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Archiv für April, 2012

Zwei kurze Reisen

Ich bin immer noch dem Frühling auf der Spur. In der letzten Woche bin ich ihm in Weimar und in Ludwigslust begegnet.

In Weimar habe ich Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm besucht. Ich habe das Haus schnell gefunden, denn ich kannte es von vielen Fotos. Goethe hat dort von 1776 bis 1782 ständig gewohnt. Und bis heute ist noch alles so erhalten, wie  er es liebte. Den Garten vor dem Haus hatte man ein bisschen mit bunten Frühjahrsblumen herausgeputzt, und die Gartentür leuchtete in frischem Weiß. Doch ob Goethe tatsächlich Blumen auf einen Stuhl pflanzen ließ?

In Ludwigslust bin ich mit dem Fahrrad durch den Park gefahren. Der Park liegt hinter dem Barockschloß, einst die Residenz der Meckenlenburger Herzöge, heute Museum und kultureller Treffpunkt. Der Park ist einer der größten Landschaftsparks in Norddeutschland. Bewunderungswürdig ist der 28 Kilometer lange Kanal, der 1756 in nur vier Jahren gebaut wurde. Er sorgt bis heute dafür, das Fontänen und Kaskaden ihr Wasser bekommen. Auch hier zeigten die meisten Bäume ihr erstes Grün. Und der Waldboden war mit Buschwindröschen übersäht.

Der Kanal. Im Vordergrund die Springstrahlen, „Nonnen“ genannt, die ohne Pumpen betrieben werden.

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Fröhliche Ostern 2012

Im Bremer Garten liegen morgens Schneeflocken auf dem Rasen. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, und das Thermometer zeigt 1,9 ° Celcius an.

Die Woche vor OSTERN

Blick auf die Weser bei Bremen. Im Garten blüht der Zierapfel.

Nächster Tag…..

Am Hang erinnern die blauen Scilla und die zarten Blüten der Forellenlilien an die Vorfahren, die hier alles wachsen ließen. Ich habe die Zwiebeln für die Osterglocken vor Jahren in die Erde gesetzt.

Gründonnerstag

Das Kind hat ein Osterlamm gebacken und schon aufgegessen….

Karfreitag

Karfreitag ist ein stiller Feiertag. Er erinnert an die Kreuzigung Jesu. In den katholischen Kirchen bleiben die Glocken stumm. In den evangelischen Kirchen gibt es unterschiedliche Regelungen. So wird in der Verfassung der Bremischen Evangelischen Kirche den Gemeinden empfohlen, am Karfreitag nur eine (tiefe) Glocke zu läuten. Foto: Westfassade des evangelischen Doms St. Petri zu Bremen. 

Ostersonnabend….

Heute brennen zwischen Ems und Elbe und darüber hinaus die Osterfeuer.

April, April…..

Meine Großmutter liebte deftige Späße.  Sie war es auch, die mich zum ersten Mal in meinem Leben in den April schickte. „Bäcker Meier backt heute Haumiblau. Du kannst mal zehn Stück holen“, sagte sie und schickte mich los. Beim Bäcker erntete ich natürlich fröhliches Gelächter. Zehnmal Hau -mi-blau wollte mir keiner geben. Ich weiß nicht, ob dieser Brauch – jemanden am 1. April mit einem Spaß zu necken – noch sehr lebendig ist. Damit er nicht ganz vergessen wird, habe ich ihn ein bisschen abgewandelt und daraus ein Rätselspiel gemacht. Ich habe mein literarisches Wissen auf die Probe gestellt und versucht, für ein paar Zitate die Autoren zu finden. Das Ergebnis: Meine Könnerschaft hat nachgelssen. Drei Zitate aus meinem Selbstversuch:

Und wenn ich wüsste, das morgen die Welt in tausend Stücke zerbräche, ich würde heute noch einen Baum pflanzen.                  Martin Luther

April, April…….?

Säen ist nicht so beschwerlich wie ernten.              J.W. Goethe

APRIL, April……..?

Wer einen Tag glücklich sein will, der trinke! Wer eine Woche glücklich sein will, schlachte ein Schwein! Wer ein Jahr glücklich sein will, heirate! Wer immer glücklich sein will, der werde Gärtner!       Wilhelm Busch

APRIL, APRIL…..?

Unter einem Zitat steht ein falscher Name. Richtig ist: Es ist ein chinesisches Sprichwort.

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