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Archiv für Dezember, 2011

Zum vierten Advent

Am 18. Dezember wird die vierte Kerze angezündet.

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Weihnachten vor der Tür

Die Suche nach einem Happy End . Sieben Vorschläge

Die Senioren treffen sich regelmäßig, um ihre Englischkenntnisse aufzufrischen. Die Sieben haben eine Lehrerin engagiert, die für den Gesprächsstoff sorgen soll. Heute soll es weihnachtlich zugehen. Frau G., die Lehrerin, liest ihnen eine weihnachtliche Geschichte vor,  die in Australien spielt.

Erzählt wird von einer Familie, die in die Brüche geht, weil der Vater trinkt und sich weder um seine Frau, noch um seine beiden Töchter kümmert. Eines Tages verläßt die Frau mit den Töchtern das Haus. Ohne Vorwarnung und ohne ihre neue Adresse anzugeben. Der Mann fällt in eine tiefe Krise und entschließt sich, einen Alkoholentzug zu machen. Als er clean ist, versucht er seine Familie zu finden. Doch vergeblich, bis er ein paar Tage vor Weihnachten auf dem Titelbild seiner Zeitung seine Frau sieht, die in Sydney als Sportlerin geehrt worden war. Es dauert nicht lange, und er hat ihre Adresse herausgefunden. Heiligabend klingelt er an ihrer Haustür und als seine Frau ihm öffnet, sagt er nur: “ Entscheide du, ob ich herein kommen darf.“

Hier läßt Frau G. die Geschichte enden und fragt die sieben Senioren, was die Frau tun soll.  Zur Überraschung aller fallen die Urteile ganz unterschiedlich aus. Übersetzt aus dem Englischen klingt das so:

 „Nicht hereinlassen. Er wird wieder rückfällig“

 „Die Frau weiß gar nicht, das er clean ist. Sie soll ein neues Treffen vereinbaren“.

 „Sie sollte ihn herein lassen“.

 „Ja, herein lassen und in den Arm nehmen. Schließlich ist Weihnachten.“

 „Ach, was, das ist doch nur der Trick, am Weihnachtsabend an die Tür zu klopfen….“

„Richtig. Aber – wenn sie die Tür zu macht, ist auch ihr Weihnachtsfest verdorben.“

Das Ende lassen die Senioren offen, denn die Englisch-Sprechzeit ist um.  Sie wünschen sich „Happy Christmas“  und gehen nach Hause. Schließlich ist ihre Welt in Ordnung.

Ob jemand die richtige Antwort weiß?

Der Nikolaus war da

Nikolaustreffen auf dem kleinen Markt in Vegesack.

Kekse für die Kinder  –  Kakao für den Nikolaus

Die vielen kleinen Nikoläuse sind am 6. Dezember wieder durch Bremen gelaufen. Wie in jedem Jahr sagten sie vor oder in den Geschäften ein Gedicht auf und bekamen dafür ein bisschen Proviant in ihren Beutel. Diesen Brauch gibt es in Bremen schon lange. Früher nannte man es hier „Sunnerklauslaufen“ (aus dem Niederdeutschen: Sunte Klaus – Heiliger Klaus). Ich bin manchmal auch mitgelaufen. Dabei sangen wir dann:“Ick bin son lütten König, giff mi nich to wenig…“

Natürlich kam der Nikolaus auch zu uns nach Hause. Wir stellten für ihn  am Abend vor dem 6. Dezember einen Schuh auf die Fensterbank, denn wir waren keine Bremer. Bremer stellen nämlich einen Teller unter das Bett. Heute ist das immer noch gute Sitte, mußte ich lernen. Und mein Nachbar, stolzer Vater eines sechsjährigen Jungen, erzählte mir dazu diese rührende Geschichte:

„Max geht schon in die Schule, doch an den Nikolaus glaubt er immer noch ein bisschen. Als er abends -vor dem Nikolaustag – seinen Schuh vor das Fenster stellt, schiebt er auch noch einen Teller mit Keksen und einen Becker Kakao dazu. Der muss doch Hunger haben, erklärt er.“

Und der Vater erzählt weiter: „Ich hatte richtig zu tun. Kekse und Kakao essen und trinken –  das war ein Abendbrot für mich. Und dann bin ich auch noch in den Garten gelaufen und habe ein paar große Fußspuren fabriziert.

Mein Sohn war begeistert. Der Nikolaus war da!  Nur in seiner Klasse will er davon nichts erzählen.“

Der Vater sinniert:“ Wer weiß, vielleicht  war ich in diesem Jahr zum letzten Mal sein Nikolaus.“

 

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