seniorenfreundlich – norddeutsch – weiblich – alt und jung

Archiv für Juli, 2014

In Bremen haben die Schulferien begonnen

tgb013070309k

Erster Ferientag  in Bremen und Niedersachsen ist der letzte Tag im Juli. Am 10. September ist die schöne Zeit vorbei. Als Urlaubsfoto habe ich den Neptunbrunnen auf dem Domshof in  Bremen ausgesucht. Wie man sieht, kann man dort gut seine Zeit vertreiben. Und nachdenken. Neptun? Wer war das noch? Der Gott der Meere. Und weiter? Ich habe es nachgelesen:  Der Sage nach stürmt er mit Pferd und Wagen über die Wellen und kann mit seinem Dreizack, dem Zepter seiner Macht, Stürme erzeugen, Felsen sprengen, aber auch genauso schnell alles zur Ruhe bringen. Wer etwas über die Bilderfolge wissen möchte, kann das auf einer Bronzeplatte am Brunnen nachlesen. Der Brunnen wurde 1991  aufgestellt, von Waldemar Otto entworfen und gestaltet.  Die Bremer haben sich übrigens schon früh ein Bild von diesem Meeresgott gemacht, denn im Renaissance-Fries über  den Rathausarkaden findet man ihn auch  mit seinem Dreizack in der Hand.

Advertisements

Unkraut in meinem Garten

Haushohe Siegerin: die Ackerwinde  –   Convolvulus arvenis

So, die Freudenfeiern zur Fußballweltmeisterschaft sind  beendet. Die Sieger sind längst zuhause. Jetzt ist dafür die Gelegenheit, hier eine ganz andere Siegerin vorzustellen: die Ackerwinde. Sie  ist die Unkrautsiegerin in meinem Garten! Sie  hat es geschafft, in meinem größten Rhododendronbusch ihre Blüten  bis in seine Spitze zu bringen.  Sie ist die Siegerin, weil in diesem Sommer die Ackerwinde überall in meinem Garten ihre Schlingen ausgebreitet hat. Das habe ich noch nie erlebt!  Da ich aber weiß, dass diese Pflanze gnadenlos ist und alles, was sie in ihre Schlingarme nimmt, am Ende kaputt macht, reiße ich sie aus, wo ich sie sehe.. Doch vermutlich bleibt die Ackerwinde Siegerin, denn sie ist ausdauernd, keimt das ganze Jahr hindurch. Die Einzelblüte blüht  einen Tag lang…Nur  Insekten freuen sich vermutlich über diese Invasion. In der Blüte rechts unten ist gerade eine dicke Hummel eingetaucht, um sich satt zu essen.

tgb014071312k

D

 

Hurra! Hurra! Hurra!

tgb014070520k

Geschafft! Deutschland ist Fußballweltmeister!

Hurra! Fußball! – Es geht weiter

tgb014070515k

Ich war gestern in Berlin. Dort habe ich diese bunte Bärenrunde entdeckt. Die 32 United Buddy Bears vertreten die Fußballnationen, die an der WM teilnehmen. Jeder Bär wurde von einem Künstler aus seinem Heimatland gestaltet. Zur Freude am Fußball sollen diese Buddy Bären  aber auch noch einem guten Zweck dienen. Sie werden zu Gunsten von UNICEF und lokalen Kinderhilfsorganisationen versteigert. Die Bären stehen im Neuen Kranzler Eck. Und weil es gerade so schön passt, stelle ich hier die Bären für Deutschland und Brasilien extra vor, denn am 8. Juli um 22 Uhr spielen Brasilien und Deutschland im Halbfinale. Wer trägt die meisten Beulen davon?

tgb014070520k

 

Für Deutschland (links)

 

 

Für Brasilien

tgb014070521k

 

 

Aufgelesen und festgehalten

Kleine Geschichten aus meinem Alltag – Vierte Fortsetzung

Fußballgucken. Ich schreibe es jetzt hier hin: Ich habe am Donnerstag, 26. Juni, zum ersten Mal in meinem Leben ein Spiel zur Fußballweltmeisterschaft angesehen. Deutschland gegen USA stand auf dem Programm.

