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Archiv für August, 2014

Aufgelesen und festgehalten

Geschichten aus meinem Alltag – Fünfte Folge

War dieser Trick erlaubt? Lina (10) will auf dem runden Geburtstag ihrer Großmutter eine Rede halten. Sie hat alles aufgeschrieben. „Ganz ohne unsere Hilfe“, erzählt die Mutter. Doch plötzlich hat Lina der Mut verlassen. „Sie will nicht mehr, nichts zu machen“. Ich kann das verstehen, denn in dem Haus ihrer Großmutter sind rund fünfzig Gäste versammelt.

Vorne am Eingang steht ein Tablett mit lauter bunten Armbändern. „Sammelst du die,“ frage ich Lina. „Nein, die kann man kaufen. Habe ich alle selbst gehäkelt.“  „Diese Loom Bandz sind der Renner“, hatte kürzlich in unserer Tageszeitung gestanden. Lina verkauft sie für Stück ein Euro. Mir kommt eine Idee. „Lina, ich kaufe drei. Hälst du dann auch die Rede für deine Großmutter?“ Lina zögert, nickt dann ein bisschen gequält, aber unser Geschäft kommt zustande. Wie gut. Es ist eine kurze Rede, in der aber all die Liebe, die die Großmutter diesem Kind schenkt, zum  Ausdruck kommt. Der schönste Satz für mich: „Danke, dass ich bei dir mein eigenes Zimmer habe.“

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 Das sind die drei Loom Bandz, die nun mir gehören.

 

Handy suchen: Bei meiner Nachbarin ist die  Enkelin (16) mit ihrer Freundin zu Besuch. Ferienbesuch. Zusammen teilen sie sich das ehemalige zehn Quadratmeter große Kinderzimmer. Die beiden sind mit einem stattlichen Koffer angereist. Ich muss das so ausführlich schildern, damit man sich vorstellen kann, dass in diesem Zimmer viel Zeug gestapelt ist. Gestern war das Handy der Freundin verschwunden.  Natürlich versetzte das Beide in Unruhe. Unglücklicherweise war es stumm gestellt. Anrufen nützte also nichts. Zwei Mahlzeiten schmeckten ihnen nicht, denn alles Suchen zwischen Betten, Wäschestapeln, Taschen, Schuhen usw.. blieb vergebens. Endlich hatte der Großvater eine Idee. Er holte sein Metallsuchgerät aus der Werkstatt, spazierte damit durch das Zimmer und – siehe da – das Suchgerät piepste. Das Hany war geortet. Es lag unter einem Handtuchstapel.

Soljanka. Mein liebstes Fahrziel sind  Orte in den neuen Bundesländer. Auch die Autobahnrastätten suche ich danach aus.  Auf der A 2 ist es Gudow.  Gudow liegt gleich hinter der ehemaligen Zonengrenze. Dort habe ich vor 25 Jahren zum ersten Mal in meinen Leben Soljanka gegegesen. Diese Suppe, mit ihrem feinen säuerlichen Geschmack, hat mir sofort gut gefallen. Jahrelang habe ich sie in der Raststätte bestellt. Doch neulich die Enttäuschung. „Die haben wir nicht mehr. Die gibt es nur noch privat. Das Rezeopt? Sie können alles reintun. Nur keinen Leberkäse.“ Bei Chefkoch.de werden in einem Rezept diese Zutaten vorgeschlagen: Wurst, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Gewürzgurken, Gurkenwasser und Brühe. Nur kein Leberkäse.

 

 

 

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Ein unglaublicher Sommer

An unbelievable  summer –   Drei Fotos  –  Ein Thema

Meine amerikanische Freundin hat mir gerade ein Sommerbild geschickt. Die Überraschung für mich: Ich hatte für meinen Blog gerade  zwei Fotos mit ganz ähnlichen Motiven ausgesucht. Auch, um meine Freude über den herrlichen Sommer auszudrücken. So freue ich mich über meine Geranie (strenggenommen Pelargonie), die sich noch nie in dieser Größe und Blütenfülle gezeigt hat. Ich trage sie schon seit vielen Jahren zum Überwintern in den Keller und nun dieses imposante Dankeschön!

 

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Meine Geranienkönigin.

Das zweite Foto zeigt meinen Schmetterling, der  an den warmen Tagen immer gegen 18.30 Uhr die Geranie umflatterte,  sich manchmal sogar auf meine Hand setzte und sich zwischendurch auf einem warmen Plätzchen ausruhte. Das war auch eine ganz neue Begegnung für mich.

 

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Regelmäßiger Besuch am Abend: Der Admiral.

Nun  kommt das schönste Foto. Weit her. Aus Maryland. Ganz aktuell..

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Scharlach-Lilie und  Schwalbenschwanz. In Maryland, USA.

Meine Freundin schreibt dazu: The picture was taken from my deck. We are having an unbelievable summer – nights in high 50´s and days in high 70’s or low 80’s Fahrenheit. European weather!

Leonardo Da Vinci war ein genialer Erfinder

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Im Museumszelt auf der Bürgerweide zeigt das eine umfassende Ausstellung –  Noch bis zum 15. August

Für alle, die jetzt in Bremen Ferienbesuch bekommen und ein bisschen Programm anbieten wollen, habe ich einen Tipp: Besuchen Sie die „Leonardo Da Vinci Ausstellung im Museumspavillion auf der Bürgerweide. Bis zum 10. August kann man sich dort noch zeigen und erklären lassen, womit sich dieser geniale Künstler vor rund 600 Jahren beschäftigte. Er malte die Mona Lisa, das wissen wir. Aber wurde uns schon einmal gezeigt, dass er auch Maschinen erfunden hat, Bildhauer und Architekt war? Seine genialen Konstruktionen und Studien verblüffen noch heute die Experten. Und damit uns das alles greifbar wird, hat man für die Ausstellung aufwändige Repliken und Rekonstruktionen hergestellt. So findet man unter den Zeltdächern zum ersten Mal alle 23 Leornado zugeschriebenen Bilder als Replik, aber in Originalgröße. Maschinen wurden nach Leonardos Skizzen und Plänen – zum Anfassen und Ausprobieren –  gebaut. Leonardo hat nicht eine, sondern tausende Ideen gehabt. Das erfährt man in dieser Ausstellung. Bis 15. August, täglich geöffnet von 9-19 Uhr, mittwochs bis 22 Uhr. Vom 12. September bis 4. Januar  die Ausstellung in Berlin gezeigt, danach in Hamburg, Frankfurt und Köln..

http://www.daviniciausstellung.de

 

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