das Geschehen anschaulich wurde. Fröhliche freie Kunst entwickelte sich zum Beispiel, als ich die Paradies- und Schöpfungsgeschichte erzählt habe: Die Kinder malten den dunklen Anfang oder füllten  ihr Blatt mit gelbem Sonnenschein, „denn die Sonne ist die größte…“ Heitere Stimmung herrschte, als ich die Geschichte von er Arche Noah erzählte. Auf einem Bild dazu schaute  eine Giraffe aus der Luke, auf ihrem Kopf saß eine kleine Ente.

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