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Archiv für März, 2015

Die Woche vor Ostern

Warum die Feiertage? – Meine Antwort für Marie

Marie fragt mich, warum wir Ostern feiern. Das Kind besucht mich manchmal, wenn Papa und Mama überall Unruhe verbreiten. Stress haben. Eine schnelle Antwort fällt mir nicht ein. Doch vor mir liegt die „Bremer Kirchenzeitung“, gerade verteilt durch die Tageszeitung. „Gesegnete Ostern“ steht auf dem Titelblatt. Finde ich jetzt die schnelle Antwort? Nein. Doch dann zieht Marie meine Kinderbibel aus dem Bücherregal. Und ganz am Ende finden wir die Antwort. Zusammen lesen wir, dass Jesus in der großen Stadt Jerusalem Geschichten vom Himmelreich erzählte. Und dass das den Hohen Priestern  nicht gefiel. Sie wollten Jesus töten lassen. Judas, einer von Jesus zwölf Jüngern, wollte den Hohen Priestern verraten, wo sie Jesus leicht festnehmen konnten. Dafür sollte Judas  dreißig Silberstücke bekommen.

Gründonnerstag

Gründonnerstag, der Tag vor Karfreitag, erinnert daran, dass Jesus, einen Tag bevor er ans Kreuz geschlagen wurde, noch einmal mit seinen Jüngern zusammen gegessen hat. „Einer von euch, der hier mit am Tisch sitzt, wird mich verraten“, hat er bei diesem Abendmahl gesagt.

Karfreitag

Nach dem Essen ging Jesus mit drei Jüngern auf den Ölberg, um zu beten. Dort nahmen ihn bewaffnete Männer fest. Judas hatte ihnen  gesagt: „Ich küsse Jesus, dann wisst ihr, wen ihr festnehmen müsst.“ Und so geschah es. Als Jesus vor den Hohen Priestern stand, fragte man ihn, ob er wirklich der Sohn Gottes sei. „Ja, ich bin es“, antwortete Jesus. „Das ist Gotteslästerung,  niemand kann der Sohn Gottes sein“, erklärten die Priester. Dann wurde Jesus zu Pilatus gebracht, der den römischen Kaiser in Jerusalem vertrat. Nur Pilatus durfte jemanden zum Tod verurteilen. Doch Pilatus wollte die Hohen Priester nicht  verärgern und gab den Befehl, Jesus an das Kreuz zu schlagen . So geschah es. Abends war Jesus am Kreuz gestorben. Ein reicher Mann kam und nahm, zusammen mit Freunden, Jesus vom  Kreuz, wickelte in ein weißes Laken und legte ihn in ein Grab.

Ostern

Zwei Tage später, es war Sonntag, machten  sich drei Frauen auf den Weg, um das Grab von Jesus zu besuchen. Doch als sie ankamen, war das Grab leer. Ein Engel stand dort: „Fürchtet euch nicht“, sagte er, “ Jesus ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden.“

Darum ist Ostern  ein Fest, an dem man sich freuen darf. Und lachen darf. Und Witze erzählen darf. Diese Botschaft habe ich dann doch – beim nächsten Blättern – in der Kirchenzeitung gefunden. Jörg Mosig erklärt darin, dass zur Osterfreude früher das Osterlachen gehörte. Auch im Gottesdienst. Dazu erzählte der Pastor lustige Geschichten von der Kanzel.

Das gefällt Marie und mir, und wir fangen an, uns Witze zu erzählen. Marie ist dieser eingefallen:

„Anna fragt: „Papi, Papi, wo ist denn Australien?“ „Keine Ahnung. Deine Mutter hat aufgeräumt.“

Mein Lieblingswitz aus Kindertagen: „Die Mutter ruft: Klein Erna, komm, Füße waschen. Ich brauch die Schüssel für Salat.“

Zusammen angesehen haben wir uns „Die große Ravensburger Kinderbibel“. Erzählt von Thomas Erne, mit Bildern von Ulises Wensell.

