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Archiv für Mai, 2014

Heute feiern wir Himmelfahrt

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Kirchenglocken rufen zum Gottesdienst – Auch ein Tag für die Familie

Dieser christliche Feiertag  ist ein Ausnahmetag. In meiner Umgebung haben heute  Kirchenglocken geläutet. Sie riefen zum Gottesdienst. Dafür hatten sich die Gemeinden – dem besonderen Tag entsprechend – auch kleine Extras ausgedacht: In einer Gemeinde hat der Pastor nach dem Gottesdienst mit seinen Besuchern eine Radtour gemacht, andere Gemeinden sind mit dem Bus in ein Dorf in der Marsch zu einem gemeinsamen Gottesdienst gefahren, und ein Pastor hat auf einem Sportplatz gesprochen. Doch dieser Feiertag ist auch ein guter Tag, um mit der Familie oder mit Freunden einen Spaziergang zu machen. Nicht zu vergessen, dass dieser freie Tag auch „Vatertag“ genannt wird. Ein freier Tag für einen Ausflug unter Männern.  Ein paar von diesen Ausflüglern höre ich gerade singen. Es ist 12 Uhr mittags. Der Wind weht leise und die Sonne hat sich hinter Wolken verkrochen.

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Ich bin eine brave Bürgerin

 

Ich gehe zur Europawahl – Bremens Landeswahlleiter erklärt, was das bedeutet

Ich entscheide zuerst einmal mit, welche 96 Abgeordnete aus Deutschland in das Europäische Parlament entsendet werden. So wie ich wählen Sonntag noch zwanzig weitere Mitgliedstaaten der Europäischen Union. In sieben Ländern (Niederlande, Vereinigtes Königreich, Irland, Tschechische Republik, Lettland, Malta, Slowakei) ist bereits am Donnerstag, Freitag oder Samstag gewählt worden. Europaweit werden 751 Abgeordnete bestimmt. Auf dem Bremer Stimmzettel werden 24 deutsche Parteien zur Wahl stehen. Mit Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 26. Februar 2014 wurde die Drei-Prozent-Hürde abgeschafft. Damit haben nun auch kleine Parteien Chancen auf einen Sitz in Straßburg bzw. Brüssel, erklärt Landeswahlleiter Jürgen Wayand

Erstmals soll der Präsident der Europäischen Kommission unter Berücksichtigung des Wahlergebnisses der Europawahl bestimmt werden. Mit dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon am 1. Dezember 2009 hat das Europaparlament soviel Einfluss und Mitspracherecht wie nie zuvor. Damit ist auch diese erste Wahl seit Inkrafttreten des Vertrags so wichtig wie keine zuvor. Wer politisch mitentscheiden will, muss deshalb zur Wahl gehen, gibt der Wahlleiter zu bedenken.

Noch drei Tipps von ihm:

Wo sich das zuständige Wahllokal befindet, steht auf der Wahlbenachrichtigung. Da sich Wahlräume seit der letzten Wahl geändert haben können, sollte man vor dem Gang zum Wahllokal unbedingt einen Blick auf diese Information werfen. Wer die Wahlbenachrichtigung verlegt hat, kann sein Wahllokal auch über den Wahllokalfinder herausbekommen (www.wahlen.bremen.de). Wer sein Wahllokal kennt und dort im Wählerverzeichnis steht, kann auch ohne Wahlbenachrichtigung wählen. Er sollte auf jeden Fall seinen Personalausweis oder Reisepass mitnehmen.

Für besondere Fälle, zum Beispiel bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung, sind die Wahlämter auch sonntags zu erreichen.

Quelle: Pressestelle des Senats

 

Auch ein Buch für Senioren

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Kinderglück und Elternsorgen – Vor 60 Jahren in der DDR

 

Bärbel Stasch hat ihrem neuen Buch den Titel „Nichts wie weg von zu Haus !“ gegeben. Sie schildert darin, wie ihre Eltern mit ihr und ihrer Schwester 1958 aus der DDR in die Bundesrepublik geflüchtet sind. Doch über dieses dramatische Ereignis berichtet sie erst im letzten Teil ihres Buches. Zu Anfang erzählt sie von ihrer Kindheit in dem kleinen Dorf Möllenstein, wo ihre Eltern 1954 als Lehrer eingestellt werden. Und diese kleinen und großen Erlebnisse sind es, die mich gefesselt haben. Vieles davon habe ich nämlich auch erlebt: Die grenzenlose Freiheit draußen vor der Tür, Spiele wie „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“, Spaß im Heu, der Besuch im Schweinestall, Angst vor einer Gertrud oder Eltern, die plötzlich Französisch sprechen, weil sie ein Geheimnis haben.