Freunde haben mich eingeladen. Zu fünf sitzen wir vor dem Fernseher. Das heißt: beinahe wäre ich nicht dabei gewesen, denn ich habe erst fünf Minuten nach dem Anpfiff vor der Haustür gestanden und niemand hat mein Klingeln gehört. Erst nach meinem Klopfen gegen das Fenster öffnete man mir.

Meine Freundin neben mir auf dem Sofa hat sich fußballfein gemacht. Sie trägt ein Shirt mit einem Herz aus bunten Fußbällen auf grünem Rasen. Doch das fällt nur mir auf. Die anderen sehen gebannt zu, was auf dem Spielfeld passiert. Im Stadion gießt es wie aus Eimern. Die Spieler und die Zuschauer tun mir leid. Irgendwann ist Halbzeit. „Null zu Null. Das geht ja gar nicht“, sind sich alle einig. Ich schweige lieber.

Nach der Halbzeitpause werde ich zum Glück darauf hingewiesen, dass das Deutschlandtor nicht mehr links auf dem Bildschirm sondern rechts im Bild ist. „Schweinsteiger muss raus“, ruft der Gastgeber nach einer Weile und schenkt Wein und Bier nach. „Müller ist süß“, sagt meine Freundin. Das finde ich auch. Und dann schießt Thomas Müller das einzige Tor in diesem Spiel! Ich bin kurz davor, nun auch aus dem Häuschen zu geraten. Doch ein WM-Fan werde ich wohl nicht.

Nachtrag: Deutschland gegen Algerien habe ich mir auch angesehen. Vor dem eigenen Fernseher. Aus Neugier und Langeweile. Manuel Neuer, der deutsche Torwart, hat meine volle Bewunderung. Aber darf der so oft aus dem Tor laufen? Am nächsten Morgen lese ich in der Zeitung, dass auch die Fachleute finden, dass unser Torwart ein toller Spieler ist, aber gegen Algerien ein hohes Risiko einging, weil er „zwei Mal zu oft seinen Strafraum verließ….“ Ein gutes Gefühl: So eine ganz schlimme sportliche Analphabetin bin ich wohl doch nicht.

tgb014062801k

Fußball überall. Auch in der Kekstüte.

 

Sterben. In dem Wort steckt auch erben. Auf diesen feinen Zusammenhang bin ich neulich in einer Fernsehsendung gestoßen worden.

 

Schwurwelpetra . Petra (8) hat lange blonde Haare. Aber die dürfen – um Himmelswillen – nicht gekämmt werden. Doch kürzlich hat Struwelpetra eingelenkt und sich die Haare schneiden und kämmen lassen. Der Grund: Auf ihrem Kopf hatten sich Läuse eingenistet. – Und ich dachte, diese kleinen Biester wären längst ausgestorben.

 

Tennis-Oldies. Die Herren (zwischen 70 und 85) treffen sich regelmäßig zum Frühschoppen. Alle haben früher zusammen Tennis gespielt. Doch inzwischen haben die meisten den Schläger aus der Hand gelegt. Aus vielerlei Gründen:

Jimmy ist mit dem Rad umgefallen und hat sich dabei ein Bein gebrochen. Er hat einem jungen Mädchen hinterher geguckt und dabei ist sein Hund vorne aus dem Korb gesprungen. Nun kann er nur noch vorsichtig auftreten und trägt seinen Hund meist auf dem Arm.

Werner hat schlechte Augen und wurde an der Hüfte operiert….

Alfred wurde ein Bein amputiert…

Heinz hat eine Herzklappe vom Schwein und muss sich schonen.

Nur Gerhard (75), der mir das alles erzählt hat, hat keine großen gesundheitlichen Sorgen. Er nimmt immer noch den Tennisschläger in die Hand und vertritt alle seine Tennisfreunde mit täglich wachsender Begeisterung.

 

 

Schlagwörter-Wolke