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Archiv für Juni, 2013

Sommerferien in Bremen und Niedersachsen

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Vom 27. Juni bis 7. August bleiben in Bremen und Niedersachsen die Schulen geschlossen. Es sind Sommerferien. Nun können Lehrer und Schüler ihre freie Zeit nach Herzenslust genießen.

Der Weser-Kurier hat nachgezählt: Knapp 65 000 Jungen und Mädchen haben heute, 26. Juni, in Bremen das Schuljahr beendet und Zeugnisse bekommen.

Mein Foto zeigt den Strand einer Nordseeinsel.

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Geschichten aus meinem Alltag, neue Folge

Frecher Fuchs – Schönes Rot

 

 

 

Sechs Hühner ohne Kopf

In Bremen. Das gibt es heute wieder: Am Stadtrand von Bremen hält eine Familie sechs Hühner im Garten. Mit allem, was das Federvieh gern hat: freien Auslauf und einen Stall zum Übernachten. Die Hühner haben Familienanschluss, denn ihr Stall wird abends erst abgeschlossen, wenn alle Tiere eingekehrt sind. Leider hat die Familie neulich vergessen, die Stalltür abzuriegeln. Am nächsten Morgen die böse Überraschung: Ein Fuchs hatte allen Hühnern den Kopf abgebissen.

In Berlin. Diese Geschichte habe ich meiner Freundin in Berlin erzählt. „Das ist noch gar nichts“, stellt sie fest. „Bei uns war ein Fuchs nachts zweimal in der Küche. Er hat sich durch die Katzenklappe eingeschlichen und hat versucht, mit seinen Zähnen die Katzenfutterdosen zu öffnen.“

Meine Freundin wohnt am Rand vom Grunewald. Dort laufen nicht nur Füchse sondern auch Wildschweine herum. Der Kater geht jetzt durch die Haustür. Seine Klappe wurde zugenagelt.

In Meyers Konversations – Lexikon von 1894.  Zwei Seiten Wissen über den Fuchs, unter anderem dies: …..er ist körperlich und geistig ungemein begabt, unverschämt frech, äußerst vorsichtig, berechnend, erfinderisch und entschlossen, von großem Gedächtnis und Ortssinn…, und wo er es irgend vermag, tötet er viel mehr, als er fressen kann…

 

Schönes Rot für mich?

Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen mir und meiner knallroten Sommerjacke. Zugegeben, nach ein paar Tagen habe ich mich gefragt, ob das schöne  Rot nicht doch zu rot für mich ist? Von meiner Tochter bekam ich diese Antwort: „Doch, die kannst du anziehen. Aber kombiniere richtig, damit du nicht wie ein Feuerwehrmann aussiehst.“

Bin ich ein Feuerwehrmann?

Ob sie ganz ehrlich war? Heute verkündet nämlich eine Journalistin in unserer Tageszeitung: „Gift-grün oder grell-gelb – Neonfarben aus den Achtzigerjahren sind zurück…“

Ich kann mich daran nicht erinnern.  Aber eine Angela Ahrens (70, mein Alter), die damals die Mode mitgemacht hat, heute es aber nicht mehr tun mag. „Aber klasse ist das“, versichert sie der Journalistin.

Klasse, ich trage sie.

Doch nun habe ich auf einem Foto gesehen, dass die jüngste Tochter vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama bei ihrer Ankunft diese Woche in Berlin neongrüne Schuhe getragen hat, zu einem pepitagemusterten Kleid und neongelber Kette. Mutter und Schwester trugen Schwarz und Grau.

Vielleicht verschenke ich meine Jacke doch lieber an meine Enkelin?

Oder nicht? 

Hier hat sich noch jemand Gedanken gemacht:

http://www.sueddeutsche.de/stil/fashionspiesser-zu-neonfarben-comeback-der-gluehwuermchen-1.1676844

Glückwünsche zur Goldenen Hochzeit

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Herr und Frau N. haben Goldene Hochzeit gefeiert. Es war ein Fest mit Überraschungen. Eine der schönsten war ein Besuch von Christina Jantz. Sie brachte in Vertretung von Bürgermeister Jens Böhrnsen, Präsident des Bremer Senats, eine Urkunde mit Glückwünschen zur Hochzeit, eine Flasche Wein aus dem Bremer Ratskeller und einen großen Blumenstrauß. Beide sagen: „Danke Bremen“. Einen Tag später machte der Pastor der Gemeinde einen Besuch. Er überreichte dem Ehepaar eine Urkunde vom Kirchenausschuss der Bremischen Evangelischen Kirche der Unterschrift von der Präsidentin Brigitte Boehme.

