seniorenfreundlich – norddeutsch – weiblich – alt und jung

Archiv für September, 2012

Geschichten aus meinem Alltag, neue Folge

Padel – ein neuer Sport  –    Dein Mom – eine Witzfigur

Padel – nicht  Paddel. Ich habe in Trier eine neue Sportart kennengelernt. Sie findet nicht auf dem Wasser statt, sondern in einem Käfig. Das klingt jetzt ein bisschen unfreundlich, ist aber nicht so gemeint. Denn es ist ein Käfig, der von hohen Glaswänden und Gittern umschlossen ist, und in dem vier Spieler sich um einen Ball schlagen, der – schwierig – auch von der Glaswand zurückprallen kann. Kurz gesagt: Padel ähnelt dem Tennis, und ist für Senioren nur bedingt geeignet.

Der neue Platz wurde gerade vom Tennisclub Tier eingeweiht. Er ist der erste im Bundesland Rheinland-Pfalz. Sonst gibt es in Deutschland nur noch in Berlin, Cuxhaven, Frankfurt und Bernau am Bodensee Padel-Plätze. Das habe ich über Google erfahren. Dass dieser Sport noch ziemlich unbekannt ist, hat Google auch gezeigt: Auswahl und Anzahl der Informationen waren mäßig.

                                                      Hier wird Padel gespielt.

Alles zum Lachen. Ich sitze mit meinen Enkeln am Tisch. Sie erzählen mir Witze. Dein-Mum-Sprüche“, sagen sie. Und die gehen so:

„Dein Mum ist so blöd, die versucht bei Apple Obst einzukaufen“.

„Was ist der Unterschied zwischen dein Mum und einem Elefanten?“ – „Der Elefant wiegt ein Kilo weniger.“

„Dein Mum wirft Weißbrot ins Klo, um die WC-Ente zu füttern“.

Ich lache mit ihnen um die Wette. Als ihnen nichts mehr einfällt, frage ich, warum die Mum immer fett und blöd ist? Keine Ahnung! Dafür haben sie einen Tip: „Google mal „dein-mum-sprüche“. Mache ich. Mehr zum Lachen habe ich allerdings nicht gefunden. Doch eine Erinnerung taucht auf: So hörten sich unsere Ostfriesenwitze an. Sie waren auch verletzend und blöd.

 

 

Advertisements

Mit 41 Segelbooten nach Bremerhaven und zurück nach Bremen-Vegesack

Weser-Herbst-Regatta 2012  – Ich war dabei

Der Anruf kam im letzten Augenblick. Die Frage war kurz und knapp: „Wir brauchen ein Begleitboot für die Weser-Herbst-Regatta nach Bremerhaven hin und zurück. Könnt ihr mitmachen?“

Der Motorbootkapitän sagte sofort zu, obwohl er gar nicht so genau wusste, auf was er sich einließ. Auch mich fragte er gar nicht erst. „Wird schon klappen“, war seine Zuversicht. Und sie hatte ihn nicht getrogen. Ich fuhr mit, und die Aufgaben waren beim Start auf der Weser auch klar: Die kleinsten Jollen im Blick behalten, Gepäck transportieren und erschöpfte Segler schleppen. Anschließend Treffen in Bremerhaven zum „Danz up de Deel“.

Als alles vorbei war, waren wir hoch zufrieden. Wir hatten zwei fröhliche Tage auf der Weser und im Hafen verbracht und hatten uns dazu auch noch nützlich gemacht.

Unsere „Leistung“  im Ganzen:

Erster Start zur Wettfahrt am Sonnabend, morgens um 7.30 Uhr. Wir haben an Bord geschlafen, damit wir pünktlich sind.

Mit ablaufend Wasser nach Bremerhaven. Besorgte Blicke in der rappelvollen Schleuse im Fischerreihafen in Bremerhaven: „Packen das die beiden Senioren?“  Na, klar, wir sind so flink wie wir können und machen unser Boot so fest, dass sich andere Schleusenfahrer einfach dranlegen können.

SDas Gedränge in der Schleuse regt niemanden auf.

Das Gedränge in der Schleuse regt niemanden auf.

Pause und Übernachtung im schönen Wulsdorfer Wassersportverein. Hier wird das Lampionfest 2012 gefeiert. Wir sind eingeladen zum Frühstück, nachmittags zum Kaffeetrinken mit (mindestens) zwanzig verschiedenen selbst gebackenen Kuchen und Torten und abends zum ‚“Danz up de Deel“ (hat mir jemand erzählt). Doch das ist eine Ente. Dafür spielen den ganzen Nachmittag die „Hottest Men in Town“ Jazz.

Die „Hottest Men in Town“ – in Bremerhaven weltbekannt.

Später baut ein Diskjockey seine Utensilien auf. Für die „Afterrace-Party“ (alles klar: „Danz up de Deel“ ist die Übersetzung für Senioren). Um 21 Uhr ist die Tanzfläche noch gähnend leer. Die Segler sind müde. Wir schlafen auch irgendwann ein.

Der Gasthafen im Flaggenschmuck.

Sonntag starten die Boote um 13.30 Uhr in Richtung Farge. Der Wind weht ordentlich, doch diesmal ist die Tide nicht günstig. Start- und Ziellinie ändern sich, denn alle Boote kommen nur langsam voran. Wir passen uns an und fahren mit niedriger Drehzahl. Statt vier Stunden von Bremerhaven nach Vegesack brauchen wir diesmal rund fünf Stunden. Wir nehmen zwei erschöpfte Segler, nach dem sie die Ziellinie passiert haben, in Schlepp.

Wir folgen den Regattateilnehmern aufmerksam. Die kleine blaue Flagge zeigt allen, dass wir zu den Begleitbooten gehören.

Mein Fazit: Das Zusammentreffen von Alt und Jung beim Segelsport hat mir gut gefallen. Die heitere Wettkampfstimmung auch. Und der Dank und das Lob vom Schiedsrichterteam auch.

Reparatur am Mast. Kurz vor dem nächsten Start. 

Schlagwörter-Wolke