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Archiv für Dezember, 2012

Fröhliche Weihnachten – vorbei…

Alle Geschenke sind auspackt…

Bild

Ich  sehe dem neuen Jahr entgegen. Mit ein paar Schmerzen im Bein, aber immer noch schwimmfähig!

 

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Gedacht – gesagt – getan

Lauter Glücksbringer ?
Ich harke im Garten das letzte Laub weg. Über mir fliegt ein Zug Gänse in Richtung Süden.“Sie bringen Glück“, denke ich und freue mich.

Stiller Wunsch
So möchte ich alt sein: oben klar und unten dicht.
Die Pilates-Lehrerin

Gute Gastgeberin
Geburtstagstreffen zur Mittagszeit bei Rotraut (77).« Ihr bekommt das, was ich schon seit fünfzig Jahren anbiete: Gulaschsuppe und danach Apfeltorte.“ Was für ein guter Brauch: Rotraut verschwindet nur zweimal in der Küche, um ihre Speisefolge aufzutragen. Sonst sitzt sie entspannt mit uns Freundinnen am Tisch.

Weihnachtspost umsonst
Jetzt haben wir wieder reichlich Post, denn die Hilfsorganisationen bitten um eine Weihnachtsspende. Gestern kam ein Brief von der « Kindernothilfe »bei mir an. Adressiert an meine Tochter, die aber in Mainz lebt. Ich brauchte den Brief gar nicht zu öffnen, denn durch das Pergamentpapier konnte ich sehen, dass man meiner Tochter einen ganzen Bogen mit Aufklebern mit ihrem Namen, aber mit unserer Adresse geschickt hatte, Daher leider Ausschußware. Mich ärgert das, denn dadurch werden Spendengelder nutzlos vertan. Ganz abgesehen davon, dass man ungefragt Adressenaufkleber von Fremden druckt und verschickt, in der Hoffnung, dass der Auserwählte dann auch zahlt.

Mit Phantasie
Sie ist dick. Zu dick. « Aber in meinem Innersten sehe ich mich schlank », sagt sie.

Auch Josef und Maria machten sich auf den Weg

Foto

Wann wird die Krippe aufgestellt?

Jedes Jahr vor Weihnachten wird in meiner Familie gefragt, wann die Krippe aufgestellt werden soll. Heiligabend? Oder schon am ersten Adventssonntag? In meiner Kinderzeit stand die Krippe immer erst am Heiligabend unter dem Tannenbaum. In einer anderen Familie wird sie schon am 1. Advent aufgestellt. Aber nicht vollständig. Josef und Maria stehen weit weg. Jeden Tag werden sie ein bisschen weiter geschoben. Dazu liest die Mutter ihren Kindern ein Stück aus der Weihnachtsgeschichte vor oder singt mit ihnen. Diese Idee hat meine Tochter aufgegriffen. Doch als sie von ihren Kindern vor ein paar Tagen gefragt wurde, warum Maria kein bisschen schwanger aussieht, hat sie Maria noch einmal gekauft: diesmal sitzt sie auf einem Esel, noch vor der Krippe. Nun stimmt das Bild für die Kinder:

Da machte sich auch auf Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazaret, in das jüdische Land, zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum, dass er von dem Hause und Geschlecht Davids war. Auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe. Die war schwanger….

Dieser Sonnenuntergang ist etwas Besonderes

tgb012121348kHeute, am  13. Dezember 2012,  ist die Sonne in Bremen schon um 16.07 Uhr untergegangen. So früh wie im ganzen Jahr nicht. Wieso nicht am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres?  Diese Frage ist im „Weser-Kuier“, der Tageszeitung für Bremen und Niedersachsen, passend zum Datum  beantwortet worden.

Ich habe mir das gemerkt:

Heute ist die Sonne um 8.31 Uhr aufgegangen, am 21. Dezember, zum Winteranfang, wird sie sechs Minuten später aufgehen und drei Minuten später untergehen. Das alles hängt mit der Umlaufgeschwindigkeit der Erde um die Sonne zusammen. Für mich war das ein guter Grund, um heute Nachmittag einen Spaziergang an der Weser zu machen, genau um 16.07 Uhr ist dann dieses Foto  entstanden.

 

Nur der Duft ist geblieben

Ole Tieden: Backtag auf einem Bauernhof  an der Weser

Es ist  Adventszeit. Bei meinen Kindern duftet es nach Kuchen und Weihnachtsplätzchen. Für sie  ist es Ehrensache, zu Weihnachten Plätzchen im eigenen Ofen zu backen, genauso wie ich es und meine Mutter und Großmutter einst taten. Wenn ich meinen Kindern und Enkelkindern dabei zusehe, werden wieder Erinnerungen wach an meine Kinderzeit auf einem Bauernhof und die Backtage im Dorf an der Weser. Vieles hat sich geändert, doch eines ist geblieben: Das Vergnügen an Selbstgebackenem, das frisch und duftend aus dem Ofen kommt.

Auf dem Hof in Eitzendorf, wo ich viele Jahre meine Ferien verbrachte, stand abseits vom Bauernhaus ein kleines Haus mit einer Häuslingswohnung. Weil darin auch ein Ofen eingemauert war, war es „das Backhaus“. Brot und Kuchen für die Familie kaufte man nicht beim Bäcker, sondern man stellte es selbst her. In der Familie meines Onkels war das noch bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts guter Brauch.