Zwei Künstler in einem leeren Haus

Ulla Deetz und Peter KF Krueger sind nach Blumenthal gezogen

Gestern bin ich den beiden Künstlern  Ulla Deetz und  Peter KF Krueger begegnet. Diese beiden sorgen in Bremen-Nord immer wieder für Überraschungen. Oft dort, wo Räume leer stehen und Menschen sich nichts mehr zu sagen haben, tauchen sie auf und bringen einen traurigen Ort in Bewegung.

Nun also Blumenthal

Blumenthal liegt an der Weser und gehört zu Bremen. Der Ort hat in den letzten Jahren viel von seinem guten Ruf verloren. Menschen, die daran etwas ändern könnten, sind weggezogen oder haben resigniert. Doch jetzt machen Ulla Deetz und Peter KF Krueger vor, was man tun kann. Sie haben ihre Arbeitsplätze in der ehemaligen Bibliothek an der Landrat- Christian-Straße eingerichtet. Sie nennen es  ihr „Zwischenzeit Atelier“.

Bewegung und Kunst

Es ist ein großer, heller Raum mit einer hohen Decke. An der einen Wand hängen die farbenfrohen Bilder von Peter KF Krueger und  gegenüber die eher zurückhaltenden  Bilder (oder sind es Objekte?) aus den Serien „Raff-Rollos“ und „Fragile Fetzen“ von Ulla Deetz.

Ruhe und Gelassenheit

Doch die beiden nutzen den weiten Raum auch noch auf andere Art und Weise. Sie setzen ihn in Bewegung.  Ulla Deetz  ist Taijiquanlehrerin und gibt hier Tai Chi Kurse. Peter KF Krueger bildet Bogenschützen aus. Doch was er trainiert ist mehr: Es ist die Konzentration auf bestimmte Bewegungsabläufe und nennt sich „Instinktives Bogentraining“. Wie beim  Tai Chi übt man dabei Körperhaltung, Ruhe und Gelassenheit.

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Peter KF Krueger hat einen Pfeil abgeschossen, entlang der Linie auf dem Boden, scharf am Publikum vorbei.

Bunter Nachmittag

 Anfang Juni war alles eingerichtet und vorbereitet, so dass die beiden Künstler ihr erstes offenes Wochenende veranstalten konnten. Eine Menge Freunde waren gekommen, doch Blumenthaler machten sich rar. Wie schade. Denn ich habe zusehen können, wie man Tai Chi und instinktives Bogentraining praktiziert und mich dann auch noch amüsiert, als Uwe Niewerth seine neue Geschichte über „Bewegung und Kunst“  vorlas.

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Alles fügt sich zusammen. Links im Hintergund Peter KF Krueger, im Fernseher ein Mensch mit Bildern, der Autor und ein Hund aus dem Publikum. Ein Stück vom Musikertisch ist auch noch zu sehen.

Uwe Niewerths Rolle rückwärts

 Er beschrieb, wie eine Bewegung rückwärts in die Vergangenheit aussehen könnte. So erlebte der Ich-Erzähler zum Beispiel dies: Das Benzin in seinem LKW fließt wieder zurück und kann an der Tankstelle verkauft werden, auch der teure Wein sprudelt wieder aus ihm heraus und findet einen neuen Käufer. Der Erzähler schrumpft und liest  sträwkcür…. bis zum skurrilen Ende.

 Alles mit Musik

Der musikalische Rahmen für diesen  fröhlichen Unsinn kam von Uwe Möring .Er spielte mit Hackbrett, Gong, singender Säge und  Glocken. Im Fernsehrahmen zeigte die Freundin Grafiken von Axel Rosenbaum. Auch extra für die Geschichte entworfen.

Wer Interesse an einem Atelierbesuch hat oder an einem der Kurse teilnehmen möchte, kann sich  bei den beiden Künstlern melden.

http://www.ulladeetz.de

http://www.pkfkrueger.de

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Ulla Deetz mit einer neuen Arbeit. Peter KF Krueger als Bogenschütze. Ein Selbstporträt.

Mitternacht im Sonnenschein

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Ich war in Norwegen. Bis zum Nordkap hat uns das Kreuzfahrtschiff gebracht. Dort habe ich vom hohen Schieferfelsen aus die Mitternachtssonne erlebt. Vom 14. Mai bis 29. Juli bleibt  die Sonne ununterbrochen über dem Horizont. Und obwohl ich vorher Fotos  mit Sonnenbildern vom Kap gesehen hatte, machte ich diesmal  wieder einmal  die Erfahrung, dass ich manchmal etwas selbst erlebt haben muss, um Schönheit zu verstehen. Und das war dieser Moment: Die Uhren zeigten Mitternacht an, aber am Nordkap war alles in gleißendes Sonnenlicht getaucht. Und es leuchtete immer noch, als wir längst auf dem Schiff im Hafen von Honnigsvag zurück waren und ich meine  Kabinentür öffnete : Der kleine Raum glänzte im Sonnenschein. Es war zwei Uhr in der Nacht.

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