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Archiv für Februar, 2012

Sonntag im Februar in der Bremer Schweiz und in Maryland, USA

 In Bremen: Blauer Himmel   –  Sonnenschein   –   7  Grad  Celsius

In Maryland, USA: blue Sky  –  sunshine   –  63 degree  Fahrenheit   

 

 In der Bremer Schweiz: Im Wald hämmert der Specht.

 

In Maryland, USA, blühen auch die Schneeglöckchen im Wald und die ersten Krokusse sind zu sehen. Das Foto hat mir meine Freundin gerade geschickt. Sie schreibt:

„Saw the picture of your crocus.  Mine came out a few days ago but my snow drops have been out for several weeks.  I can see them from my kitchen sink window.“

In Bremen und Maryland: Die Krokusse blühen!

In Bremen and Maryland: The crocus have been out for several days!

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Das möchte ich gern: Altern wie eine Lady

Mit Sven Kuntze auf Gedankenreise –  Über sein Buch „Altern wie ein Gentleman“

Zugegeben: Ich werde nicht gerne alt. Besser: Ich bin nicht gerne alt. Und was tue ich in dieser Gemütslage? Ich kaufe mir einen Ratgeber. Meine Wahl ist auf „Altern wie ein Gentleman“ von Sven Kuntze gefallen.

Eine Bauchentscheidung, denn Sven Kuntze sieht auf dem Foto, das den Buchdeckel ziert, ganz und gar nicht wie ein Gentleman alter Schule aus. Er trägt zwar eine Anzugjacke, doch der Hemdkragen ist offen und sieht luftgetrocknet aus. Er trägt keine Jeans und keine Schnürschuhe. Das kann ich nicht sehen, aber ich weiß es, weil ich sein Buch inzwischen gelesen habe: Sven Kuntze trägt Poloshirts, Bundfaltenhosen aus Baumwolle und Slipper. Seine Jeans hat er entsorgt, denn Jeans ohne Hintern sind ein trostloser Anblick und unerbittliches Symbol der Vergänglichkeit…

Und was hat mich dieser Gentleman neuer Schule noch wissen lassen? Er zählt zu den „Vierzigern“, zu denen, die als 68er die Gesellschaft aufgemischt haben. „Wir haben flott gelebt, wenig ausgelassen  und vom Faschismus ist bis auf dumpfe Restposten auch nichts mehr zu sehen,“ schreibt er.

Und was kommt jetzt im Alter?

Vieles ändert sich. Damit die neue Ordnung schneller übersichtlich wird, hat Sven Kuntze eine neue Werteliste aufgestellt. Wichtig werden

 Milde, Ehrlichkeit, Offenheit, Hilfsbereitschaft und Mitleid.

Eigenschaften, die der erfolgreichen Karriere dienten, sollte man ablegen. Sven Kuntze zählt dazu:

 Ehrgeiz, Rücksichtslosigkeit, Gefühlskälte, Opportunismus und Ränkeschmieden.

Und was weiter? Man sollte lernen, eine Mischung aus Müßiggang und Engagement zu finden. Das ist nicht immer einfach, doch ich habe in  den 13 Kapiteln viele Gedanken gefunden, die mir gefallen haben. Tröstlich für mich, dass es Sven Kuntze auch schwer gefallen ist, sich in das graue Heer der Alten einzureihen. Er hat es wohl schon geschafft. Ich wohl noch nicht ganz. Ich warte nämlich immer noch auf die Bemerkung:“ Was? So alt sind Sie schon? Das hätte ich nicht gedacht.“ Schließlich hat mich dieser Satz mein ganzes Leben begleitet. Wenn der Satz ausbleibt? Dann bin ich richtig alt.

Und wie werde ich eine alte Lady? „Probiere es erst gar nicht“, hat mein Schwiegersohn gesagt. „Bleibe lieber so wie du bist: Immer für eine Überraschung gut.“

Mein perfektes Steak

Langweiliger Tag      Scharfer Pfeffer      Heiße Teller

Der Tag droht langweilig zu werden: keine Freunde in Sicht, keine Einladung, keine Lust auf Theater, Spaziergang ober Shopping. Darum kommt wieder einmal meine Eigenrettung zum Zuge. Ich stelle mich selbst in Frage. Diesmal sollen es meine Kochkünste sein. Ich werde heute meine Steaks nach dem Rezept von Professor Gerd Klöck braten.

 Mein Rezept bis heute: in der Pfanne Margarine heiß werden lassen, gewürzte Steaks von beiden Seiten anbraten und dann? Herausnehmen. Aber wann? Bei mir  immer Glückssache. Ein Ende damit. Der Professor soll es richten.

Und das geht so:

Gutes Fleisch kaufen. Nicht direkt vom Kühlschrank in die Pfanne legen, sondern vorher herausnehmen und etwas ruhen lassen. Mit Küchenpapier abtupfen und in heißem Fett von beiden Seiten anbraten.