Vor 60 Jahren

Die Bremer Autorin (Jahrgang 1951) erzählt aber nicht nur, sondern erklärt ihren jungen Lesern und Leserinnen auch, warum Kinderalltag vor sechzig Jahren anders aussah und was damals in Ost und West für politische Verhältnisse herrschten. Das findet man in den kursiv gedruckten Passagen. Mich hat das auf den Gedanken gebracht, das Buch zusammen mit meinen Enkelkindern zu lesen und darüber zu reden. Ich habe dabei meine eigenen Erlebnisse eingeflochten und mein „Wessi-Wissen“ dazu getan.

West- und Ostzone

Die Autorin und ich waren beide noch Kinder, als nach dem zweiten Weltkrieg Deutschland geteilt wurde. In eine West- und Ostzone. Und wir waren schon erwachsen, als später daraus zwei Staaten wurden. Wer in der Bundesrepublik lebte, konnte gleich nach dem Krieg beim Wiederaufbau der zerstörten Städte und Landschaften mitarbeiten. Dafür sorgten die Westmächte.  Russland beherrschte die Ostzone. Dort begann der Wiederaufbau viel später.

Die Flucht

Die kleine Bärbel in der Ostzone hat das nicht berührt, denn sie hatte ihre heile Welt in Möllenstein gefunden, wie ich – zehn Jahre älter – in einem Dorf an der Weser. Doch sie musste dann erfahren, wie es sich anfühlt, wenn der Staat über den Bürgen wacht. Und wie seine Vertreter selbst Kinder nicht mit Verhören verschonen, wenn sie glauben, dass sich die Eltern nicht an Gesetze halten. Mich hat ihre Schilderung der Flucht sehr berührt. Die Autorin hat früh erlebt, was es heißt,  Eltern zu haben, die ihr Kind uneingeschränkt lieben und beschützen, wenn einen Angst und Panik überwältigen.

Krippenfiguren aus dem Erzgebirge

Ich Wessi habe von der Ostzone nur durch die Medien erfahren, denn wir hatten keine Verwandten oder Freunde, die dort lebten. Und wir hatten auch keine Angst vor der „Ostzone“. Wir dachten an die Menschen „drüben“ mit Mitgefühl. Ich habe in den sechziger Jahren an eine fremde Familie Pakete geschickt, mit Waschpulver und Nylonhemden. Dafür bekam ich zu Weihnachten Krippenfiguren aus dem Erzgebirge geschenkt. Nur irgendwann bat man mich, keine Pakete mehr zu schicken. Ohne Begründung. Als dann, wie durch ein Wunder, die Mauer fiel und aus zwei Staaten einer wurde, habe ich mich so gefreut, wie kaum vorher in meinem Leben.

Sabine Jaene hat die Bilder in diesem Buch gemalt. Auch das hat mich wieder an meine Kinderzeit erinnert. Ich war schon früh eine Leseratte. Doch die Bücher mussten Bilder haben! Als ich dann mein erstes Buch ganz ohne Bilder gelesen hatte, wusste ich: „Nun liest du wie die Großen“.

Aber – wie schon gesagt – dies ist ein Buch für  junge Leser und Leserinnen und Senioren. Ein Buch zum Vorlesen und Erzählen.

Bärbel Stasch „Nichts wie weg von zu Haus !“. Donat Verlag, Bremen. 168 Seiten. Empfohlenes Alter: 10-12 Jahre.

Wo blühen diese Tulpen?

 

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Meine amerikanische Freundin ist wieder auf Reisen gewesen. Manchmal schickt sie mir von ihren Sehnsuchtsorten rund um die Erde ein Foto. Gestern kam wieder einmal eine Mail von ihr.  Als ich sie öffnete und das Foto sah, dachte ich: „Wie schön, Anna war  in…..“ Ganz falsch! Natürlich hat sie mich nicht rätseln lassen, wo sie gewesen ist. Doch mich hat die Lösung überrascht. Und so habe ich ein Sonntagsrätsel daraus gemacht:

Wo  kann man sich dieses Blütenmeer jetzt ansehen?

In der niederländischen Gartenanlage Keukenhof?

oder

In den Duke University Gardens in Durham, North Carolina, USA?

Die Lösung verrate ich nicht, denn die findet man bei Wikipedia, wenn man die beiden Orte angibt.

 

Meine Übersetzung für Anna, die leider kein Deutsch spricht:

My American friend has been travelling again. Sometimes she sends me photos of  her places of longing around the world. Yesterday once again an email arrived from her. When I opened it and saw the photo, I thought: “How nice, Anna was in. ….”

Completely wrong! Of course she did not leave me guessing where she had been. But the answer surprised me. And so I thought of a Sunday riddle:

Where can these ​​flowers be seen right now?

In the Dutch Keukenhof Gardens or  in the Duke University Gardens in Durham?

Wikipedia has the answer.

 

 

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