In diesem Haus wurde gebacken.

In diesem Haus wurde gebacken.

Zuerst ein Holzfeuer

Der Backofen bestand aus einem Gewölbe mit Lehm- und Ziegelwänden. Um ihn zu heizen, brannte man trockene Weißdornzweige  darin ab. Sie stammten von den Hecken an den Feldrändern. Die trockenen Zweige schichtete man in den Backofen und zündete sie an. Wenn das Holz abgebrannt war und die Wände genug Wärme gespeichert hatten, wurde die Asche ausgefegt.

Das Backofenthermometer der Bauern war einfach und pfiffig. Ich erinnere mich, dass man eine Kornähre in den Ofen hielt. Wurde sie schwarz, war der Ofen noch zu heiß, blieb sie braun, war die Temperatur richtig.

Zwei Stunden Backzeit

Während mein Onkel mit dem Feuer hantierte, wurde im Bauernhaus, auf der Diele, das Brot geknetet, zuerst das Schwarzbrot aus Sauerteig, Roggenmehl und Wasser. Die Brote waren groß, zwischen fünf und sechs Kilogramm schwer. Zwei bis drei Stunden dauerte es, bis sie ausgebacken waren. Auch Graubrot, Stuten und Butterkuchen standen jedesmal auf dem Backzettel, zu Festtagen gehörte auch noch Bienenstich dazu. Im Herbst wurde der Butterkuchen abgewandelt. Dann legte man statt Butter Äpfel und Zwetschen auf den Hefeteig. Und wenn Brot und Kuchen gebacken waren, kam anschließend Obst und in Stücke geschnittener Butterkuchen zum Trocknen in den Ofen. Für mich war das immer der Himmel auf Erden.

Wenn auf dem Hof  Backtag war, wußten das auch die Nachbarn. Ich erinnere mich, dass ich  ein paar Tage vorher  losgeschickt wurde. „Klock negen (9) ward inschoben“ musste ich bestellen. Wenn jemand mitbacken wollte, musste es bis dahin seinen Teig abgeliefert haben, denn die Ofentür konnte nicht ständig geöffnet werden.

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Auf dem Vegesacker Wochenmarkt habe ich diesen Backofen entdeckt. Er sieht genauso aus wie der auf dem Bauernhof, wird auch mit Holz beheizt, läßt sich aber auf einem Anhänger transportieren. Die Bäckerei Ripken aus Augustfehn backt darin ihre Holzofenspezialitäten.

Ein kleines Herz verschenken

Bastelvorschlag zu Weihnachten / „Für Knaben und Mädchen „

In meinem Bücherschrank steht ein Lese- und Bastelbuch, das über 100 Jahre alt ist. Leider ohne Erscheinungsdatum. Aber wenn mich nicht alles täuscht, ist es 1896 erschienen und hat da schon sein vierzigjähriges Jubiläum gefeiert. tgb012120907kEs trägt den Titel „Herzblättchens Zeitvertreib“, herausgegeben von Thekla Gumpert. Versprochen werden „Unterhaltungen für kleine Knaben und Mädchen zur Herzensbildung und Entwicklung der Begriffe“.

Zu meinem Erstaunen gibt es darüber auch schon einen Wikipedia-Eintrag. Danach war dieses Buch sehr erfolgreich und sehr modern. Weil ich gerade auf der Suche nach einem Bastelvorschlag zur Vorweihnachtszeit war, habe ich es noch einmal durchgeblättert und tatsächlich ein paar Vorschläge gefunden. Sie heißen „Beschäftigungstafeln“ und stammen von Marie Brückner. Auf einer schlägt sie vor, für Schokoladenplätzchen oder Bonbons eine Schachtel anzufertigen. Sie verspricht: „Sie ist nicht schwer herzustellen, wie du gleich sehen wirst“.tgb012120906k

Das soll das Kind tun: Zuerst aus Kartonpapier ein Herz ausschneiden (a). Dann einen 1 ½ Zentimeter breiten Kartonstreifen abmessen, so dass er einmal um das Herz passt (b). Den Streifen mit überwendlichen Stichen an das Herz nähen (c). „Nun hast du schon die Grundform der Schachtel. Das ging doch schnell, nicht wahr? Ganz ebenso, nur ein klein wenig größer, stellst du den Deckel her“, ermuntert Marie Brückner ihre kleinen Leser und Leserinnen.

Danach sollen sie gekrepptes Seidenpapier von außen nach innen über den Rand schlagen und von innen fest drücken. „Du kannst es bei (d) hergestellt sehen„. Damit die unregelmäßigen Ränder verdeckt sind, legt man ein Schreibpapier hinein. Dann schlägt sie vor, den Deckel noch mit einem Röschen aus Seidenpapier oder mit einem Bildchen zu schmücken. „So ist das kleine Werk fertig, und du kannst dein eigenes kleines Herz verschenken!“, heißt es am Ende der Anleitung.

Mein Herzblättchen will sich noch überlegen, ob es diese Schachtel bastelt. „Nur, wenn du den Rand annähst“, hat es zur Bedingung gemacht.

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Die Beschäftigungstafel

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