Dafür nimmt man eine schwere Pfanne und läßt darin Butterschmalz und Öl heiß werden. Je nach Dicke (pro Zentimeter eine Minute) auf jeder Seite braten lassen. Mit weniger Hitze jede Seite noch zwei bis drei Minuten braten lassen. Das Steak ist durchgebraten, wenn es sich nicht mehr eindrücken läßt.

Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer,  am besten am Ende der Bratzeit. Pfeffer, so der Professor, soll nicht mit braten, weil er bitter wird. Dann nimmt man die Steaks aus der Pfanne, wickelt sie in Alufolie und schiebt sie auf vorgewärmte Teller in den vorgewärmten Backofen.

Was habe ich gelernt?

Am bestenist die Idee, das Fleisch in Alufolie gewickelt im warmen Ofen ruhen zu lassen. So kann man ohne Hast die Beilagen auf den Tisch bringen. Und ich habe mich über das gut gebratene Fleisch auf dem warmen Teller gefreut. Das mache ich weiter so.

Das Zwischenergebnis und die Utensilien. Der Hingucker: Frische Petersilie aus eiskaltem Garten.

Der Pfeffer ist tatsächlich richtig scharf, wenn man ihn erst zum Schluß auf das Fleisch streut. Auch das werde ich übernehmen.

Die Fettmischung hat mir nicht gefallen. Viel zu viel Spritzerei. Ich werde weiter mit Margarine braten.

Die Garprobe kenne ich. Nur um die Zeitvorgaben habe ich mich nie gekümmert. Ich werde in Zukunft besser mit meinem Herdwecker zusammenarbeiten. Und ich werde die Steaks auch nicht mehr direkt vom Kühlschrank in die Pfanne tun.

Und das muß auch noch gesagt werden:

Gerd Klöck ist Professor für Biologie und Chemie an der Hochschule Bremen. Das Rezept habe ich  in der Bremer Tageszeitung „Weser-Kurier“ gefunden. Aufgeschrieben hat es  Jürgen Beermann.

Mein Sonntagsessen am 12. Februar 2012

„Was ist da los?“ “ Karneval in Vegesack!“

Am ersten Sonnabend im Februar hat sich tatsächlich ein bisschen Karnevalstimmung  an der Weser in Vegesack entzündet. Dafür haben Stelzenläufer und Sambagruppen gesorgt. Sie sind durch die Fußgängerzone gezogen und haben auf diesem Weg eine Menge Zuschauer zusammen getrommelt. Anschließend durften sie sogar einmal umsonst mit der Fähre über die Weser hin- und zurückfahren. Und weil vorher in der Zeitung gestanden hatte, dass man sich  im Karnevalkostüm der Gruppe anschließen konnte, hatten sich drei Mädchen  bunt angezogen und schön schminken lassen. Auf dem Foto laufen sie gerade ganz vorne mit. Schade, dass niemand  Kamelle geworfen hat

Mehr hat die Fotografin nicht entdeckt.  Ihr Fazit: Karneval müssen die Vegesacker noch üben. Die drei Mädchen, die Stelzenläufer und Sambagruppen können es schon.

Wie ich mich mühsam weiterbilde

  1 Frage    3 Antworten     2 Bildunterschriften

Das  Foto zum 1. Februar 2012 (unter diesem Artikel) sollte ein Rätselfoto werden. Die Frage dazu: Das Schiff ist auf dem Weg zum südlichsten Seehafen Deutschlands. Zu welcher Stadt gehört der Hafen? Antwort: Bremen.

Weil man sein Wissen besser hin und wieder überprüft, gebe ich bei Google  die Frage ein ( in voller Länge!) und was bekomme ich als erste Antwort? Papenburg gehört der südlichste Seehafen Deutschlands! Danach wird Bremen angeboten und  – ich traue meinen Augen nicht – Duisburg nimmt diese Ortsangabe ebenfalls für sich in Anspruch.

 Na gut, ihr Papenburger, dann will ich jetzt wissen, was euer Seehafen bietet. Gut für mich, denn ich finde fast nichts. Nur eine Firma am Papenburger Hafen verspricht an der Kaje 5,50 Meter Tiefgang. Ach du liebes bisschen. Bremen bietet das Doppelte. Was stimmt: Beide Städte liegen auf dem 53. Breitengrad.

Und Duisburg? Dort liegt der größte Binnenhafen Europas, zugleich der westlichste Seehafen Deutschlands. Respekt. Das wußte ich noch nicht. Vom südlichsten Seehafen ist  nicht die Rede.

Richtig ist, das weiß ich nun: Zu Bremen gehört der südlichste Seehafen Deutschlands mit der größten Tiefe.

So kann ein kleiner Fehler bei Google Weiterbildung beflügeln und dazu führen, dass eine Bildunterschrift im Papierkorb landet.

Ein kalter Wintertag an der Weser

1. Februar 2012. Das Thermometer ist auf minus 6 Grad Celsius gerutscht. Ein kalter Ostwind weht über das Wasser. Der Massengutfrachter Weser Stahl  fährt in Richtung  Bremen. Er kommt regelmäßig und bringt Eisenerz für die Stahlwerke Bremen.

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