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Kurze Dämmerung am Vormittag

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Die Sonnenfinsternis am 20. März konnte man nicht überall in Deutschland beobachten. In Hamburg war der Himmel blau, in Bremen nebelig verhangen. Doch mein Nachbar in Bremen hat die Sonnenfinsternis auch fotografiert, vernebelt. Deutlich sieht man, wie sich der Himmel für ein paar Minuten verdunkelte. (09:54 – 10:43 – 11:08 Uhr)

So sieht Frühling aus

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Diese Krokusse blühen schon seit ein paar Wochen im Park an der Weser. Sie gehören jedes Jahr zu den ersten Vorfrühlingsblühern. Inzwischen blüht es hier an der Weser vor Bremen an allen Ecken: Die kleinen Blausterne leuchten am Hang,  am Haselnussstrauch schaukeln die Kätzchen im Wind, der Seidelbast hat seine duftenden Blüten geöffnet. Und gestern hat in der Linde vor meiner Haustür eine Amsel gesungen. Jetzt bin ich sicher: Der Frühling ist da!

Das kleine Mädchen auf dem Tisch

Ein Geburtstagsgruß zum Weltfrauentag am 8. März 

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Anneliese Bormann, das kleine Mädchen auf dem Tisch, wurde vor 100 Jahren geboren. Genau am 8. März 1915. Seine Zukunft war ungewiss, denn damals war Krieg in Deutschland. Sein Vater war Soldat  und kämpfte gegen die Franzosen. Seine Mutter, Dora Bormann,  musste das Feinkostgeschäft, das sein  Vater ein paar Jahre früher gegründet hatte, allein führen. Dora Bormann meisterte das, obwohl sie als Frau damals  fast keine Rechte besaß: Wählen durften die Frauen in Deutschland nämlich erst ab 1919, bis 1958 verwaltete der Ehemann das Vermögen seiner Frau und verfügte auch darüber. Bis 1977 mussten die Frauen noch ihren Ehemann fragen,  wenn sie berufstätig sein wollten.

Und wo stehen wir Frauen heute?

Jetzt gibt es in Deutschland ein paar Gesetze, die Frauen bevorzugen, denn sie schreiben eine Frauenquote vor! Wer hätte das vor hundert Jahren gedacht. Gerade haben  Frauen im Bundestag eine Torte aufgeschnitten und den Champagner fließen lassen, weil nun die Frauenquote für Spitzenpositionen in der Wirtschaft gilt. Vielleicht ergattert eine Urenkelin von Anneliese Bormann in ein paar Jahren solch einen Stuhl. Die Ausbildung dafür bekommt sie gerade. Oder lehnt sie den Sitz ab, weil sie für Gleichberechtigung in allen Lebenslagen ist? Ich bin  gespannt, wie es weiter geht.

Komm auf die Schaukel Luise! Es ist ein großes Plaisir…

Zwei Abende Kleinkunst auf dem Schulschiff Deutschland

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Karin Hölscher und Rüdiger Engel freuen sich, denn sie haben mit ihrem neuen Kleinkunstprogramm große Begeisterung ausgelöst. Zwei fast ausverkaufte Vorstellungen auf dem Schulschiff Deutschland sind ein guter Beweis dafür. Lob  gilt auch für die Pianistin Monika Arnold (links), denn sie hat die beiden mit immer passenden Melodien  begleitet. Alle drei treten jetzt  zusammen als „Bremer Kleinkunst-Ensemble“ auf.

Was hat mir besonders gefallen? Die gut verstreuten bekannten Texte, die ich noch aus meinen jungen (jüngeren) Jahren kenne: Das gibt´s nur einmal…Komm auf die Schaukel Luise…Ich hab noch einen Koffer in Berlin…oder das Lied von der krummen Lanke….Im Original haben das Lilian Harvey, Hans Albers, Marlene Dietrich, Hildegard Knef und Bully Buhlan gesungen, doch Karin Hölscher und Rüdiger Engel waren genauso gute Interpreten. Das Publikum folgte ihnen bei jedem Auftritt mit Vergnügen und manchmal sogar mit (ganz) leisem Mitsingen. Texte von Joachim Ringelnatz und Erich Kästner waren auch noch auf dem Programm. Auch die trugen zum Vergnügen bei.

„Die Hauptsache ist …es hat Spaß gemacht“ – hieß es am Schluss. Das war auch der Titel des Abends und das Publikum belohnte diesen Satz mit großem Beifall. „Wir können auch kürzer“, gab mir Karin Hölscher noch mit auf dem Weg. „Mit einer Stunde  Vergnügen verschönern wir auch gerne Geburtstage….“. Das glaube ich ihr.

Alles über das Schulschiff findet man hier:

http://www.schulschiff-deutschland.de/index.html

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